
Die Gamescom ist immer wieder ein guter Zeitpunkt, sich das eine oder andere Indiegame anzusehen. Für mich persönlich war es eine große Freude mir den neuen Titel von Krillbite anzusehen, die in der Vergangenheit ebenfalls das großartige Among The Sleep veröffentlichten, dass ich damals sehr gerne spielte. In Mosaic schlüpfen wir in die Rolle eines namenlosen Protagonisten, der seiner täglichen Routine der Arbeit nachgeht, aber damit nicht glücklich ist. Das spiegelt sich auch in seiner Umgebung wieder, die grau in grau dargestellt wird und somit ziemlich trist und geradezu deprimierend ist. So lässt der Hauptakteur bereits beim Laufen seine Schulter hängen und erhellt sich seinen Tag damit, ein Clickergame auf seinem Smartphone zu spielen oder den neuesten Klatsch als News auf dem mobilen Gerät zu lesen.
Doch lässt er sich gerne von seiner Umgebung ablenken, um seinen Gedanken freien Lauf zu geben. So erregt ein Eichhörnchen seine Aufmerksamkeit, das auf einem Baum sitzt, oder ein Schmetterling, der auf einer Baustelle der anderen Seite der Straße seine Runden dreht. Letzterer wird dann auch vom Spieler selbst gesteuert und man muss durch eine Art Hindernislauf fliegen. Wenn solche Dinge geschehen, wird die Welt auch sofort ein wenig bunter und farbenfroher und lässt den Protagonisten erfolgreich seine Welt kurzzeitig verlassen. Doch sind es wiederholt Textnachrichten oder ähnliches, die ihn wieder in den grauen Alltag zurückholen. So wird es im fertigen Spiel viele weitere Herausforderungen geben, allerdings ist das Spiel eher für die Erzählung der Geschichte gedacht. Hier überzeugen auch die Optik, mit dem kahlen und kantigen Polygonlook, die die anfängliche Trostlosigkeit des Protagonisten noch ein wenig unterstreicht. Erscheinen wird Mosaic im nächsten Jahr und wir dürfen gespannt sein, was sich die Entwickler dafür noch einfallen lassen wird und ob der Hauptcharakter wirklich seiner täglichen Routine entfliehen können wird.

