
STREETS OF RAGE 1
erschienen: 1991
Schwierigkeitsgrad: 3 Stufen /leicht bis schwer
Umfang: 7 Level
Ablauf:
Nach Wahl von Schwierigkeitsgrad und spielbarem Charakter (Adam, Axel, Blaze), die übrigens Ex-Cops sind, geht es auf in den Kampf, um einem kriminellen Syndikat so richtig einzuheizen. In Level 1 prügeln wir uns durch einen Straßenzug, schlagen neben den Gegnern auch mal Telefonzellen zu Brei und genießen die treibende Musik. Die Steuerung ist gut, es gibt Punch, Kick und Griff-Kombinationen. Im Nahkampf erweisen sich die jungen Helden aber als etwas steif zu steuern, ein Kritikpunkt, den man im zweiten Teil in Angriff nehmen wollte. Neben den Feinden dreschen wir ebenso auf Tonnen, Kisten und Ähnliches ein; der Lohn sind Energieauffrischung oder Geld. Neben den eigenen Extremitäten können wir auch Messer, Baseballschläger und Rohre einsetzen, um den Antagonisten Saures zu geben. Was für ein Spaß! Die Besonderheit ist, dass wir durch Knopfdruck ein Special aktivieren können. Ein netter Kollege schießt vom Levelbeginn aus seinem Polizeiauto eine Salve mit Raketen ab, die die anwesende Gegnerschaft in den Staub schickt. Prima Feature, vor allem, wenn man von Gegnern umzingelt ist oder einem Endgegner gegenübersteht.
Die Endbosse sind tougher als die meist etwas dummen Standardgegner und recht abwechslungsreich.
Überhaupt sind die Levels sehr cool designt: Sie sind zwar meist nur etwa 5-10 Minuten lang, aber haben alle einen eigenen Style, andere Endgegner und unterschiedliche Feinde. Von Punks und Schlägern über Kampfsportler bis hin zu leicht-flockig leder-bekleideten, peitschenbewaffneten Dienstleisterinnen; außerdem sind da schräge Zwischengegner wie Fackelschwinger, Clowns oder Boxer.

Im Zwei-Spieler-Modus ist Fun pur angesagt, die Gegner können von zwei Seiten attackiert werden. Allerdings ist im Handgemenge Vorsicht geboten: Versehentlich kann man auch mal dem Kumpel eins überbraten; Flüche und Verwünschungen sind die Folge, bis man sich erneut zusammenrauft, um den Kampf mit dem Levelboss aufzunehmen; im Zweispielermodus sogar gleich in doppelter Ausführung.
Nach 6 Levels fahren wir mit dem Aufzug zum Oberfiesling Mister X hoch; in Level 7 erwarten uns dann erneut bekannte Endgegner, die wir wieder einmal ins Land der Träume schicken müssen. Schließlich stehen wir dann dem Syndikatsboss gegenüber und er stellt uns vor die Wahl: Wollen wir brav die Fäuste senken und für ihn arbeiten oder haben wir den Mut, es mit ihm aufzunehmen? Die Entscheidung liegt bei Euch und hat ihre Konsequenzen...
Die Technik:
In puncto Optik bestechen vor allem die abwechslungsreichen Gegner und guten Hintergründe. Eure Heldensprites sehen ebenfalls gut aus, sind aber kleiner, als im Vorbild Final Fight. Die Animationen sind teils klobig, dafür gibt es z.B. in Level 5 einen sehr coolen Paralax-Scrolling-Effekt während der gemütlichen Bootsfahrt.

Die Musik ist einfach super, treibt einen zu groovigen Beats immer wieder an und passt super zum Spielgeschehen. Die Soundeffekte sind ebenso gelungen, nur die Schlaggeräusche klingen etwas blechern.
Die Kritik:
Streets of Rage ist nicht nur eine der beliebtesten Spielereihen auf dem Mega Drive; für mich ist sie auch die konsolenübergreifend beste Sidescrolling-Prügel-Reihe. Teil 1 ist ein sehr guter Beginn, der grafisch und (vor allem) soundtechnisch überzeugt. Die Levels sind abwechslungsreich und gut designt und im Zwei-Spieler-Modus geht so richtig die Post ab! Ich lege es immer wieder gerne ein, egal ob alleine oder zu zweit.
FUN: 8/10

