Culdcept Revolt im Test

Nintendo 3DS

Neue Spielideen sind leider rar gesät, verlassen sich Publisher doch eher auf bekannte Spielprinzipien um verkaufstechnisch am Markt bestehen zu können. So bekommt man als Videospielredakteur mehr oder weniger immer das Gleiche vor die Nase gesetzt. Culdcept Revolt ist eine positive Ausnahme.

Culdcept_Revolt3Das Spielprinzip von Culdcept Revolt in einem Satz zu erklären ist recht einfach. Wenn Monopoly der Vater wäre, und die Mutter ein Sammelkartenspiel, wäre Culdept Revolt dessen Nachkomme. Aber um den vollen Umfang der Möglichkeiten des Genremixes zu verdeutlichen, würde ich Stunden brauchen, um diese zu erläutern. Doch der Entwickler Omiya Soft hat ein ausführliches und verständliches Tutorial konzipiert, welches auf dem ersten Blick erschlagend wirkt. Wagt man sich jedoch ins tiefe Wasser, ist nebenbei mit dem Brettspielklassiker von Hasbro und einem Sammelkartenspiel a la Magic The Gathering vertraut, ist die Hürde recht niedrig. Ihr als Spieler repräsentiert einen Cepter, der die Fähigkeiten besitzt die magischen Karten von Culdcept zu kontrollieren. Zum Glück leidet ihr unter Amnesie, denn so wisst ihr zu Anfang nicht das ihr von einem Herzog auf die Todesliste gesetzt wurdet. Genauso wie alle anderen Cepters. Das Abenteuer beginnt bei der geheimen Organisation Free Bats die sich der Revolte gegen den Herzog verschrieben hat.

Von ihnen bekommt ihr Informationen über das, was vor eurem Gedächtnisverlust passierte. Außerdem führen sie euch an eure Fähigkeiten heran. Aber wenn ich ehrlich bin, wirkt die Geschichte mit ihrer Erzählung nur wie schmückendes Beiwerk. Der wirkliche Star ist das Kampfsystem. Kämpfe werden auf einem Spielbrett ausgetragen, auf denen ihr mit der Spielfigur von Feld zu Feld zieht. Diese könnt ihr mit Kreaturen besetzen und somit Wegzoll verlangen. Doch bei der Wahl der Spielkarte solltet ihr acht geben, sie hat im besten Fall das gleiche Element wie das Land für das sie eingesetzt wird. Gewiss sind die Fähigkeiten der Wesen von großer Wichtigkeit. So habt immer ein gutes Auge auf Lebensenergie und Angriffsstärke. Euer Feind wird natürlich auch versuchen, genau wie bei Monopoly viele Spielfelder zu ergattern. Wie beim Brettspielklassiker landet man früher oder später auf einem besetzten Feld. Dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: 1. Wegzoll bezahlen 2. notfalls mittels Kampf den Gegner besiegen und das Spielfeld einzunehmen.

Culdcept_Revolt4Siegbedingungen sind jedes Mal an eine hohen Anzahl Magie gebunden. Wer als Erstes dieses Ziel erreicht geht als Sieger vom Platz. Culdcept Revolt ist kein Spiel, welches man eben kurz in der Bahn spielt. Dafür sind die Gefechte zu langwierig. Aber kommen wir zurück zum Kampf. Ist dieser unausweichlich solltet ihr wie bei Magic The Gathering eine taktisch kluge Karte ziehen um anzugreifen. Diese lässt sich gegebenenfalls verstärken. Zum Beispiel durch Magiekarten um den Angriff zu erhöhen oder eine bessere Verteidigung zu erreichen. Das Sammeln von über 400 verschiedenen Zaubersprüchen, Ausrüstungsgegenständen bzw. Kreaturen ermöglicht es euch,  euer eigenes Deck anzupassen. Doch dieses ist auf 50 Spielkarten beschränkt. Ist der Kampf zu euren Gunst entschieden bekommt ihr das Spielfeld. Diese lassen sich Upgraden, so dass ihr höheren Wegzoll verlangen dürft. Im Prinzip so, als würdet ihr bei Monopoly Häuser oder Hotels auf die Straße setzen.. Das das Spielprinzip am besten im Mehrspielermodus funktioniert ist selbstredend. Dazu habt ihr die Wahl lokal Gefechte auszutragen, wo jeder Spieler eine Cartridge braucht oder dies online zu tun. Der Onlinemodus war zwar während meiner Testphase aktiviert doch bedauerlicherweise konnte ich bis jetzt niemanden finden der sich mit mir messen wollte. Somit beschränkt sich meine Endbewertung allein auf den Einzelspielermodus.


Dominic meint:

Dominic

Ich habe leider die Befürchtung das Culdcept Revolt sich schwer tun wird in Deutschland Spieler zu begeistern. Dazu ist die Serie bei uns zu unbekannt, die Lokalisierung unzureichend, sprich es gibt nur englische Texte und das Spielprinzip zu ungewöhnlich. Doch wünsche ich dem Genremix verkaufstechnisch zu punkten, denn so erfrischende Spielprinzipien wie dort findet man nicht alle Tage.

Positiv

  • Gelungener Genremix
  • Onlinemodus mit Sprachfunktion
  • Viel taktische Tiefe

Negativ

  • Menüführung nicht ganz perfekt
  • Keine Onlinespieler zu finden
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Forum
  • von stoka:

    Sehr guter Test. Bin ziemlich gespannt auf das Spiel. Habe mir schon geholt, aber noch nicht gezockt. Werde ich nach Etrian Odyssey V angehen ...

  • von Civilisation:

    Dominic hat sich Culdcept Revolt mal näher angesehen. Culdcept Revolt Neue Spielideen sind leider rar gesät, verlassen sich Publisher doch eher auf bekannte Spielprinzipien um verkaufstechnisch am Markt bestehen zu können. So bekommt man als Videospielredakteur mehr oder...

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