Team neXGam meint:
| Genre: | - |
| Spieleranzahl: | 1-2 |
| Regionalcode: | PAL |
| Auflösung / Hertz: | - |
| Onlinefunktion: | Ja |
| Verfügbarkeit: | |
| Vermarkter: | SEGA |
Wertung |
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Fangen wir mal mit der altbewährten Story an. Wie in nahezu jedem Serienableger macht euch auch hier (wer hätte es auch anders gedacht) Dr. Eggman mal wieder das Leben schwer. Zu Beginn wirkt alles noch wunderbar, denn der finstere Doktor bereut seine Schandtaten und gelobt Besserung. Daraufhin baut er aus Reue einen mächtigen Freizeitpark im Weltall. „Da ist doch etwas faul“, mag der ein oder andere nun denken. Stimmt – natürlich sind seine Absichten in Wirklichkeit nicht ganz so herzergreifend wie von ihm angedeutet. Sein Plan ist es, die Alienrasse namens Wisps zu unterjochen und für eigene Zwecke als Energielieferanten zu missbrauchen. Doch die blaue Rettung naht…

Das Grundprinzip von Sonic Colours ist dasselbe wie eh und je. In einem Affenzahn rast ihr durch die kunterbunten Levels und müsst jeweils das Ende der entsprechenden Stage erreichen. Unterwegs sammelt ihr natürlich traditionell die goldenen Ringe ein, die als Schutzschild fungieren – wird Sonic mit Ringen im Gepäck attackiert, heißt es nicht etwa „Game Over“, stattdessen verliert ihr die runden Schmuckstücke. Dann habt ihr wie immer ein paar Sekunden Zeit, die Lebensretter wieder einzusammeln, bevor sie dauerhaft verschwinden. Wenn ihr das Levelende mit einer entsprechenden Anzahl an Ringen erreicht, gibt’s manchmal auch Boni wie etwa ein Extraleben.
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Eggmans Freizeitpark setzt sich aus insgesamt 5 Planeten zusammen, denen ihr allesamt einen Besuch abstatten werdet. Da wäre z.B. ein Fast Food-Planet oder eine aquariumähnliche Welt. Ihr seht also, Abwechslung wird hier wahrlich großgeschrieben. Einzig und allein auf sich wirken lassen und genießen kann man die Kulissen nicht immer. Wer schon einmal ein Spiel der Reihe gezockt hat, der weiß, dass das mit Sonics Affentempo manchmal nicht wirklich möglich ist. Mache Spieler mögen nach ein paar Runden vielleicht auch meinen, dass sie wegen der enormen Geschwindigkeit die Kontrolle über das Geschehen verlieren. Aber auch hier wurde mitgedacht. In regelmäßigen Abständen spendieren euch die Entwickler ruhigere Passagen, bei denen es weniger um Highspeed, sondern vielmehr um Konzentration und gezielte Sprünge geht. Die Balance ist fabelhaft und verhilft Sonic Colours zu ungeahntem Abwechslungsreichtum. Übrigens wechselt die Kamera durchgehend gekonnt zwischen der Verfolgerperspektive und einer festen Kamera, welche an die guten alten Mega Drive-Zeiten erinnert. Spielen könnt ihr den Titel übrigens über die Fernbedienung und den Classic-Controller. Bei letzterem fällt die Kontrolle aufgrund kleiner Verzögerungen jedoch etwas schwammig aus.

Außer auf Gegner und Hindernisse trifft Sonic während seiner Reise auch auf die bereits erwähnten Wisps. Diese sind in Behältern eingesperrt und nun liegt es an euch, diese zu befreien. Nicht nur, dass ihr somit eine wahrlich gute Tat vollbringt – dadurch erhaltet ihr auch individuelle Fähigkeiten. Diese sind leider nur von kurzer Dauer, man sollte die Extrakräfte also wohlüberlegt einsetzten. Welche Fähigkeit ihr letztendlich erhaltet, hängt von der Farbe des Wisps ab. Von dem klassischen Geschwindigkeitsboost bis hin zum witzigen Bohrer (um durch den Untergrund zu wühlen) sind allerhand interessante Extras dabei. Das bringt aber nicht nur ein Vorteil gegenüber Eggmans Schergen – durch die einzigartigen Fähigkeiten könnt ihr auch völlig neue Gebiete in den Levels entdecken und dann wiederum neue Geheimnisse entdecken. Somit lohnt es sich durchaus, die Missionen mehrmals zu spielen. Für Motivation ist also gesorgt!
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Nach einigen Stunden mit Sonics neuem Abenteuer, fällt auf, dass sich SEGA hier ganz offensichtlich an Mario bedient hat. Nicht nur, dass das Weltallszenario sehr stark an Super Mario Galaxy erinnert, auch viele spielerische Inhalte wirken sehr bekannt. Dennoch schaffen es die Entwickler stets aufs Neue, den Klempner nicht zu kopieren. In jeder Szene steckt viel Liebe zum Detail und (ganz wichtig) der beliebte Sonic-Charme, wie wir ihn kennen und lieben. Somit kann man also nicht verleugnen, dass SEGA ganz offensichtlich gespickt hat, einen Abzug in Sachen Spielspaß gibt’s deshalb aber keinesfalls. Auch der Schwierigkeitsgrad ist gut ausbalanciert. Der Einstieg fällt Anfängern leicht und die Schwierigkeitsgradkurve ist exzellent. Durchgespielt hat man die Weltalloper übrigens in ca. 10 Stunden, das Sammeln von versteckten Items und Ähnliches nicht mitgezählt.
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Für zusätzliche Motivation sorgt der Koop-Modus. Das klappt mit dem so genannten Sonic-Simulator. Das ist im Prinzip ein Spielhallenautomat, an dem ihr mit einem Kumpel insgesamt 21 Bonuslevels meistern dürft. Diese erinnern spielerisch stark an den Einzelspieler, sind aber im direkten Vergleich dazu etwas kniffliger. Von Anfang an sind jedoch nicht alle dieser Missionen freigeschaltet. Um sie spielen zu können, gilt es, die gut versteckten roten Ringe im Spielverlauf einzusammeln. Insgesamt macht das Mehrspielererlebnis einen sehr guten Eindruck. Die Möglichkeit, Wispfähigkeiten zu kombinieren, gibt dem Ganzen nochmal einen großen Pluspunkt. Übrigens dürft ihr auch mit euren Miis an den Start – super!

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Die Grafik zählt zum Besten, was die weiße Nintendokiste momentan zu bieten hat. Die Texturen sind verhältnismäßig sehr scharf und detailverliebt und die Zwischensequenzen prachtvoll. Die stets bunte Optik setzt dem Ganzen noch das Sahnehäubchen auf. Auch soundtechnisch gibt’s nichts zu meckern – der Soundtrack geht ins Ohr, die Effekte sind toll und die Sprachausgabe stimmig. Apropos Synchro: anwählbar sind Englisch und das japanische Original, eine deutsche Tonspur ist nicht vorhanden.

Somit lässt sich abschließend nur sagen: bravo SEGA! Nach unzähligen durchwachsenen Ablegern zeigt Colours endlich, wie ein vernünftiges Sonic auszusehen hat. In einem Satz:
„Das beste 3D-Sonic aller Zeiten!“
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Die neuesten Beiträge: insgesamt 177 Beiträge | zum Forum...
26.01.2011 18:51:00 von Mistercinema:
Eine schöne News, wer für alle, die auf den Soundtrack von Sonic Colors stehen: ---------------------------- A first for the Sonic franchise. The album is now up in Japan and also in America, Europe will hopefully be added to the store soon. Related blog: ...
08.01.2011 15:19:55 von DinoHeli:
Ich fand gerade diese rätsellastigeren Abschnitte genial! Für mich hatte das auch nicht viel mit Mario zu tun, sondern war eher ein weiterer Schritt zurück zu Sonics Ursprüngen. Wenn man sich die ersten Sonic-Spiele anschaut, waren die auch noch nicht sooooo speedlastig und hatten Unmengen...
08.01.2011 01:31:55 von CD-i:
stimmt genialität und gameplay eines marios passt wirklich nicht in ein sonic-game ...
Meine Erwartungen waren vorab unglaublich gering. Das ist nicht verwunderlich, da ich in den letzten Jahren stets von neuen Sonic-Spielen enttäuscht wurde. Nachdem vor Kurzem sogar das langerwartete Sonic the Hedgehog 4 einen sehr bitteren Nachgeschmack hinterlassen hatte, war Colours bei mir eigentlich bereits abgeschrieben. Umso verblüffter bin ich jetzt, wo ich das Spiel durchgespielt habe. Zunächst wollte ich es selbst nicht glauben und ich fing an, an mir selbst zu zweifeln. So erstaunlich es auch ist, macht Colours eigentlich fast alles richtig, was es richtig machen kann. Da stört mich auch die Ähnlichkeit zu Mario nicht weiter. Das Leveldesign ist top, die Spielbarkeit tadellos – es macht einfach Spaß. Ich freue mich als großer Sonicfan natürlich sehr darüber und halte es für angebracht, diesen Artikel mit einem aussagekräftigen Satz zu beenden: „Endlich ein 3D-Sonic, wie es sein sollte – die neue Ära des blauen Igels hat begonnen!“
Positiv
Negativ