Genre: Shooter
Spieleranzahl: -
Regionalcode: PAL
Auflösung / Hertz: 50 / 60 Hz
Onlinefunktion: Ja
Verfügbarkeit: 21. April 2011
Vermarkter: SEGA

Wertung

8.5

Userwertung

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Es ist immer schön zu sehen wenn sich ein Entwicklerteam die Kritiken von Fans und Fachpersonal zu Herzen nimmt und diese im Nachfolger ausmerzt. The Conduit, das direkt von SEGA vermarktet wurde, ist ein gutes Beispiel. War der Mehrspielermodus seinerzeit die neue Referenz auf Nintendos Wii, konnte man dies von der Storyline und vom Hauptprotagonist nicht behaupten. Conduit 2 merzt dieses Manko aus und bietet endlich das, was Ego-Shooterfans schon im ersten Teil verlangten: Eine richtig gut gemachte Einzelspielerkampagne.
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Die größte Wandlung von Conduit 2 betrifft den Hauptcharakter. War Michael Ford im Vorgänger noch ein 'Spielball' zwischen zwei Fraktionen, wurde ihm endlich eine eigene Persönlichkeit spendiert, die sich in den Gesprächen mit seinem (ungewollten) Partner Prometheus oder seinem Erzrivalen John Adam bemerkbar macht. Mit einem lockeren Spruch auf der Zunge und viel schwarzem Humor weiß der ehemalige Geheimagent diverse Situationen erfolgreich zu meistern. Leider grenzt das an einigen Stellen schon an echtes Macho-Gehabe. Ohne große Story-Erklärung wirft euch das Spiel sofort in die Action, die zunächst auf einer Bohrinsel stattfindet. Solltet ihr
The Conduit noch niemals gespielt haben, werden euch gleich mehrere Fragezeichen über dem Kopf schweben. An dieser Stelle legen wir jedem Spieler den Vorgänger ans Herz, der recht billig bei diversen Elektromärkten oder Videospielhändlern zu bekommen ist.

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Die Bohrinsel, wohin Mr. Ford seinem Erzfeind gefolgt ist, stellt sich nach kurzer Besichtigung als geheime Basis des Syndikat heraus. Zum krönenden Abschluss präsentiert sich hier auch gleich der erste echte Endgegner, der in Form einer Seeschlange nach eurem Leben trachtet. Hier helfen dann normale Bleispritzen nicht mehr weiter. Nur gut, dass die Verteidigungsgeschütze mehr Firepower besitzen als der Leviathan (aka die Seeschlange) verkraften kann. In der gut sechs Stunden langen Kampagne seid ihr ausschließlich dem 'Syndikat' auf den Fersen. Dank der Teleporter-Mechanik bietet die gut gemachte Kampagne viel Abwechslung. Sowohl im zerstörten Washington D.C. als auch in China, Sibirien, Süd-Amerika oder in der versunkenden Stadt Atlantis bekommt ihr einiges von der Welt in Conduit 2 zu Gesicht und erfahrt obendrein einige Geheimnisse, die auf Verschwörungstheorien basieren.

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An Hinweisen (in Form von Datenprotokollen oder Verschwörungstheorien an den Wänden zu finden) gibt es einiges zu entdecken. Hier dient das allsehende Auge (kurz ASA) wieder dazu, um Umgebungen zu scannen. Wird euch die Sucherei zu lästig, dann dürft ihr alternativ einen Impuls von eurem ASA aus senden. Auf diese Weise findet ihr auch Geheimobjekte. Geballert wird in Conduit 2 beinahe immer auf hohem Niveau. Die nicht ganz logische KI und die Wii-Steuerung sind die beiden einzigen Spielverderber in den guten Feuergefechten. Die Steuerung werden wir euch im Anschluss näher vorstellen. Abwechslung wird bei Conduit 2 groß geschrieben: Sowohl storytechnisch (und hier verraten wir nichts) als auch missionsabhängig. Von einfacher Schaltersuche bis hin zu Verteidigungsmissionen wurde die ganze Breite des Genres berücksichtigt. Sogar einige Railshooter-Einlagen sind hier mit an Bord.

Auch das komplette Waffenarsenal hat eine Frischzellenkur erhalten. Neben bereits bekannten Wummen wie dem SCAR, Stoßgewehr oder MK4 Deatomiser kommen viele neue Bleispritzen zum Waffenarsenal von Mr. Ford hinzu. Alle diese Wummen verfügen natürlich über einen praktikablen Sekundärfeuermodus. Jetzt kommen wir aber endlich zur Steuerung. Diese wird Wii Motion Plus-Fans sicherlich Freude bereiten, weil sie endlich ein neues Spiel für das geliebte Add-on erhalten. Doch speziell steuerungstechnisch muss man hier die größte Kritik walten lassen. Egal ob ihr Wii Motion Plus aktiviert habt oder nicht, die Bewegungssteuerung fällt viel zu sensibel aus. Sprich: Bei kurzen Handbewegungen zerreißt die Waffe. Auch die vielen unterschiedlichen Steuerungseinstellungen können da nicht weiter helfen. Hat man sich dennoch an dieses Steuerungs-Problem gewöhnt, spielt sich Conduit 2 genauso gut wie der Vorgänger. Als Alternative dürft ihr auch den Classic-Controller anschließen. Dann spielt sich der Titel wie jeder andere x-beliebige Ego-Shooter. Aufgrund der guten Programmierung fliegen die Granaten genau da hin, wo man sie haben möchte. Glaubt mir:  Wer jemals ein Onlinematch mit der Kombo Wii-Remote und Nunchuk gespielt hat, will nie mehr einen normalen Controller in die Hand nehmen.

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Im Mehrspielermodus drehen High Voltage Software, die Macher von The Conduit und Conduit 2 richtig auf. Satte 14 Mehrspielermodi stehen bereit, um von euch gespielt zu werden. Von bekannten Spieltypen wie Deathmatch, Capture the Flag oder Kopfgeldjäger gibt es auch ausgefallene Modi wie zum Beispiel ASA-Basketball. Die langen Mehrspielerduelle via Wi-Fi-Modus haben uns sehr gut gefallen. Die Matchvarianten sind zahlreich, die Maps gut designet und das Levelsystem mit den freischaltbaren Waffen und Extras motiviert unheimlich. Auch die schnelle Suchengine sollte nicht unerwähnt bleiben. Diese wirft euch nach nur wenigen Sekunden direkt auf einen Server und schon befindet ihr euch mitten drin im Getümmel. Auch technisch merkt man dem Spiel die Weiterentwicklung an. Die hauseigene Quantum 3 Engine wurde technisch erweitert und bietet jetzt noch mehr grafische Abwechslung. Erfreulich ist auch zu vermerken, dass der 'graue Unterton' des Vorgängers entfernt wurde. Die englischen Synchronsprecher aus dem ersten Teil von The Conduit konnten leider nicht übernommen werden, aber die neuen Sprecher machen ihre Arbeit ordentlich.  Insbesondere die intensiven Gespräche zwischen Michael Ford und seinem Teamkollegen Prometheus sind mehr als gelungen.

Dominic meint:

Dominic

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Als damals The Conduit ins Testlabor flatterte stand ich vor einem enormen Problem. Ein technisch guter Ego-Shooter mit sehr guter Steuerung und einem fast perfekten Mehrspielermodus stand einer seichten Kampagne gegenüber. Zum Glück haben die Jungs von High Voltage Software den Ego-Shooter an den richtigen Stellen optimiert – ich kann also wieder beruhigt schlafen. The Conduit 2 ist endlich auf dem Niveau, auf das wir alle gewartet haben. Doch was sich die Jungs bei der Steuerung gedacht haben weiß höchstwahrscheinlich nur John Adams...

Positiv

  • Abwechlungsreicher Einzelspielermodus
  • Umfangreicher Onlinemodus
  • Wii Motion Plus-Support

Negativ

  • KI-Schwächen
  • Steuerung zu sensibel

Forum:

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Die neuesten Beiträge: insgesamt 71 Beiträge | zum Forum...

  • 23.04.2012 18:17:48 von Kirbyfan:

    Bei Conduit 2 interessiert mich eher der Multiplayer, welcher im Grunde sehr glungen ist. Leider ist das ganze teiweise sehr buggy und laggy, schade. Spaß machts zwar trotzdem, aber das ist verschnektes Potenzial!

  • 23.04.2012 18:03:28 von zico:

    Singleplayer ist ja genau das, was ich auch primär hier anspreche - bei beiden Spielen. Auch wenns bissl OT wird: FEAR 3 hatte das primäre Problem, dass es auf Coop ausgelegt wurde und dadurch eben viel von Story und Atmosphäre weichen musste. Wann Entwickler das endlich lernen ist ne ganz andere...

  • 23.04.2012 17:25:20 von Kirbyfan:

    Fear 3 - Gescriptet, leicht, linear, langweilig designed.. Von den Bossfights Bossfights mal angesehen fand ich den Single Player von Conduit 2 übrigens auch recht.. naja meh. Zu linear, langweilig und kurz....

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