Dieser Artikel wurde noch nicht überarbeitet

Mehr Infos: www.nexgam.de/redesign

Ballblazer im Test

Atari 7800

Es ist ungewiss, wie sich der Sport in der Zukunft noch entwickelt. Selbst etwas so ursprünglich wie Fußball funktioniert heute nicht mehr ohne Elektronik. Da werden Chips im Ball versteckt, um dessen Position zu orten oder Schiedsrichter mit Headsets ausgerüstet. Wie wird das erst in 1000 Jahren aussehen? Eine mögliche Zukunftsvision hat sich Lucasfilm erdacht, die mit Ballblazer bereits anno 1984 einen solchen gedanklichen Vorstoß gewagt hatten.

ballblazer-04Es ist das moderne Schlachtfeld. Eine quadratische Arena unterteilt in genau 1155 Segmente umringt von einem elektrischen Feld. Damit es keinen Ausweg gibt. Ein Kampf Mann gegen Mann. Das Feld der Ehre, wie man es aus den Geschichten kennt und das auf einem einsamen Asteroiden zwischen dem Kalaxon und Kalamar Sternensystem stattfindet. Alle haben nur ein Ziel: der des Titels des Masterblazers. Nur derjenige darf ihn tragen, der auch das Ballblazer Turnier gewinnt. Jeder futuristische Sportler nimmt Platz in seinem Rotofoil und stellt sich dem Match. Wahlweise allein gegen einen computergesteuerten Gegner oder mit einem menschlichen Gegenspieler direkt vor der Spielkonsole.

 
ballblazer-13In jedem Fall ist der Spielbildschirm zweigeteilt und man spielt in der Perspektive des Piloten. Und das war es, was das Spiel damals so besonders machte: die pfeilschnelle 3D-Grafik mit butterweichem Scrolling, wie man es seinerzeit für unmöglich hielt. Abseits der Technik ist das Spiel aber recht unspektakulär. Wie in einem klassischen Sportspiel gilt es, innerhalb des vorgegebenen Zeitlimits so viele Tore wie möglich zu erzielen. Hat man die Torleiste in der Mitte vollständig gefüllt, hat man das Match vorzeitig für sich entschieden. Erfolgreiche Fernschüsse werden mit einem Extrapunkt belohnt. Mit den zehn verschiedenen Schwierigkeitsgraden kann man den Gegner passend für sich einstellen, aber auch zu zweit macht das Spiel Laune. Verwirrend ist anfangs jedoch der automatische Sichtwechsel, wenn sich der Spielball nicht mehr an der Vorderseite befindet.

Michael meint:

Michael

Ballblazer ist eine durchaus interessante Sicht auf die Zukunft des Sports. Ob es tatsächlich so entwickeln wird, werden wir nicht beantworten können. Was man allerdings sagen kann, dass das Spiel zumindest technisch seiner Zeit voraus war und nicht ohne Grund für Staunen sorgte. Fernab der Technik bietet das Spiel aber nur wenig Neues, da es im Grunde nur ein Pong im dreidimensionalen Raum darstellt. Dafür gibt es zehn verschiedene Schwierigkeitsgrade gegen den Computer und einen Zweispielermodus. Man vermisst allerdings einen Turniermodus oder Ähnliches, was dem Spiel etwas mehr Wiederspielwert spendiert hätte. Was am Ende bleibt, ist eine technische Meisterleistung für zwischendurch.

Positiv

  • butterweiches Scrolling
  • zehn verschiedene Schwierigkeitsgrade
  • Zwei-Spielermodus

Negativ

  • eher für zwischendurch geeignet
Userwertung
9.4 2 Stimmen
Wertung abgeben:
9.4
senden
Mehr zum Thema