Seite 2: Demontage & Reparatur

Wir beginnen damit, die Schrauben des Controllers an der Unterseite (Abb. 2) zu lösen. Dabei nicht die beiden Kleinen im Schacht des Controller-Pak's vergessen. Sind diese gelöst, kann der untere Teil des Controller-Gehäuses abgenommen werden.


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Ist der Controller geöffnet, sehen wir in der Mitte das Gehäuse des Analogsticks. Dies ist in der Regel grau oder schwarz. Oben angebracht ist die Kontakt-Platine des Z-Triggers. Indem wir die beiden, seitlich angebrachten Klammern leicht zur Seite biegen, lösen wir diesen (Abb. 3.1) und schrauben danach das Gehäuse vom Controller (Abb. 3.2).

 

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Nun lösen wir die Schraube des Analogstick Gehäuses (Abb. 4). Dabei sollte man darauf achten, obere und untere Hälfte weiterhin zusammenzudrücken, damit die enthaltene Feder das Gehäuse nicht auseinanderspringen lässt. Am hinteren Ende des Gehäuses befinden sich zwei Klammern (Abb. 5.1), welche wir vorsichtig nach hinten biegen, um die Verriegelung zu lösen. Danach können wir das Gehäuse auseinandernehmen (Abb. 5.2).
 

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Nun sehen wir endlich den Grund für die knirschenden Geräusche des Analogsticks. Der Abrieb des Sticks auf der Einfassung war enorm (Abb. 6). Die Platine (Abb. 6, rechts) können wir behutsam entfernen, so dass wir das Gehäuse vom Rest des Controllers trennen können. Nun machen wir uns vorsichtig daran, den Abrieb, Staub und Dreck zu entfernen.
 

In der weißen Schale für den Analogstick (Abb. 7) sehen wir nach der Säuberung wahrscheinlich eine beträchtliche Menge an Kratzern. Der Analogstick reibt hier mit seinem "Fuß" immer tiefere Kratzer hinein und sinkt im Laufe der Zeit immer tiefer, wodurch das Wackeln des Sticks mit verursacht wird. Hier empfiehlt es sich, Fett/Öl aufzutragen, doch am Ende unserer Reparatur, wird der Stick-Fuß hier nicht mehr aufliegen. Ich empfehle ein gutes Fett, da dieses später in der Bewegung weniger Geräusche erzeugt und meiner Erfahrung nach, etwas langlebiger als die meisten Öle ist.


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Wenn wir uns dem oberen Teil zuwenden, sehen wir in der Seitenansicht, an der Mitte des Analogsticks eine kugelförmige Verdickung. Direkt über dieser befindet sich das schwarze Gelenk für die X-Achse. Dieses wird von einer Feder gestützt, welche die Achsen zentriert halten soll. Wie wir jedoch auch sehen können, befindet sich zwischen der Verdickung und dem Gelenk ein Abstand von ca. 1mm (Abb. 8). Dieses ist unser Problem, denn es ermöglicht dem Stick weiteres Einsinken bei weiterer Abnutzung in der Schale und größerem Spiel in der Halterung. Und dort wird auch unser Bindfaden ins Spiel kommen!
 

Nun lösen wir den Stick, indem wir das schwarze X-Achsen-Gelenk im oder gegen den Uhrzeigersinn um 90 Grad drehen, so dass wir sie über den Fuß des Analogsticks abziehen können (Abb. 9). Der Stick kann nun ebenfalls aus dem Gehäuseteil entfernt werden. Alle Teile sollten nun gründlich gesäubert werden.

Nun nehmen wir unseren Bindfaden zur Hand und wickeln ihn einige Male (je nach Dicke des Fadens) direkt unterhalb der Verdickung um den Stick. Dieser soll nun als Abstandhalter dienen. Da der Faden weich ist, soll er die weitere Abnutzung auf ein erträgliches Maß reduzieren.
 

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Dabei ist zu beachten, dass wir den Stick nicht bis zum Fuß einwickeln (Abb. 10)! Der Faden soll lediglich als Abstandhalter zwischen der Verdickung und dem Stick dienen (Abb. 11)! Im Endeffekt ist es euch überlassen, wie dick ihr den Abstand macht. Je dicker, desto weniger Spiel wird der Stick haben, doch umso schwerer wird er sich bewegen lassen.

 

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