Donkey Kong im Test

Colecovision

Es war damals der große Coup, den die Firma Coleco landete: Man sicherte sich die Lizenz für die Videospielumsetzung DES Automatenkracher schlechthin - Donkey Kong von Nintendo. Da Atari mit Space Invaders für den Atari 2600 den großen Durchbruch schaffte, wollte man mit ähnlicher Strategie potentielle Käufer mittels Donkey Kong von der Leistungsfähigkeit der Colecovision Konsole überzeugen. Und so packte man das Spiel kurzerhand mit zum Gerät dazu.

Donkey-Kong-03Für Mario sollte eine tolle Zeit beginnen: neuer Job, neues Auto und neue Freundin. Doch ein großer Affe namens Donkey Kong wollte ihm die Glückseligkeit nicht gönnen und kidnappt kurzerhand die bessere Hälfte. Der Klempner lässt das nicht auf sich sitzen und schickt sich an, sie zu befreien. Dazu muss er die stählerne Festung erklimmen, die aus drei verschiedenen Räumen besteht. Wie beim NES Donkey Kong wurde auch auf dem Colecovision ein Level einfach weggelassen.

So muss man zu Beginn über den Weg nach oben gelangen und dabei herabrollenden Fässern ausweichen. Beim Aufstieg findet man einen Hammer als Hilfsmittel vor, um die heranrollenden Hindernisse einfach zu zerschlagen. Auch herannahende Gegner, die aus dem Ölfass entspringen, lassen sich so vertreiben.

Man sollte aber beachten, dass man damit weder springen noch klettern kann. In der obersten Etage angelangt schnappt sich Donkey Kong die holde Maid und bringt sie zum nächsten Screen. Dieser ist dabei deutlich komplexer aufgebaut und durch die sich bewegenden Plattformen ist gutes Timing gefragt. Ist dieser schwierige Level geschafft, gelangt der Spieler zur finalen Spielszene. Hier ist der Affe oben auf der dritten Etage der Stahlkonstruktion und die Aufgabe ist nun auf jeder Etage zwei Bolzen zu entfernen, um das Tragwerk einstürzen zu lassen. Erst dann ist der Weg frei zu seiner geliebten Pauline.

Es ist durchaus beeindruckend, was auf dem Colecovision optisch geboten wird. Denn bereits im Jahr 1983 konnte man das Spiel Donkey Kong fast wie in der Spielhalle genießen. Allerdings fehlen einige Animationen, wie etwa beim Bildschirmtod von Mario oder der Flucht des Riesenaffen.




Michael meint:

Michael

Mit Donkey Kong hatte Coleco definitiv den perfekten Launchtitel für die Konsole an der Hand. Technisch eine nahezu optimale Umsetzung, wird dem Spieler allerdings eine präzise Steuerung abverlangt. Dadurch, das Donkey Kong im Bundle erhältlich war, gibt es das Modul heute fast geschenkt. Wer den Titel noch nicht hat, sollte ihn unbedingt seiner Colecovision Sammlung hinzufügen.

Positiv

  • technisch sehr nah am Automaten
  • verschiedene Schwierigkeitsgrade

Negativ

  • Ein Level fehlt gegenüber Original
  • Geringer Umfang
Userwertung
8.5 7 Stimmen
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8.5
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Forum
  • von Retro:

    Technisch gesehen eine tolle Umsetzung. Aber irgendwie doch arg langweilig auf Dauer. Der Nachfolger Donkey Kong Jr. hat mir besser gefallen. ...

  • von Civilisation:

    Der Affe ist los. Und zwar auf dem Colecovision. Und wer hat das Spiel getestet? Natürlich der Michael. Donkey Kong Es war damals der große Coup, den die Firma Coleco landete: Man sicherte sich die Lizenz für die Videospielumsetzung DES Automatenkracher schlechthin - Donkey...

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