Atari 520STE - Atari 1040STE

Atari ST
 
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Der Aufschluss mit dem Spieler-Homecomputer Amiga? Die STE Serie sollte Atari und die Spieler versöhnen...

1040ste.jpgBeim ewigen Wettstreit Amiga vs. Atari ST waren vor allem zwei Argumente stets vertreten: Der Amiga hat 4096 Farben und besseren Sound. 1989 konnte sich Atari endlich dazu durchringen den Vorsprung des Amigas zu verringern. Herausgekommen ist die STE Serie ( E = Enhanced ), welche auf den klassischen ST Rechnern aufbaute und sich speziell an Spieler richtete.


Nach dem Mega ST wirkte der 1040STE fast wie ein Rückschritt. Kam er doch im klassischen Gehäuse mit eingebauter Tastatur. Andererseits wurde diese Form von den Meisten mit Spielen assoziiert. Und das sollte ja letztlich auch das Anwendungsgebiet des STE sein. Im Rückständigen Gehäuse verbergen sich dann aber doch einige feine Änderungen. Zwar setzte man noch immer auf die nicht mehr ganz so frische MC68000 CPU, doch dafür wurden die grafischen Fähigkeiten erweitert. Von nun an waren auch auf dem ST 4096 Farben möglich. Leider aber nur halbherzig, denn noch immer gelten die 3 klassischen Bildmodi. Die Möglichkeit mehr Farben gleichzeitig darzustellen hätte vermutlich mehr bewirkt als eine nur vergrößerte Farbpalette. Der aus dem Mega ST bekannte Blitter ist natürlich auch vorhanden. Zusätzlich gibt es Hardware Scrolling in allen Auflösungen. Bisher musste sich die CPU mit einer solch banalen Aufgabe belasten. Was nicht immer einfach war und so manchen Programmierer zur Verzweiflung trieb.


Sleepwalker_STE_Version.JPGMan mag es heute den  alten ST Demos mit scrollenden Grafiken nicht ansehen, ja man mag sie sogar für billig und langweilig halten, aber für einen ST Programmierer war dies damals durchaus eine Leistung. Als i Tüpfelchen hat der STE letztlich auch Genlock Unterstützung zu bieten. Ein Erbe der M Reihe gibt sich zudem auch noch die Ehre, ein eingebauter HF Modulator für den TV Betrieb.

Doch damit nicht genug. Zum bereits bekannten 3 stimmigen Yamaha Soundchip gesellen sich zwei 8Bit PCM Kanäle hinzu. DMA fähig und mit bis zu 50KHz sampling Rate. Abgerundet wird das Soundpaket durch den National LMC 1992 Chip, zum abmischen der Tonausgabe. Wodurch zusätzliche Klangeffekte möglich sind. Damit sich die neue Soundqualität auch voll entfalten kann, verfügt der STE extra über Stereo Cinch Ausgänge.

Wie um den Charakter des Spiele Systems nochmals zu unterstreichen, hat der STE 2 zusätzliche 15 polige Schnittstellen, angedacht für Joysticks/Pads, Lightguns usw. Diese, sowie das dazugehörige Joypad, sind mit denen des 1993 erschienenen Atari Jaguar identisch. Das Pad unterscheidet sich lediglich durch die ST typische blau/grau Farbgebung von dem Pad der Spielkonsole.


Zero5_Pad_Auswahl.JPGDie ganzen Änderungen machten natürlich auch ein neues Betriebssystem notwendig. Und so wurde der STE mit TOS 1.06 ausgeliefert. Welches jedoch bis auf die notwendigen Anpassungen im wesentlichen TOS 1.04 entspricht. Kleinere, aber sehr ärgerliche, Bugs zwangen Atari allerdings schon kurz darauf TOS 1.62 nachzureichen. Da das OS fest auf der Platine verbaut ist kann man sich den Ärger der frühen STE Käufer gut vorstellen.

Trotz aller Bemühungen blieb der STE aber weit hinter den Erwartungen zurück und verkaufte sich ehr schleppend. Man muss dazu auch sagen, dass die ST Hardware trotz der Verbesserungen so langsam deutliche Anzeichen von Altersschwäche zeigte. Der STE hätte eigentlich schon 2 Jahre zuvor veröffentlicht werden müssen, wenn man damit Commodore entgegen treten wollte. Auch ignorierten die meisten Programmierer anfangs die zusätzlichen Grafik und Soundfähigkeiten. Denn die Masse nutzte nunmal normale ST Computer. Dementsprechend gab es für viele natürlich auch keinen Grund einen STE zu kaufen, wo doch auch der bewährte 1040STFM schon günstig erhältlich war. Erst spät nutzten einige Spiele, wie z.B. Obsession, die STE Fähigkeiten aus. Und noch später, als die Zeit der ST Computer sich schon dem Ende zuneigte, erschienen dann einige wenige Spiele, welche nur auf einem STE funktionierten.


Doch trotz des ehr bescheidenen kommerziellen Erfolges fand der STE auch seine Liebhaber. Und diese kamen vor allem aus der Demoszene. Der STE war die Basis vieler Projekte und auch heute noch ist er neben dem Atari Falcon und dem TT der wichtigste klassische ST Computer der Atari Szene. Zwar ist er nicht mehr dazu in der Lage die meiste aktuelle TOS Software abzuspielen, doch dient er für viele als hilfreiches Test Werkzeug bei der Entwicklung
 

Specs:

CPU:Motorola MC68000 @ 8MHz

RAM:  512KB bzw. 1MB

- erweiterbar auf 4MB ( bis 16MB durch 3. Party Zubehör )

Grafik:

 Shifter

- 4096 Farben Insgesamt

- DMA Blitter

- Hardware Scolling

- Genlock fähig

Auflösungen:

-640*400 Monochrom

-320*200 bei  16 Farben

-640*200 bei 4 Farben

( frei wählbar über TOS  )

Audio:

Yamaha YM-2149.

-3 Tonstimmen + 1 Rauschgenerator

- 30Hz bis 16KHz

- ADSR

 Zwei 8Bit PCM Kanäle

- 6,25KHz bis 50KHz & DMA fähig

- National LMC 1992

- MIDI Schnittstellen zur Ansteuerung von Keyboards und dergleichen 2

Floppy:

- internes 3,5 Zoll DD Diskettenlaufwerk mit 720KB.

- 250 Kilobits/sek

- Vereinzelt Disketten mit bis zu 1MB Überformatierung

Betriebssystem: 

-TOS 1.06 & TOS 1.62

( per Umbau auch andere Versionen möglich )

Schnittstellen:

- RGB Monitor

- Maus/Joystick ( 2* 9polige D SUB )

- Zwei 15polige gameports ( identisch mit Atari Jaguar )

- Floppy ( 14 polig DIN )

- ACSI

- Parallel ( 25p. D SUB )

- Seriell ( 25p. D SUB )

- MIDI in/out,

- Extension Port ( 40 polig )

- Stereo Cinch

- HF Modulator

 

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Forum
  • von 108 Sterne:

    Wunderbar, das ging ja mal fix. Danke!...

  • von CD-i:

    da hast du vollkommen recht. und das problem habe ich intern auch schon mehrmals angesprochen... naja... ich kümmer mich nochmal drum, denn das ist genau das was ich vermeiden wollte, dass man sie nicht mehr findet... so, jetzt gehts, wenn auch die frontseite was kahl aussieht, aber besser als es...

  • von 108 Sterne:

    Übrigens ist der erste Teil der ST-Serie auf der Hauptseite garnicht aufgeführt. Und die weiteren Teile sind wohl nur auffindbar, weil sie noch halbwegs aktuell unter den neuesten Artikeln auf der rechten Seite eingeblendet werden. Irgendwie müssten sie mal ins Inhaltsverzeichnis unter Hardware...

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