Hyrule Warriors Zeit der Verheerung im Test

The Legend of Zelda: Breath of the Wild ist immer noch der Vorzeigetitel auf Nintendos Hybridenkonsole und selbst drei Jahre nach dessen Erscheinen hat es nicht an seiner Popularität eingebüßt. Da wäre es wirtschaftlich recht schlau, daran anzuknüpfen

Hyrule_Warriors_Zeit_der_Verheerung_1Und hier greift Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung von Omega Force, den Machern der Dynasty Warriors-Serie. Denn diese Zelda-Episode spielt zeitlich vor dem hochgelobten Switchtitel und dient quasi als Prequel. Hier ist die Verheerung Ganon eine Gefahr für Hyrule. Doch alle Bemühungen der Prinzessin und ihrem Vater misslingen, und ein kleiner Wächter reist zurück in die Vergangenheit um die Heldentruppe, die später an die 20 Personen umfasst, besser auf das Eintreffen Ganons vorzubereiten. Doch zuerst müssen Allianzen geschlossen werden, denn niemand, bis auf ein kleiner Kreis Getreuer von Zelda und ihrem Vater sind sich des Risikos bewusst. Auf der Weltkarte erscheinen je nach eurem persönlichen Weiterkommen Punkte, die in Neben- und Hauptmissionen unterteilt sind. Letztere stricken den Storyfaden bis zum Finale weiter, während die optionalen Tätigkeiten eher zum Aufleveln der Figuren benutzt werden. Bedauerlicherweise verlieren diese recht schnell an Reiz, da man fast immer dasselbe tut.

In regelmäßigen Abständen müssen Flaggenpunkte eingenommen, eine Person eskortiert oder ein Endgegner schachmatt gesetzt werden. Gerne mixen die Entwickler diese Rezeptur immer wieder durcheinander, um die Missionen frischer aussehen zu lassen. Das funktioniert die ersten paar Stunden auch, weil das Kampfgeschehen unglaublich geschmeidig und unverschämt gut aussieht. Doch dann treten Abnutzungserscheinungen auf und man absolviert diese optionalen Pflichtaufgaben nur, damit man seinen Charakter besser aufs Finale vorbereiten kann. Ja genau! Grinden ist ein fester Bestandteil von Hyrule Warriors und das nervt manchmal schon. Ganz besonders wenn man nach stundenlangen Rumgekloppe alle Punkte auf der Weltkarte abgearbeitet hat und nach einem kurzen Storyabschnitt wieder 20 neue Nebenmissionen hinzukommen.

Hyrule_Warriors_Zeit_der_Verheerung_6Vor jeder Mission wählt man maximal vier Recken um mit ihnen ins Felde zu ziehen. Hier kann man ohne große Probleme sofort in deren Haut schlüpfen. Nebenbei kommt eine Prise Strategie zum Tragen, indem man auf der Karte den K.I.-Kollegen Befehle erteilt. Das spart zum einen Zeit und die Hauptlast des Kampfes kann auf mehrere Schultern verteilt werden. Natürlich nur, wenn ihr euer Team auch gut aufgelevelt habt. Durch die schiere Anzahl Protagonisten ist es fast unmöglich alle bis zum Finale auf Level 50 zu boosten. Zwar können Levelaufstiege mit Rubinen erkauft werden. Doch lieber solltet ihr das Geld in das Aufwerten der Waffen stecken. Das Kochen von Zutaten wie aus Breath of the Wild hat zudem eine Daseinsberechtigung, denn diese bringen vor jeder Mission Bonis in Form von schnellerer Laufgeschwindigkeit, mehr Schaden oder Résistance gegen Elemente.

Wie vorhin schon erwähnt, spielt sich Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung, wenn man auf dem Schlachtfeld weilt, wie ein Traum. Der flotte Übergang von normalen Attacken, Spezialmanövern und Super-Attacken ist fließend und sieht  einfach unglaublich stylisch aus. Dabei kämpft auch dieses Omega Force-Produkt mit denselben Problemchen, wie man es von Dynasty Warriors her kennt. Normale Feinde sind strohdumm, eure Teamkollegen ebenso. Bosskämpfe sind ein hohles Draufprügeln ohne viel Taktik, Probleme mit der Kamera sind allgegenwärtig und die Framerate geht durch die hohe Anzahl Gegner, Partikeleffekte und kriegerischen Gedöns oft in die Knie. Grafisch ist der Charme von Breath of the Wild überall wahrzunehmen. Auch soundtechnisch fühlt man sich in Hyrule sofort zuhause. Nur die Zwischensequenzen glänzen damit, das Link komplett wortkarg umher läuft, während der Rest des Casts heiter vor sich hin plappert.
 

Dominic meint:

Dominic

Ich mag das Spielprinzip von Dynasty Warriors schon seit Jahren und das erste Hyrule Warriors und Fire Emblem Warriors habe ich bis zum Finale gesuchtet. Doch hatte ich gehofft, das Omega Force für Zeit der Verheerung sich mehr vom bekannten Einheitsbrei löst und die gesamte Spielzeit mit frischen Ideen bereichert. Das ist leider nicht der Fall. Missionstypen und Feinde wiederholen sich zu oft und am Ende kommt der endlose Grind, um das Finale zu sehen. Trotz dieser Mankos macht das Spiel verdammt viel Spaß, aber wertungstechnisch kommt es nicht in höhere Gefilde.

Positiv

  • Geschmeidiges Geschnetzel
  • Grafisch Breath of the Wild gut nachempfunden
  • Lange Spielzeit

Negativ

  • Typische Dynasty Warriors-Probleme
  • Kampagne wirkt extrem lang gezogen
  • Missionen und Feinde gleichen sich zu sehr
Userwertung
10 1 Stimmen
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Forum
  • von Kou:

    In 7 Tagen startet der Season pass! Nintendo buchte heute das Geld ab. Bin gespannt....

  • von Kou:

    Jetzt 60h auf der Uhr. Was man alles machen kann.. und die Charakter Optionen. Ein Wahnsinn. Macht so derbe Spaß.

  • von Allgamer:

    Weis eigentlich jemand ob da noch was per Performance gemacht wird bei dem Spiel. die FPS Drops sind da echt abartig teilweiße, und ich finde FPS Einbrüche in der form echt extrem Störend. So das ich es erstmal hab liegen lassen.

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Hyrule Warriors Zeit der Verheerung Daten
Genre Actionadventure
Spieleranzahl 1 - 2
Regionalcode -
Auflösung / Hertz -
Onlinefunktion -
Verfügbarkeit 2020-11-20 08:39:28
Vermarkter Nintendo
Wertung 7.9
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