Shining Force History

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Seite 1: Shining Force auf dem Mega Drive

Shining in the Darkness



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Da ist ja gar kein Force im Namen! Aber nicht nur das, sondern auch vom Rest des Spiels unterscheidet sich der Pionier der Reihe deutlich von den „Force-Spielen“.  Anstatt strategische Kämpfe zu bestreiten, müsst ihr euch in Shining in the Darkness bei rundenbasierten Zufallskämpfen beweisen. Am ehesten kann man diese mit den Scharmützeln des ersten Phantasy Star vergleichen. Somit gibt es natürlich Dungeons, die ihr allesamt aus der Ego-Perspektive durchwandert. Das war für damalige Verhältnisse zwar grafisch ansprechend, allerdings tat das der Übersicht nicht wirklich gut: Oft verlauft ihr euch und findet unter Umständen nicht mehr aus den Kerkern heraus.

 

shining_in_the_darkness_1.pngAuch ein kleines Dorf gibt es. Außer einem Shop, einer Kirche und einer Bar gibt es hier aber nichts zu entdecken. Doch worum geht’s eigentlich?  Bei Shining in the Darkness übernehmt ihr die Rolle des Sohnes von Sir Mortred, der als sehr tapfer gilt und somit einen sehr soliden Ruf genießt. Während ihr die Prinzessin zum sogenannten Schrein der Königin begleitet, verschwindet sie plötzlich zusammen mit dem Vater des Protagonisten.

Nun liegt es natürlich an euch, die beiden zu finden und auszumachen, wer hinter dem ganzen Übel steckt.
Während des Abenteuers sammelt ihr stets neue Hinweise und die Hintergründe der Geschehnisse werden immer klarer. In den daraufhin folgenden Spielstunden werden euch zahlreiche Kämpfe, Massen an bösen Dämonen und viele Dungeons erwarten. Seid ihr stark genug, um ein Shining-Ritter zu werden und das Böse zu zerschmettern???

Alles in allem ist der Titel nur echten Shining-Freaks zu empfehlen, denn die Handlung steht in Verbindung mit der restlichen Storyline – dennoch ist Shining in the Darkness zum Verstehen der Story des Nachfolgers keine Pflicht. Ansonsten muss man leider sagen, dass der Zahn der Zeit sehr deutlich an Shining in the Darkness genagt hat. Trotzdem: Shining Fans müssen den Titel natürlich in ihrer Sammlung haben.




Shining Force I




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Hier ist es also: Das erste richtige Shining Force! Wie bereits angesprochen, müsst ihr hier rundenbasierte, strategische Kämpfe austragen. Auch Zufallsbegegnungen mit dem Feind gehören der Vergangenheit an: Statt an zufälligen Stellen in den Kampfbildschirm zu schalten, finden die Schlachten nun an vorgegebenen Orten statt. Da ihr hier auch eure Charaktere strategisch günstig bewegen müsst, sind die Kämpfe anspruchsvoller und zeitfressender als noch bei Shining in the Darkness.


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Auch der Aspekt Stadterkundung wurde erweitert. Ihr zieht nun von Stadt zu Stadt und diese variieren sowohl vom Aufbau als auch ihrem Aussehen. Gründliche Stadterkundungen zum Finden versteckter Items und Gespräche mit den Bewohnern sind dabei ja nahezu selbsterklärend. Nicht selten kommt es auch vor, dass ihr in den Städten kleinere Logikrätsel lösen müsst. An diesen Stellen sind die Informationen der Dorfbewohner (vorausgesetzt, man spricht mit den richtigen) Gold wert. Meist führen solche kleineren Puzzles zu verborgenen Schätzen, gelegentlich ist das Lösen von Rätseln aber auch für das Vorankommen in der Story notwendig.


Bei genauerer Überlegung wird es übrigens auch klar, weshalb SEGA diese gravierenden Änderungen im Gameplay vorgenommen hat: Da man mit der Phantasy Star-Franchise bereits eine mehr als hochwertige Rollenspielserie am Start hatte, brauchte man eine neue Marke, die gegen Nintendos Fire Emblem bestehen kann – und so sorgte man  damals bei SEGA für eine Generalüberholung der Shining-Serie und legte somit den Grundstein für die meisten Nachfolger.


 

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Aber wo sind nun die Parallelen zum Vorgänger? Hauptsächlich sind diese kosmetischer Natur. Wenn man den Vorgänger kennt, fällt unweigerlich das nahezu unveränderte Charakterdesign auf. Auch die Menüs sind fast genauso wie bei Shining in the Darkness aufgebaut. Das Layout sollte Kennern ebenfalls vertraut vorkommen. Ansonsten ist eigentlich nicht mehr viel beim Alten geblieben, lediglich die Story baut auf dem Vorgänger auf.

Falls man Shining Force ohne jeglichen Storykenntnisse startet, kriegt man die Vorgeschichte kurz und knapp als Vorspann serviert:


„In längst vergessenen Zeiten…
… bekämpfte Licht das Dunkle zur Kontrolle über die Welt.
Der Schwarze Drache führte die Horden des Bösen an.
Die Alten schlugen zurück mit den Kräften des Lichts.
Der Dunkle Drache war besiegt und wurde in eine andere Dimension verbannt.
Der Herr der Dunkelheit aber schwor, in 1000 Jahren zurückzukehren.
Die Zeit verstrich und in all den Jahren geriet der Schwarze Drache in Vergessenheit.
Es herrschten zehn Jahrhunderte des Friedens im Land Rune.
Bis zu jenem Tag, an dem das Königreich Runefaust Krieg und Angst ins Land brachte.
Horden von dunklen Kreaturen verwüsteten das Land.
Doch einige der Guten blieben standhaft…

… und warteten auf den Helden, der die Kräfte des Lichtes handhaben könnte!“


Unterm Strich lief alles wie geschmiert: SEGA schaffte es tatsächlich, einen Fire Emblem würdigen Gegner ins Rennen zu schicken. Dabei ist die SEGA-Variante ein Tick hübscher, aber leider auch etwas anspruchsloser wie die Konkurrenz. Auf der anderen Seite ist aber genau das auch eine große Stärke von Shining Force, denn durch die größere Einsteigerfreundlichkeit und dem insgesamt niedriger angesiedeltem Schwierigkeitsgrad können auch Strategie-RPG-Neulinge das Abenteuer ohne Frust packen.

 


Shining Force II




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Der erste echte Nachfolger ist vielen Spielern als eines der besten Mega Drive Spiele im Gedächtnis geblieben – und das zu Recht. Schließlich haben die Jungs und Mädels von SEGA einiges getan seit dem Erstlingswerk. Zwar fallen echte Neuerungen beim kurzen Anspielen nicht wirklich auf, wer sich allerdings auf das auf über 50 Stunden angelegte Abenteuer einlässt, bekommt eine Fortsetzung allererster Güte geboten.
 

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Die größte Veränderung im Gameplay findet sich im allgemeinen Spielverlauf: Anstatt das Spiel in mehrere Kapitel einzuteilen, habt ihr hier eine offene Spielwelt, wo ihr (die passenden Items vorausgesetzt) überall hingehen könnt. Und nicht nur das, denn falls euch irgendwann einfallen sollte, eine Stelle doch nicht gründlich genug untersucht zu haben, könnt ihr dorthin wieder zurückkehren. Für immer verpasste Gegenstände gehören hier aber ebenso der Vergangenheit an,  wie der Platzmangel im Inventar.
 

In diesem Abenteuer wurde nämlich der unverzichtbare Caravan eingeführt, in dem ihr unbegrenzten Stauraum zur Verfügung habt. Anders als beim Vorgänger sieht man bei Shining Force II nämlich nicht immer nur den Helden über den Bildschirm laufen, sondern auch die Gefolgsleute. Sobald man besagten Caravan sein Eigen nennt, befinden sich alle Kameraden schön brav darin. Wenn mal etwas sein solle, genügt ein simpler Tastendruck vor dem Wagen und schon kann man Items deponieren oder mitnehmen, Charaktere austauschen (wie im Vorgänger können auch hier immer nur 12 Kämpfer gleichzeitig an einer Schlacht beteiligt sein) oder die verschiedenen Statusbildschirme studieren.



Die Story ist an sich zwar recht interessant, kommt aber erst recht spät so richtig in Fahrt. Stattdessen wurde bei Shining Force II mehr Wert in die Motive der Charaktere gelegt. Zwar sollte man bei den Spielfiguren keinen Cloud Strife aus Final Fantasy VII erwarten, aber dennoch kann man sich sehr gut mit ihnen identifizieren. Ein weiterer Unterschied zum ersten Teil ist das optische, sowie klangliche Erscheinungsbild der Spielwelt. Angefangen bei den Charakterportraits bis hin zu den farbenfrohen Umgebungen wirkt hier alles um einiges fröhlicher als ursprünglich. Die neuen Musikstücke unterstreichen die Atmosphäre dabei exzellent.


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Die Liebe zum Detail, mit der SEGA dieses Spiel konzipierte, wird praktisch in jeder Minute deutlich. Aber was heißt das im Klartext? Anstatt euch in simple 0815 Kämpfe zu schicken, stehen dieses Mal unter anderem auch ein Kampf auf einem Schachbrett (ihr verkörpert in diesem Abschnitt geschrumpfte Helden), samt anschließendem Kampf gegen Hausratten (!), statt.

Auch der Schmied hat hier den Einzug ins Shining Force Universum gefunden. Bei diesem lässt sich das gefundene Mithril (meist sehr gut versteckt) gegen Entgelt in sehr mächtige Waffen verwandeln. Wenn wir schon bei Items sind: In ein paar Kämpfen gibt es Schatzkisten mitten auf dem Schlachtfeld, die allerdings nicht geöffnet werden können. Im ersten Teil hatte man neben einer Kiste die Möglichkeit, diese zu öffnen. Das geht hier irgendwie nicht mehr, doch die Lösung für das Problem ist einfach: Es handelt sich dabei um einen Bug. In der originalen japanischen Version konnte man die Kisten öffnen, dieses Feature wurde aber versehentlich nicht auf die europäischen und amerikanischen Versionen des Moduls übertragen.



Die einzigen größeren Kritikpunkte vieler Fans sind einerseits die Story, die sich einfach zu viel Zeit lässt und andererseits das Gefühl, teilweise eher ein Add-On zu spielen. Das liegt an dem eher kleinen grafischen Sprung zum Vorgänger und da es keine grundgelegenen Veränderungen im Gameplay gibt – was aber natürlich nichts schlechtes heißen muss. Im Gegenteil: Lieber gut übernommen als schlecht neu erfunden.

Seite 2: Shining Force auf dem Game Gear

Shining Force Gaiden




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Das Ziel der Entwickler bei diesem Projekt war die Portierung nahezu aller wichtigen Elemente, die den großen Bruder ausmachten. Und man muss sagen, dass man so gut wie alles super gelöst hat und nahezu perfekt an SEGAs Handheld angepasst hat. Die Story ist hier nicht allzu komplex, aber Fans freuen sich darüber, 20 Jahre nach Shining Force erneut die Welt zu retten – und zwar mit den Kindern und Neffen der Helden aus Shining Force. Shining Force Gaiden steht aber trotz dieser Hintergrundstory nicht in direkter Verbindung dazu. Vorkenntnisse werden also nicht zwingend verlangt.

Die Handlung ist zwar nicht ganz frei von Klischees aber der Shining Force Fan wird sich dennoch über die zahlreichen Verbindungen und Anspielungen auf ältere Titel freuen. Außerdem gibt es ein paar interessante Wendungen der Geschichte, die teilweise gar nicht zu erwarten sind. Und es gibt ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten aus Shining Force – mehr als „Domingo-Ei“ sei hier aber nicht verraten ;-) Das Kampfsystem wurde dabei 1:1 übernommen und trotz des kleineren Bildschirms habt ihr in jeder noch so brenzligen Lage alles fest im Griff. Veteranen werden sich sofort wie zu Hause fühlen.

Beim Schlachtfelddesign ist man keine Experimente eingegangen – alle Kämpfe sind sehr strikt und einfach gehalten. Ganz nett ist aber die Idee gleich zu Beginn des Spiels: Ihr seid auf einer Insel gestrandet und müsst euch eure Ausrüstung zusammensuchen. Da muss dann eben alles herhalten und es kann dann schon mal sein, dass ihr mit einer Steinzeitkeule auf die Monster einschlagt!


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Die Grafik ist für Game Gear Rollenspielverhältnisse übrigens absolute Referenz. Seien es die wunderschön detaillierten Kampfhintergründe oder die aufwendig ausgearbeiteten Charaktermodelle – SEGAs Taktik-RPG bringt die Transistoren des Handhelds ordentlich zum Glühen! Ausgiebige Stadterkundungen gibt es hier allerdings nicht. Es folgt also Kampf für Kampf, dazwischen treiben Zwischensequenzen die Handlung voran. Euer Camp ist lediglich mit dem nötigsten ausgestattet, wie schon bei Shining in the Darkness. Aber andrerseits kann man von einem Game Gear-Ableger natürlich nicht dasselbe erwarten wie von einem Mega Drive-Titel.

Einziger Nachteil an der Sache ist, dass Gaiden niemals außerhalb Japans erschienen ist. Wer sich dennoch darauf einlässt, wird zwar dank der kinderleichten Bedienung auf jeden Fall den Abspann sehen, mit ziemlicher Sicherheit aber nichts von der Handlung mitbekommen. Wer die Möglichkeit hat, sollte lieber auf Shining Force CD (englische Texte) zurückgreifen, denn dort ist Shining Force Gaiden enthalten. Doch dazu später dann mehr…


Shining Force Gaiden II



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Der direkte Nachfolger des Handheldspiels. Im Prinzip ist hier alles bis auf die Charaktere und die Handlung identisch zu Teil 1. Das heißt es gibt erneut keine Stadtabschnitte und die Grafik ist so gut wie unverändert. Die Handlung findet zeitgleich mit der des Vorgängers statt, nur steuert ihr dieses Mal ein anders Team.

Das Abenteuer startet kurz nachdem die Helden aus dem ersten Gaiden aufgebrochen sind. Zunächst wissen die neuen Helden nichts von der anderen Gruppe, doch bald lautet das oberste Ziel, die anderen zu finden und gemeinsam den bösen Iom zu bezwingen. Interessant dabei ist, dass die Protagonisten aus Gaiden II nach etwa der Hälfte des Spiels getrennt werden. Von diesem Zeitpunkt an Wechseln sich die Gruppen immer ab und man erlebt die Handlung aus teilweise ganz unterschiedlichen Blickwinkeln.


Doch irgendwann treffen sich die Charaktere wieder und es geht mit vereinten Kräften weiter. Doch damit nicht genug: Gegen Ende des  Spiels treffen sich sogar die Helden beider Abenteuer (Gaiden I und II) und vernichten das Böse gemeinsam. Soviel zur Handlung und dem Spielablauf. Wie bereits gesagt ist ansonsten alles weitgehend beim Alten geblieben. Schön ist, dass es dieses Mal frische Charakterklassen ins Spiel geschafft haben – so kann man in diesem Abenteuer zum Beispiel mit einem Ninja oder einem Samurai losziehen.

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Die Kämpfe laufen natürlich auch alle nach bewährtem Muster ab aber SEGA hat sich ein paar nette Challenges in den Kämpfen ausgedacht. So gibt es zum Beispiel einen Kampf, bei dem eine Statue ununterbrochen auf eure Truppe feuert. Nur vereinzelt gibt es Deckungsmöglichkeiten.

Wem das ganze vertraut vorkommt: im ersten Shining Force gab es einen Kampf, bei dem ein Laser-Auge auf euch gefeuert hat. Der Statuenkampf ist im Prinzip nichts Neues aber trotz allem bleibt das Konzept spannend. Somit werdet ihr ständig auf einige bereits bekannte Elemente stoßen, die aber immer mit etwas neuem verfeinert wurden und euch somit eine grandiose Schlacht nach der anderen bescheren.

Grafisch wurde fast nichts verändert. Das muss aber nichts schlechtes heißen, denn der Vorgänger zählte ja bekanntlich mit zu dem Besten, was das Game Gear zu bieten hatte. Dennoch gibt es einige neue Hintergründe und Animationen, so dass das Abenteuer trotz allem frisch bleibt. Schön bei diesem Teil ist, dass der Titel zumindest in den USA erschienen ist – somit gibt es hier zumindest keine Sprachbarriere. Allerdings sollte man auch hier eher zu Shining Force CD greifen, denn Gaiden II ist dort ebenfalls enthalten.


Shining Force Gaiden III



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Nachdem Fans die ersten beiden Game Gear-Episoden nochmals in neuem Glanz auf SEGAs CD-Konsole erleben durften, wurde der dritte Teil der Handheld-Reihe nachgerückt – allerdings erneut nur auf Japanisch. Es sei aber erwähnt, dass es eine englische Übersetzung im Internet gibt! Davon abgesehen stellte Teil 3 für viele Spieler das Beste aller Gaidens dar.

Das Gameplay wurde zwar ohne irgendwelche Änderungen übernommen aber einen großen Reiz stellte die Story mitsamt dem Setting dar. Die Handlung stellt nämlich das Bindeglied zwischen den beiden Mega Drive-Titeln Shining Force und Shining Force II dar. Dass man dabei auf zahlreiche bekannte Gesichter stößt, dürfte wohl klar sein. Auch bekannte Schauplätze bekommt ihr vor die Linse.

 

Und genau hier haben wir ein großes Problem von Final Conflict. Während man bisher relativ gut ohne irgendwelches Hinergrundwissen jeden einzelnen Teil der Reihe verstanden hat, ändert sich das hier. Die Story erschließt sich eigentlich nur demjenigen, der Shining Force (Mega Drive) vorher durchgespielt hat. Da die ersten beiden Gaidens einen anderen Handlungsstrang verfolgen, müsst ihr diese jedoch nicht zwingend gespielt haben. Doch inwiefern trägt das Fachwissen zum Verstehen der Handlung bei?

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Einerseits baut die Geschichte auf dem Tod des schwarzen Drachen aus Shining Force auf, anderseits wird man einige Handlungen der Charaktere ohne dieses Wissen vermutlich nicht so richtig nachvollziehen können.

Da Final Conflict chronologisch gesehen vor den Ereignissen von Shining Force II  spielt, muss man diesen Teil natürlich nicht kennen. Dennoch ist es sehr interessant zu sehen, wenn man auf NPCs oder Locations stößt, die später bei Shining Force II erneut eine Rolle spielen. So trifft man bei Final Conflict beispielsweise auf Hawel, dem Meister von Kazin aus Shining Force II. Solche Details sind es, die die Spielwelt lebendig erscheinen lassen und einen immer wieder zum Handheld greifen lassen.

Zum Spielablauf gibt es wie schon bei Gaiden II nicht allzu viel zu sagen. Städte können leider immer noch nicht erkundet werden, die Kämpfe bestehen immer noch aus größtenteils bekannten Elementen und die Liebe zum Detail ist erneut sehr hoch. Die Grafik wurde dabei erneut leicht aufgepäppelt. Außerdem erfreuen zahlreiche aus Shining Force II bekannte Musikstücke das Zocker-Ohr. Insgesamt ein absolutes Muss für alle Shining Force-Fans!

Seite 3: Shining Force auf dem Mega CD

Shining Force CD



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Es wurde bereits angedeutet, hier nun die Erklärung: Shining Force CD setzt sich zusammen aus den beiden ersten Gaidens (Game Gear) und einer vollkommen neuen Episode. Die beiden Game Gear Titel wurden also von der Grafik und dem Sound auf Mega CD Standard aufgebohrt, um ein neues Abenteuer bereichert und dann auf CD gepresst.

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Shining Force Gaiden: Final Conflict befindet sich leider nicht mit auf der Silberscheibe. Das klingt natürlich erst mal nach Abzocke, entpuppt sich aber doch als äußerst lohnende Investition. Denn erstens könnt ihr das erste Gaiden hier erstmals in Englisch spielen und zweitens geht der Umfang für das Gesamtpaket absolut in Ordnung, wenn auch die neue Episode nicht wirklich lange ist.
 

Insgesamt solltet ihr gut 30 Stunden für alles einplanen. Rein inhaltlich gibt es keine Änderungen im Vergleich zu den Originaltiteln. Ihr bekommt also sowohl die altbekannte Story, als auch die gleichen Charaktere aufgetischt. Schlimm ist das aber nicht, denn die alten Gameplayelemente haben nichts von ihren einstigen Charme verloren.

Nicht zu vergessen ist, dass es auch noch eine dritte, neue Episode gibt. Die ist zwar recht kurz, dafür aber umso besser.
Auch die Grafik kann sich wahrlich sehen lassen, denn diese orientiert sich an Shining Force II, insgesamt wirkt das Spiel aber sogar noch ein bisschen hübscher. Das macht sich besonders bei den detaillierten Kampfbildschirmen bemerkbar.  Was viele Fans zu bemängeln hatten, war, dass es hier keine Stadtabschnitte gab. Ihr habt ein Camp mit einem Hauptquartier und einem Laden – das war es.

Erkundung? Fehlanzeige! Es folgt ein Kampf nach dem anderen, zwischen den Schlachten wird die Story in Form von Dialogen erzählt. Nichtsdestotrotz fanden viele Spieler gerade das gut, da es keine Rätsel & co. gab, die am Vorankommen hinderten. Ihr erlebt wie gehabt die Handlungen der beiden Handheldspiele erneut und dürft dann sogar in einem dritten Abenteuer, das direkt dort beginnt, wo Teil 2 endete, weiterspielen. Das überzeugt spielerisch mit ein paar netten Einfällen, ist allerdings mit gerade einmal sechs Kämpfen nicht wirklich umfangreich. Dort müsst ihr dann unter Anderem gegen euer eigenes Team in Schattengestalt kämpfen.

Als kleinen Bonus dürft ihr nach dem Abschließen der drei Storys nochmal gegen alle Oberfieslinge auf einmal antreten. Außerdem befinden sich alle Musikstücke als einfache Audiodateien auf der CD – abspielbar auf handelsüblichen CD-Playern. Beileibe keine Selbstverständlichkeit!

Seite 4: Shining Force auf dem SEGA Saturn

Shining Wisdom



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Nachdem Spieler die ganzen Jahre über mit Strategie-Titeln versorgt wurden, ging Shining Wisdom wieder in eine andere Richtung. Am ehesten lässt sich das Spiel als Zelda-Klon beschreiben. Obwohl das etwas Neues für die Serie war, machte der Titel sehr viel Spaß – vorausgesetzt, ihr habt ihm eine Chance gegeben.

Denn der Einstieg erweist sich als recht zäh und man braucht einiges an Einarbeitungszeit. Lässt man sich darauf ein, bekommt man einen guten Doppelgänger der grünen Zipfelmütze, allerdings erreicht das Spiel zu keinem Zeitpunkt die Komplexität oder Genialität des Vorbilds.


Somit ist der Ablauf des Spiels ja eigentlich schon geklärt. Ihr seid einen Großteil des Spiels in Städten unterwegs und könnt dort nach versteckten Items suchen, mit den NPCs plaudern – das Übliche eben. Ansonsten verbringt ihr die meiste Zeit damit, euch durch Dungeons zu schlagen. Dort gilt es, die Monster zu besiegen, die Fallen zu umgehen und Rätsel zu lösen.

Schön bei Shining Wisdom ist die Verbindung zur restlichen Shining-Saga:  zum Einen dürfte Fans der Kontinent Parmecia ein Begriff sein. Dort spielt zum Beispiel auch die Handlung von Shining Force II oder III. Zum Anderen trefft ihr im Spielverlauf auf zwei bekannte Gesichter: Die von Kazin und Sarah (beide aus Shining Force II). Wer allerdings die amerikanische Version spielt, sollte gewarnt sein. Durch schlampige Übersetzung wurden da die Namen in Parn und Sara geändert – ebenso wie Parmecia in Palacia.

Grafisch ist Shining Wisdom ganz nett, aber keinesfalls herausragend. Und da Shining Wisdom komplett in 2D daherkommt, kann der SEGA Saturn natürlich nicht zeigen, was in ihm steckt. Prinzipiell sieht Wisdom also wie die Mega Drive Spiele aus (mitsamt der leicht isometrischen Perspektive). Doch die Charaktere und Objekte in der Spielwelt sehen dank höherer Auflösung um einiges detaillierter aus. Zudem sind die Animationen einfach nur herrlich und egal wie viel Action auf dem Bildschirm los ist: Shining Wisdom bleibt flüssig. Fans werden mit ziemlicher Sicherheit ihre Freude haben, nicht zuletzt auch, da ihr auf alte Bekannte stoßt und sich die Handlung in die restliche Storyline der Shining-Saga einfügt.


Shining the Holy Ark



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ark_1.jpgErneut ein Shining-Abenteuer, das ohne Strategieelement daherkommt. Genauer gesagt orientiert sich der Titel wieder am Pionier der Serie, Shining in the Darkness. Das heißt ihr durchwandert erneut zahlreiche Dungeons aus der Ego-Perspektive. Gekämpft wird somit wieder rundenweise, vergleichbar mit Phantasy Star.

Einer der größten Stärken dieses Teils ist die fantastische Atmosphäre: Jedes Mal, wenn ihr euch durch die abwechslungsreiche Locations bewegt, macht sich ein besonderes Mittendrin-Gefühl bemerkbar.

 

Verantwortlich ist neben der tollen Spielwelt dabei besonders der grandiose Soundtrack. Wer einmal in die Welt von Shining the Holy Ark eintaucht, wird so schnell nicht mehr wieder kommen. Zeitlich entfernte man sich von den alten Geschichten (Shining Force, Shining Force II, etc.) und machte Platz für einen neuen Handlungsstrang. Wann genau der Titel spielt ist unklar, außerdem gibt es keine konkreten Anspielungen auf vorherige Teile.

Was aber sicher ist, ist die Tatsache, dass das Spiel die Vorgeschichte zu Shining Force III erzählt - es spielt nämlich zehn Jahre davor. Dabei werdet ihr natürlich Charaktere treffen, die im dritten Shining Force noch größere Rollen haben werden. Wer sich also auf den dritten Teil der Hauptreihe einlassen will, sollte Shining the Holy Ark auf jeden Fall durchspielen – Plicht ist das aber nicht, da die Kernhandlung von Holy Ark in Shining Force III schrittweise erläutert wird. Besser ist es aber natürlich allemal.
 

ark_2.jpgIn Sachen Grafik ist Holy Ark ein zweischneidiges Schwert: Während die Effekte größtenteils toll aussehen und überzeugen, lassen Texturen oft zu wünschen übrig. Dazu kommt noch, dass solche Patzer aufgrund der Ego-Perspektive natürlich stärker ins Gewicht fallen.

Unschön sind teilweise auch die eher holprigen Animationen. Was aber stimmt ist der Gesamteindruck – und der ist nun mal das Wichtigste. Alles wirkt wie aus einem Guss, was nicht zu Letzt auch an dem harmonischen Zusammenspiel mit dem grandiosen Soundtrack liegt. Insgesamt also ein tolles Spiel, das besonders in den Punkten Atmosphäre und Story überzeugen kann.
 
 


Shining Force III



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sc1_1.jpgShining Force III ist mit drei einzelnen Spielen die mit Abstand größte Episode der Franchise. Davon ist allerdings nur die erste in Europa erschienen, die restlichen zwei blieben den Japanern vorenthalten. Und selbst wenn man sich diese importierte, gab es immer noch ein weiteres Problem: die Sprachbarriere. Die Parts 2 und 3 sind nämlich nur in japanischer Sprache erhältlich.

Das ist aus dem Grund tragisch, da die Story zusammengehört und jedes Spiel einen Teil darstellt, die sich dann am Ende alle zu einem Puzzle verbinden. Aber hier geht es jetzt erst mal um Scenario 1, welches hierzulande erschienen ist und somit mit englischen Textboxen daherkommt. Die ganze Handlung dreht sich um die beiden Fraktionen Imperium und Republik.

 

Man selbst schlüpft in die Stiefel des jungen Adligen Synbios, der sich zu der letztgenannten Gruppe zählt. Zwischen den beiden Fraktionen liegen schon seit längerem Spannungen in der Luft, doch als der imperiale Kaiser am Tag der Friedenskonferenz entführt wird, fällt der Verdacht auf Synbios und ein noch größerer Konflikt scheint unvermeidlich. Synbios muss fliehen. Auf eurer langen Reise durch das ganze Land werdet ihr auf Unmengen von neuen Mitstreitern stoßen, eine Vielzahl an packenden Kämpfen bestreiten und letztendlich immer tiefer in die Spielwelt tauchen. Stets auf den Fersen ist euch Prinz Medion vom Imperium, der Rache an Synbios und der Republik will. Mit der Zeit entsteht allerdings eine tiefe Freundschaft zwischen Synbios und Medion und sie stellen fest, dass sie gegen einen gemeinsamen Feind kämpfen…
 

sc1_3.pngAbsolut innovativ ist hier das "Verlinkungssystem". Mit dessen Hilfe werden eure getroffenen Entscheidungen in die anderen Spiele übertragen. Das war damals eine absolute Neuheit. Doch dazu dann mehr bei Scenario 2. Es ist schwer, an diesem Epos größere Kritikpunkte zu suchen. Von den Charakteren, über die Story bis hin zum Gamedesign wirkt hier alles wie aus einem Guss.

Einziger Wermutstropfen besteht darin, dass ihr nur ein Drittel des Ganzen spielen, bzw. verstehen könnt. Wer will schon nur den Anfang einer Trilogie erleben? Aber selbst wenn ihr auf die beiden Nachfolger verzichtet, spielt Shining Force III in einer eigenen Liga.
Ein Meisterwerk!




Shining Force III - Part 2



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sc2_1.bmpWer etwas über die Story des zweiten Teils der Shining Force III Saga erfahren möchte, geht einfach einen Absatz nach oben. Die Handlung ist nämlich genau dieselbe wie in Scenario 1, nur dass ihr dieses Mal alles aus der Sicht von Prinz Medion erlebt. Das ist unglaublich motivierend, da ihr hier dann erst erfahrt, wie genau ein bestimmtes Ereignis denn eigentlich ausgelöst wurde.

Spielerisch hat sich so gut wie nichts getan. Auf der optischen Seite kriegt ihr den ein oder anderen neuen Effekt aufgetischt, musikalisch wissen einige neue Stücke zu überzeugen und neue Charakterklassen (zum Beispiel ein Panzer oder ein Junge, der Monster manipulieren kann) sind ebenfalls mit an Bord. Ebenfalls gelungen ist die Möglichkeit mit einem abgeschlossenen Spielstand aus Scenario 1 ein neues Spiel zu beginnen. Falls ihr das macht, haben eure getroffenen Entscheidungen beim Vorgänger Auswirkungen auf die Geschehnisse von Scenario 2.
 

Doch wie genau funktioniert das? Nachdem ihr Scenario 1 beendet habt, könnt ihr euren Spielstand speichern. Das solltet ihr auch unbedingt machen, denn wenn ihr nun ein neues Scenario 2 Spiel startet, werdet ihr gefragt, ob die Geschichte auf diesem Spielstand basieren soll. Falls ihr das macht, beeinflußen eure getroffenen Entscheidungen aus dem Vorgänger den Spielverlauf des neuen Spiels.

sc2_2.bmpDas heißt, dass beispielsweise Kisten, die in Teil 1 geöffnet wurden, hier natürlich auch leer sind, denn ihr besucht einige Schauplätze aus Scenario 1 hier erneut. Ihr habt bei Scenario 1 einen kleinen Jungen von seinen Fesseln befreit? Dann wird er euch hier im Gegenzug weiter helfen! Das sind nur wenige der zahlreichen Beispiele. Dieses Feature macht die Shining Force III Reihe nicht nur äußerst interessant, sondern erhöht auch den Wiederspielwert ungemein.
 

 Alles in allem fällt es auch hier schwer, Gründe zum Meckern zu finden – im Prinzip sind es aber dieselben wie beim ersten Teil: Die Sprachbarriere und das Gefühl, nur einen Bruchteil des ganzen zu erleben.

Hier sei aber noch mal kurz erwähnt, dass man die Story der japanischen Teile zwar nicht verstehen wird, man das Spiel aber auf jeden Fall ohne Probleme spielen kann. Es gibt hier nämlich keine ewig langen Textwüsten. Alles ist sehr einfach mit einer simplen Symbolsteuerung zu handhaben. Wer schon mal ein anderes Shining Force gespielt hat, wird sich sowieso innerhalb von zehn Minuten wie zu Hause fühlen. Deshalb sollten alle Spieler die gesamte Trilogie spielen. Es lohnt sich wirklich!


Shining Force III - Part III



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sc3_1.bmpBeim letzten Ableger der Trilogie steuert ihr den Soldaten Julian, der bereits aus den vorherigen zwei Teilen bekannt ist. Zeitlich spielt das Trilogiefinale allerdings nicht erneut parallel zu den anderen Abenteuern – hier wird die Story fortgesetzt.

Eingeteilt wird der dritte Part erneut in sechs Kapitel, wobei zeitlich gesehen die gemeinsamen Endsequenzen der beiden ersten Teile hier im vierten Kapitel stattfinden. Ab Kapitel fünf geht es dann mit großen Schritten auf die finale Konfrontation und das absolut herausragende Storyende zu.

 

Gegen Ende des Spiels trefft ihr übrigens auf Synbios und Medion mitsamt deren Streitmächte, die, ein Savefile von Scenario 2 vorausgesetzt, auch die gleichen Statistiken wie in ihren eigenen Abenteuern haben werden. Wenn sich Synbios am Ende von Scenario 1 auf Stufe 19 befand, wird er es hier auch sein.

Dasselbe gilt übrigens auch für gesammelte Gegenstände. Im Klartext heißt das also, dass ihr eure komplette Streitmacht und Ausrüstung, die ihr während allen drei Spielen gesammelt habt, hier zur Verfügung stehen habt. Dasselbe gilt auch für eure Moneten: Die drei Helden legen alle zusammen, sodass ihr gute Chancen habt, (virtueller) Millionär zu werden.

 

sc3_2.jpgTrotz all dieser tollen Dinge ist Scenario 3 nicht fehlerfrei. Dabei handelt es sich allerdings nicht um irgendwelche Designschwächen, sondern um einen gravierenden Programmierfehler: Falls ihr zu den richtigen Fans gehört, die von Scenario 1 an mit dem "Verlinkungssystem" das Epos erlebten, habt ihr womöglich großes Pech. Sollte sich Garosh, ein Bogenschütze, den man in Scenario 1 vor dem Tod retten konnte, in eurem Team befinden, werdet ihr euer blaues Wunder erleben, sobald er Level 21 erreicht. Von dort an bekommt er für eine Levelerhöhung nicht etwa mehr Hit Points dazugeschrieben, sondern bis Stufe 30 welche abgezogen!

Trotzdem ist seine Lebensenergie bis dahin so tief gesunken, dass er unbrauchbar wird. Dieser Bug ist natürlich unglaublich ärgerlich. Umso erfreulicher ist es, dass es so viele tolle Fans gibt, die Abhilfe schafften: Ein fleißiger Programmierer hat nämlich eine Software erstellt, mit der man die Statistiken seiner Charaktere beliebig verändern und somit den Bug indirekt umgehen kann. Diese Software ist völlig kostenlos, funktioniert allerdings nur, wenn man das Spiel via Emulator daddelt. Hier kommt ihr immer an die aktuelle Version des sogenannten Savefile Editors: Klick hier

Wer an den beiden Vorgängern Gefallen fand, wird auch den dritten Teil mögen. Sein ganzes Potenzial entfacht Shining Force III aber nur als eine Einheit, also mit allen drei Spielen der Shining Force III Trilogie.




Shining Force III - Premium Disc



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pd_2.jpgDie Premium Disc ist kein richtiges Spiel. Es handelt sich dabei eher um eine Dreingabe für die echten Fans. Es befinden sich Interviews, Fotos, Trailer, 3D-Modelle aller Charaktere und ähnliches darauf. Als Bonus gibt es noch einen Challenge-Modus, in dem ihr gegen Dämonen aus allen möglichen Shining-Spielen (u.a. Darksol) antreten könnt.

Interessant ist auch, wie man damals an ein Exemplar gekommen ist: Wer im Besitz aller drei Scenarios war, konnte gegen den Tausch der Spine-Cards (kleine Karte, die jedem japanischen Saturn-Titel beiliegt) die Premium Disc ordern. Heute liegt der Versteigerungspreis bei dreistelligen Beträgen. Die Premium Disc ist wie auch schon die Scenarios 2 und 3 komplett in Japanisch gehalten und nicht offiziell im deutschsprachigen Raum erschienen.

 

Da die Premium Disc den krönenden Abschluss der glorreichen Shining Force III Ära darstellt, ist hier die passende Stelle, eine Information zu verkünden, die wohl viele, aber beileibe nicht alle wissen. Es ist nun mal leider so gekommen, dass SEGA aus finanziellen Gründen alle Shining Force III Titel ab Scenario 2 nie außerhalb Japans veröffentlichte. So tragisch das auch ist, gibt es einige treue Anhänger der Serie, die eine englische Übersetzung in Form eines Patches veröffentlichten. Alle Spiele wurden bereits fast vollständig übersetzt und werden nun laufend aktualisiert. Wer der englischen Sprache mächtig ist, sollte dieser Website mal einen Besuch abstatten und schleunigst seine CDs patchen: http://sf3trans.shiningforcecentral.com

Seite 5: Shining Force auf dem GBA

Shining Soul


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Nach ihrer langen Auszeit meldete sich die Shining-Marke im Jahre 2003 mit Shining Soul zurück. Das Spiel folgt dabei der Shining-Storyline und man begegnet auch einigen alten Bekannten wieder. Allerdings ist der Plot fehlerhaft und mit einigen Logiklöchern versehen – kein Wunder, denn schließlich haben Camelot, die Erfinder der Serie, hier nicht mitgewirkt. Das Gameplay lässt sich am ehesten mit dem aus Phantasy Star Online vergleichen: bei Shining Soul seid ihr nämlich auch immer mit einem 4-Mann-Trupp unterwegs und kämpft in bester Echtzeitmanier gegen die Schergen des schwarzen Drachens.
 

Ihr könnt euch also am Anfang des Spiels einen Kämpfer aussuchen und diesen sogar leicht anpassen – das beschränkt sich allerdings auf eine simple Farbwahl und die Bestimmung des Namens. Für das Besiegen von Gegnern erhaltet ihr wie eh und je Erfahrungspunkte, mit denen ihr eure Fertigkeiten aufwerten könnt und somit letztendlich immer stärker werdet.
 

Übrigens befindet sich auf dem Modul auch ein Multiplayer für bis zu vier Spieler. Dieser Modus ist über die Link-Kabel Funktion spielbar. Am Spielprinzip selbst ändert sich auch im Mehrspieler Teil nichts, allerdings ist es im Großen und Ganzen doch spaßiger mit drei Freunden loszuziehen. Der Titel selbst hat somit keinerlei herausragende Spielelemente und daher bleibt unterm Strich leider nur ein nettes Action-RPG, von dem vor allem Fans enttäuscht sein werden. Dank des spaßigen Multiplayers ist der Titel aber durchaus einen Blick wert.



Shining Soul II




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Im Jahr 2004 bekam die gerade frisch geborene neue Marke Shining Soul einen vollwertigen Nachfolger. Im Prinzip handelt es sich hierbei um ein ganz gewöhnliches Sequel, wie jedes andere auch. Es gibt ein paar kleinere neue Features (ihr habt jetzt z.B. acht spielbare Charaktere) und Veränderungen im Gameplay - insgesamt muss man die Neuerungen aber mit der Lupe suchen. Auch wenn sich das jetzt alles so anhört, als sei Shining Soul II kein gutes Spiel, stimmt das nicht ganz.

shining_soul_II.jpgZum Einen muss man sich vor Augen halten, dass auch der Vorgänger nicht gerade ein absoluter Top-Titel war. Zum Anderen sind die Neurungen zwar nicht gerade vielzählig, dafür aber umso sinnvoller. Wenn man das Spiel aus diesem Blickwinkel betrachtet, wird klar, dass Shining Soul II im Vergleich zum ersten Teil sehr gut abschneidet – und das ist beileibe keine Selbstverständlichkeit.

So ist zum Beispiel die Spielwelt deutlich größer oder die Dungeons um einiges komplexer als zuvor. Dann gibt es noch viele einzigartige Items zum Sammeln und Unmengen an versteckten Schatzkisten. Der Rest ist weitgehend gleich geblieben. Somit metzelt ihr euch mal wieder durch Monsterhorden und vermöbelt am Ende einer Stage den Oberboss. So einfach das auch klingen mag: Die Scharmützel machen echt süchtig.

Nach einer Weile ist die Luft allerdings draußen und man wünscht sich nichts seliger als etwas mehr Abwechslung. Shining Soul II ist deshalb wie auch schon sein Vorgänger kein Paradebeispiel für langanhaltenden Spielspaß, wer es aber unbedingt haben will, macht keinen Fehlkauf. Somit ist der Titel besser als sein Vorgänger, zum Topspiel reicht es aber trotzdem bei weitem noch nicht aus.


Shining Force - Auferstehung des schwarzen Drachens




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Shining_Force_Auferstehung_des_schwarzen_Drachen.pngNach den beiden eher mageren Soul-Kapiteln gönnte SEGA den Fans wieder ein hochwertiges Abenteuer – und was erfreut den eingefleischten Fan schon mehr, als ein ordentliches Remake? Wir haben es hier also mit der restaurierten Version des ersten Shining Force zu tun.

Dabei kann man guten Gewissens sagen, dass die Auferstehung des schwarzen Drachens zeigt, wie ein vernünftiges Remake auszusehen hat: die Grafik wurde komplett überarbeitet und so auf GBA-Niveau gebracht, ohne jedoch etwas vom alten Charme einzubüßen. Dasselbe gilt für den Sound: Die alten Stücke blieben unverändert, erklingen aber dank des Soundchips des GBA in neuem Glanz.

Spielerisch blieb grundsätzlich alles beim Alten, allerdings gab es ein paar Neuerungen im Gameplay. Diese stellen aber eine eindeutige Bereicherung dar und wirken nicht aufgesetzt. So gibt es drei neue spielbare Charaktere und es wurde ein zweiter Handlungsstrang, der parallel mit dem eigentlichen verläuft, eingebaut. Ebenso könnt ihr im Laufe des Spiels magische Karten sammeln, die Mawlock (einer der neuen Charaktere) zu euren Gunsten einsetzen kann.
Die größte Neuerung stellt nach wie vor der neue Handlungsstrang dar. Wie auch schon auf dem Mega Drive ist Shining Force in insgesamt acht Kapitel eingeteilt.

Shining_Force_Auferstehung_des_schwarzen_Drachen_2.pngAm Ende der ersten drei Kapitel gibt’s jetzt allerdings den neuen Epilog. In diesem Epilog erfahrt ihr immer, was am anderen Ende der Welt zeitgleich zum Hauptstrang passiert. Das Ganze ist aus der Sicht von Prinzessin Narsha (einer der neuen Charaktere) geschildert, die mit ansehen muss, wie ihr Vater, König Ramladu, vom finsteren Darksol einer Gehirnwäsche unterzogen wird.

Narsha flieht mit dem Ziel die Shining Force zu treffen und wird auf ihrer Reise tatkräftig von Mawlock und Zuika (die anderen beiden Neuen) unterstützt. In jedem der drei Epiloge gibt’s ein bisschen Story und jeweils einen Kampf. In Kapitel vier trifft Narsha’s Truppe dann schließlich die Shining Force. Von dort an geht es wie im Original weiter – nur eben mit mehr Schlagkraft!

Und trotzdem bevorzugen viele Fans nach wie vor die Mega Drive Variante. Das liegt zum einen an der düstereren Atmosphäre des Originals (das Remake kommt dank hellerer Farbwahl deutlich kindlicher daher) und zum anderen an nostalgischen Gründen.

Seite 6: Shining Force auf dem PlayStation 2

Shining Tears


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Mit Shining Tears kommt ein weiterer Serienableger ohne ein Force im Titel. Der Name des Spiels kommt der Wahrheit dabei ziemlich nahe – und das in zweierlei Hinsicht. Zum einen lässt das fehlende Force es schon vermuten: mit der ursprünglichen Serie hat dieses Spiel nicht mehr viel gemeinsam.

Zum andern sind Tears bei diesem Stück Software Programm: Manch ein großer Fan wird mit Sicherheit weinen. Darüber weinen, was aus der eigentlich so beliebten Serie geworden ist.

Spielerisch müsst ihr andauernd die gleichen ermüdenden Hack 'n Slay Passagen mit leichtem Taktikelement bestehen. Immerhin sieht der Cell-Shading-artige Grafikstil ganz putzig aus. Ein recht guter Einfall ist der sogenannte Advanced Mode. Wenn ihr das Spiel zum ersten Mal beendet habt und im Spielstand-Auswahlbildschirm das abgeschlossene Spiel wählt, könnt ihr zwischen „Normal“ und eben dem „Advanced“ Mode wählen. Entscheidet ihr euch für letzteres, sind eure Gegner deutlich stärker und das Spiel wird anspruchsvoller. So ein Modus tut dem Wiederspielwert natürlich grundsätzlich immer sehr gut, allerdings sei es mal dahingestellt, ob es wirklich zu einem zweiten Durchgang kommen wird…

Wer Shining Tears dennoch haben will, muss zum Importhändler, denn in Europa ist der Titel nie erschienen. Allerdings sollten sich das besonders Fans dreimal überlegen, wenn sie keine Lust dazu haben, im Nachhinein bitter enttäuscht zu werden.


Shining Force Neo




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Nach dem eher schwachen Shining Tears folgte mit Shining Force Neo der nächste Tiefpunkt der Serie – besonders wieder einmal für Fans. Mit der ursprünglichen Serie hat Neo nämlich in etwa so viel, wie GZSZ mit einer tiefgründigen Handlung, zu tun.

Von Taktikelementen ist hier ebenso wenig zu sehen, wie von einer interessanten Story. Stattdessen kriegt ihr langweilige Hack 'n Slay-Kämpfe und eine lauwarme Handlung spendiert. Dennoch konnte der Titel einen soliden Fankreis aufbauen – trotzdem ist es fraglich, ob das wirklich die Art von Spiel ist, die die meisten Fans wollen.
 

Die Handlung ist schnell erzählt. Ihr seid ein junger Mann, der frisch zum Ritter geschlagen wurde. Kurzerhand werdet ihr von eurem Vater auf eure erste Mission geschickt. Böse dunkle Portale sind es dieses Mal, die den Frieden zu stören versuchen. Aus diesen Toren fallen miese Monsterhorden in kleinere und größere Dörfer ein und es ist an euch, dem ganzen Übel ein Ende zu bereiten. Spielerisch kriegt ihr nichts Neues geboten, allerdings wissen hübsche Animationen und durchgehende Sprachausgabe zu überzeugen. Das Spiel ist leider nicht in Europa erschienen. Der Import aus Japan oder den USA ist somit die einzige Möglichkeit, ein Exemplar zu ergattern.



Shining Force EXA




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Hierbei handelt es sich um den direkten Nachfolger von Neo – das ist auch unverkennbar, da das Spiel vom Design und der Aufmachung her kaum anders als der Vorgänger ist. Nach all den actionlastigen Shining Force Ablegern der letzten Jahre stellte EXA für viele Fans mehr oder weniger den Tropfen dar, der das Fass zum überlaufen brachte.

Battle2.jpgWarum? Weil alle Anhänger der Marke seit Shining Force III sehnsüchtig auf ein traditionelles Taktik-RPG warten. Da fragt man sich schon manchmal, ob die ganzen SEGA Mitarbeiter aus der Planungsabteilung Sadisten sind, die den Fans eins reinwürgen wollen. Da es aber nichts bringt, sich aufzuregen, erfahrt ihr im folgenden Absatz, was jene Spieler erwartet, die sich dennoch auf das Rollenspiel einlassen.

Es hat sich nicht viel getan am wesentlichen Gameplay, allerdings hat man dieses Mal deutlich mehr Wert auf Teamwork gelegt. Ihr müsst also kontinuierlich mit euren NPC-Kamerdaden zusammenarbeiten, sonst beißt ihr schnell ins Gras. Außerdem nehmen die Schlachten hier deutlich größere Ausmaße an – oft seht ihr vor lauter Feinden die eigene Figur nicht und ihr bekommt es mit einem weiteren Dämon zu tun: dem Bildratenzusammenbruch! Abschließend sei noch gesagt, dass viele Areale denen aus Neo verblüffend ähnlich sehen. Haben wir da etwa dreistes Recycling? Solche Momente (von denen es leider nur so wimmelt) sind es, die EXA lediglich in die Mittelklasse Schublade befördern - schade.  

Wer also an Neo Gefallen fand, wird sich auch hier zu Recht finden. Wer aber enttäuscht war, sollte auch hier einen großen Bogen herum machen. Wie auch schon vom Vorgänger gibt es von EXA leider keine europäische Fassung.


Shining Wind




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Und schon wieder eine Fortsetzung. Dieses Mal handelt es sich um den Nachfolger von Shining Tears. Somit geben sich die Hauptcharaktere aus Shining Tears hier ebenfalls ein Stelldichein. Außerdem könnt ihr euch einen Partner aussuchen, der euch auf eurem Abenteuer begleitet. Die Wahl ist sehr wichtig, da euch je nach Partner andere Fähigkeiten zur Verfügung stehen.

Shining_Wind_Grande_04pe.jpgWährend ihr die Beziehung zu einem Partner festigt, steigt dabei auch die Stärke der entsprechenden Angriffe und Zauber. Darüber hinaus setzen die Gegner dieses Mal vermehrt auf Zusammenarbeit und greifen somit meist im Team an.

Der insgesamt putzige und somit eher kindliche Stil wurde beibehalten und auch so kommt einem alles sehr vertraut vor. Wie auch bei den meisten Fortsetzungen der letzten Jahre gilt auch hier: Wer den Vorgänger (also in diesem Fall Shining Tears) mochte, wird auch diesen Teil mögen. Dass der Titel aber so gut wie nichts mehr mit der traditionellen Serie gemeinsam hat, sollte allerdings jedem Käufer klar sein. Anders als der Erstling, der auch in den USA veröffentlicht wurde, ist Shining Wind Japan-Exklusiv.

Seite 7: Shining Force auf dem Nintendo DS

Shining Force Feather


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Bei Shining Force Feather handelt es sich um den ersten Shining-Titel mit strategischen, rundenbasierten Kämpfen seit zehn Jahren (das Remake von Shining Force nicht mitgerechnet). Das heißt, ihr beobachtet das Geschehen wie bei den alten Teilen aus einer leicht isometrischen Perspektive und spielt so rundenweise.

shining_force_feather.pngUnd dennoch lässt der Titel keine Shining Force Atmosphäre aufkommen. Zum einen will sich die Story nicht so recht beim klassischen Stammbaum einfügen, zum anderen lässt die extrem Anime-artige Optik nicht viel Spielraum, sich an die Klassiker zu erinnern. Natürlich war die Vorfreude bei den meisten Fans riesig, doch dadurch war die Enttäuschung im Nachhinein nur umso größer.

Doch woran lag es genau, dass Shining Force Feather trotz klassischer Elemente nicht so richtig von der Fangemeinde aufgenommen wurde? Zwar ist der Titel prinzipiell so wie die Klassiker aufgebaut, ein langjähriger Fan wird aber merken, dass etwas fehlt. Das liegt vermutlich in erster Linie an der extrem starken Anime Aufmachung. Zwar hatten einige Elemente älterer Serienableger auch den ein oder anderen Manga Hauch (z.B. die Charakterportraits) aber hier ist es doch recht übertrieben dargestellt. Wer die Bilder anschaut, wird wahrscheinlich merken, wie ich das meine.

Also: Trotz rundenbasiertem Kampfsystem kommt Feather nicht an die alten Shining Force Spiele heran. Doch immerhin ist Feather ein kleiner Lichtblick: Denn wenn das der Weg ist, den die Serie in Zukunft gehen wird, dann besteht immerhin ein kleines Fünkchen Hoffnung für all die Fans, die sich sehnsüchtig wieder ein „richtiges“ Shining Force wünschen. Im Übrigen ist der Titel bislang noch nicht außerhalb Japans erschienen, was ein Besuch beim Importhändler unumgehbar macht, wenn man das Spiel denn haben möchte.

Seite 8: Shining Force auf dem Smartphone / Handy

Shining Force auf dem Smartphone / Handy


Es gibt auch Handyspiele für die FOMA900/901 Handy-Serie im Shining Force Universum! Es sind zusammen sechs Spiele, die allerdings alle ausschließlich für japanische Handys verfügbar sind. Hier eine Auflistung der Spiele, jeweils mit kurzer Beschreibung.
 

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Shining Road: To the Force: ein rundenbasiertes Abenteuer, das 2005 erschienen ist.
Shining Force Chronicle I: ein Remake von Shining Force Gaiden. Release: 2005

Shining Force Chronicle II: ein Remake von Shining Force Gaiden II. Release: 2005

Shining Force Chronicle III: ein Remake von Shining Force Gaiden: Final Conflict. Release: 2006

Shining Road II: der Nachfolger von Shining Road: To the Force. Es wurde 2006 veröffentlicht.
Shining Wind X: der Nachfolger von Shining Wind. In Japan ist das Spiel seit 2008 erhältlich.
 

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Seite 9: Shining Force Remakes / Zweitveröffentlichungen

Wenn man die Remakes nicht dazu zählt (inkl. Shining Force CD), wurden insgesamt drei Spiele der Serie erneut veröffentlicht. Betroffen sind Shining in the Darkness, Shining Force und Shining Force II. Alle drei Titel sind sowohl auf Nintendos Virtual Console (Wii), als auch in der SEGA Mega Drive Ultimate Collection (PS3 und Xbox 360) erschienen.

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Auf der Collection hat man neben den Ur-Versionen auch die Möglichkeit, das Bild mithilfe eines Grafikfilters und einer 16:9 Schaltung an einen HD-Fernseher anzupassen. Wer dazu mehr erfahren möchte, sieht sich einfach unser Review an.

Seite 10: Shining Force - Die Entwickler

Shining Force - Die Entwickler


 Camelot_Software_Planning_logo.pngsonic_softw_planning_Kopie.png
Sonic! Software Planning wurde 1990 als SEGA-eigenes Entwicklerstudio gegründet. Dabei handelt es sich sowohl um die Schöpfer der Serie, als auch um das Studio, das einen Hit nach dem anderen ablieferte. 1997 änderten sie den Namen. Seitdem sind sie als Camelot bekannt. Schon zu dieser Zeit entwickelte sich eine Partnerschaft zwischen Camelot und Nintendo. Heute schustern die Entwickler Nintendo-Hits wie z.B. Golden Sun, Mario Golf oder Mario Tennis.

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Nicht weniger verantwortlich für den erfolgreichen Start der Serie ist Climax, die mit Sonic! zusammen die ersten beiden Shining-Spiele erschufen. Bei SEGA machte sich der Entwickler unter anderem auch mit Landstalker einen Namen. Auch das bei Fans weniger beliebte Time Stalkers stammt von Climax.

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Ebenfalls für einige Serienableger verantwortlich ist Nex Entertainment (besser unter dem Namen Nextech bekannt). Sie sind unter anderem für den Saturn-Port des ersten Resident Evil verantwortlich. Ebenfalls zu erwähnen sind die Spiele Children of Mana und Time Crisis 4.

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Auch Grasshopper Manufacture hatten ihre Finger bei diversen Teilen mit im Spiel. Neben der Shining-Serie machte sich der Entwickler unter anderem auch durch die Spiele Killer7 und No More Heroes einen Namen.

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Amusement Vision dürfte hauptsächlich durch den Spielhallen-Klassiker Daytona USA ( damals unter dem Namen AM4 ) bekannt sein. Auch Monkey Ball dürfte den meisten ein Begriff sein. Im Rahmen der Shining-Serie erlangte Amusement besonders durch das tolle Remake von Shining Force Anerkennung.

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Neverland ist der Schöpfer der sehr beliebten Lufia-Reihe. Das kommt gerade recht, denn die Rollenspiel-Experten konnten so ihre Erfahrungen gut in die Entwicklung von Shining-Spielen mit einbringen. Schade, dass das leider nicht ganz so gut klappte, wie sich das viele vorstellten…
 

 

フライト・プラン (Flight-Plan)
Der letzte Entwickler hört auf den Namen Flight-Plan und war bislang für lediglich ein einziges Shining Force verantwortlich. Es handelt sich dabei ebenfalls um die Schöpfer der eher unbekannten Marken Black/Matrix und Summon Night. Flight-Plan wurde im August 2010 offiziell geschlossen und ihre Website aus dem Netz genommen.

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Forum
  • von bmX:

    Wow, sehr umfangreich und interessant. Aber trotzdem war die einzige mir bekannte Shining force Umsetzung nicht dabei. Wobei man sie theoretisch unter Smartphones findet. Denn Shining Force wurde von Sega auch für iOS (iPhone, iPad, iPod) umgesetzt / emuliert....

  • von Omnibot2000:

    Super! Danke für's Hervorkramen. Ich freu mich drauf die 10 Seiten zu lesen. Edit: Klasse Artikel, vielen Dank. Sollte ich es nicht überlesen haben könnte man noch ergänzen, dass es für den GG Teil "Final Conflict" ebenfalls einen Englisch-Patch gibt....

  • von Chefsessel:

    Fall es jemand damals übersehen haben sollte oder es einfach gern nochmal lesen möchte - die Shining Force History ist wieder online. Verkürzt auf 10 Seiten, aufgeteilt nach Systemen und hoffentlich angenehm (und informativ) zu lesen. Viel Spaß! ===> Zur Shining Force History auf neXGam...

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