Streets of Rage 3

Streets_of_Rage_Special_Streets_of_Rage_3_11

STREETS OF RAGE 3
erschienen: 1994
Schwierigkeitsgrad: 3 Stufen /mittel bis sehr schwer
Umfang: 7 Level
 
Ablauf:
Mit geballten 24 Megs, längeren Levels und dem neuen (deplatziert wirkendem) Charakter Zan will Streets of Rage III seinen Vorgänger vom Sidecrolling-Prügelthron stürzen...schaun mer mal...
 
Wir beginnen und entscheiden uns für den bekanten und beliebten Charakter Axel.
 
Wir fühlen uns auch gleich wie Zuhause und prügeln und durch den ersten Level...die Spielgeschwindigkeit wurde scheinbar etwas erhöht und wir können nun auch in die Tiefe rollen, um gegnerischen Schlägen auszuweichen. Die Grafik sieht ähnlich aus wie im zweiten Teil und die Musik ist ebenfalls recht flott...ein guter Beginn.
 
Im weiteren Verlauf des ersten Levels lässt die Hintergrundgrafik etwas nach und auch die Musik dudelt eher uninspiriert aus den Boxen. Später wollen uns Biker und Punks, die aus einem Boot springen, aufhalten, doch dank Samuraischwert und ein paar Punches liegen sie bald am Boden. Dann geht’s in einen Hinterhof und der bereits aus dem zweiten Teil bekannte Endgegner Shiva bittet zum flotten Tanz. Dank schneller Kicks ist er aber bald Geschichte.
 
Streets_of_Rage_Special_Streets_of_Rage_3_2
Wir kloppen uns in Level 2 wieder durch einen Straßenzug und zeigen Bikers und Punks, was eine Harke ist...das Leveldesign wirkt etwas langweilig, die Musik wird zusehends schlechter und nach einer Weile springt ein boxendes Känguru über den Bildschirm...WTF? Der anschließende Discoabschnitt wirkt musikalisch auch eher nervig; der Bosskampf gegen die schon im ersten Teil nervigen Schwestern komplettiert den eher mäßigen Eindruck von Level 2.
 
Begleitet von quäkiger Musik geht es eine Baustelle entlang. Im Hintergrund fallen öfters mal Fässer herunter, die uns auch erwischen können, die Gegner können wir mit etwas Geschick auch Abgründe herunterprügeln. Wenigstens die Schlaggeräusche sind schön fetzig. Schließlich werden wir von einem Bagger verfolgt...mit ein paar Kicks und Schlägen können wir ihn zurückdrängen...coole Idee! Es geht einen Aufzug herauf und wir begegnen uns selbst als Endgegner...nein nicht ganz, es ist ein Roboter...eine beknackte Story um Cyborg-Doppelgänger nimmt ihren Lauf...
 
Weiter geht es in Level 4, dem Tiefpunkt des Spiels. Wir kämpfen uns eine Bahnlinie entlang. Bisherige Levels waren etwas länger als im Vorgänger, dieser Level nervt durch seine überzogene Länge. Dröge läuft es immer nach demselben Schema ab; ein Waggon fährt einmal oben und einmal unten die Gleise entlang. Wir kommen nur langsam voran, es kommen wieder ein halbes Dutzend Gegner und der Waggon kommt zurück, immer wieder...schnarch! Ein mehr an Umfang und mehr an Gegner kann auch spielspasskillend wirken...Immerhin werden auch die Gegner hin und wieder von dem Waggon überrollt...ENDLICH haben wir es geschafft...NEIN DOCH NICHT! Es geht immer noch die Schienen entlang...und immer noch rollt der Waggon rauf und runter, wir müssen immer wieder uns in Nischen verstecken...ganz zu schweigen von dem katastrophalen Gefiepe...soll das etwa Hintergrundmusik sein? WTF?
 
Streets_of_Rage_Special_Streets_of_Rage_3_3
Wir kommen zum Endgegner und sind wieder positiv überrascht. Die Musik ist cool und wir müssen drei Krieger vor einem Tempel besiegen...es macht wieder Spaß, auch wenn diese richtig fiese Attacken draufhaben!
 
Level 5 macht wieder Laune, zwar ist die Musik immer noch nicht das Gelbe vom Ei, aber so schlimm wie im vorherigen Level kann sie wohl kaum werden. Es geht in den Untergrund und später treffen wir neben den Samuraischwert-Schwingern auch neue starke Kämpfer, die unsere Angriffe blocken können.
 
Weiter geht’s und wir können sogar Goldstatuen von Mister X zerstören...immer gerne! Auch dieser Level wirkt etwas gestreckt, macht aber Laune. Es geht wieder einen Aufzug hinauf und ein alter Bekannter sitzt altbekannt auf seinem Stuhl und schaut dem Treiben zu...die paar Gegner schaffen wir doch mit links. Mister X greift ein, wir erkennen aber, er ist in Wirklichkeit ein Cyborg. Egal, immer schön die Roboter-Visage eingeschlagen!
 
Wir kämpfen uns durch Level 6, die Roboter-Gegner nerven zwar, die Musik wird aber wieder besser. Im Nebenraum nehmen wir einen Computer auseinander – ein Alarmsignal ertönt und wir kämpfen uns weiter voran.
 
Streets_of_Rage_Special_Streets_of_Rage_3_10
Begleitet von etwas nervigem Gestampfe nehmen wir es mit den schon aus dem Vorgänger bekannten Fluggegnern auf.
 
Level 7 enttäuscht ebenfalls durch die nervige Musik, auch das Leveldesign überzeugt nicht ganz; von einer ablaufenden Zeituhr motiviert, gelangen wir schließlich zum elektronischen Endgegner...der so seltsam ist, wie Großteile des Spiels an sich.
 
Die Technik:
Auf den ersten Blick sieht es dem Vorgänger sehr ähnlich, bei genauerer Betrachtung gefielen wir im zweiten Teil aber der Großteil der Hintergründe etwas besser. Das Design der neuen Gegner ist zwiespältig, manche sehen ganz cool aus, bei manchen bewies Sega aber leider Mut zur Hässlichkeit. Alles in allem aber ein guter optischer Eindruck.
Die Musik hat aber arg Federn lassen müssen, bei Level 3 und 4 ist sie gar eine halbe Katastrophe...hier hatte Yuzo wirklich einen schlechten Tag erwischt; ansonsten sind die Musikstücke mittelprächtig. Die Soundeffekte sind wiederum gut und fetzig.
 
Die Kritik:
Streets of Rage 3 will viel erreichen, bleibt aber unter seinen Möglichkeiten. Zwar machen einige Teile des Spiels speziell im Zwei-Spieler-Modus richtig Laune, andere Abschnitte wirken dagegen langweilig bis nervig. Mehr Umfang gut und schön, einige Spielabschnitte wirken so aber eher künstlich in die Länge gezogen; auch durch den teils etwas übertrieben Gegneraufmarsch...in Sachen Leveldesign kein Vergleich zum Vorgänger. Der Schwierigkeitsgrad ist schlecht ausbalanciert; die Gegner stecken zu viel ein. Und in Sachen Musik hat man stark nachgelassen.
Alles in allem ein netter Prügler, aber ich bevorzuge die beiden Vorgänger.
 
FUN: 7/10 

 

Follow us
Anzeigen
neXGam YouTube Channel
Anzeigen