Wir schreiben das Jahr 2011. Das Traditionsunternehmen aus Japan, das uns unter anderem Super Mario, Samus Aran oder Link geschenkt hat, geht mit einem mobilen Gerät in die siebte Runde.

Aus der Vergangenheit wissen wir, das Nintendo meist den richtigen Riecher hatte, wenn es darum ging, den Konsumenten mit seinen Produkten zu begeistern. Der Game Boy gab 1989, trotz der kontroversen Entscheidungen von Nintendo (kein Farbdisplay usw.), dem Handheldmarkt erst seine Daseinsberechtigung. Und schaffte es, uns Spieler während seines langen Lebenszyklus immer wieder zu begeistern. Im Jahr 2001 griff der Gameboy Advance die Erfolgsgeschichte seines Bruders auf und ließ dank starker 16-Bit-Titel keine Zweifel aufkommen, das Nintendo den Handheldmarkt weiter dominieren sollte.

Der nächste Paukenschlag kam im Jahr 2004, als uns die letzte große Spielerfahrung im Hosentaschenformat erreichte. Der Nintendo DS stellte mit vielen neuen Ideen den Handheldmarkt auf den Kopf. Fast 144 Millionen verkaufte Exemplare sprechen für sich und stellten Nintendos einstigen Rekord mit dem Game Boy in den Schatten. Jetzt endlich, nach einem Monat Verzögerung, ist auch der Nintendo 3DS bei uns zu haben. Lange wurde über ihn spekuliert. Was kann er? Was will er sein? Wie teuer ist er? Und kann er weiter Nintendos Dominanz auf dem Handheldmarkt sichern? Wir beantworten euch alle Fragen in unserem Special und geben Aufschluss, ob sich der Kauf des 3D-Handheld lohnt.


CPU: 2x 266Mhz ARM11
GPU: Pica200 133Mhz, 4MB dedicated VRAM
Abmessung: 13,4 x 7,4x 2,1cm
Gewicht: 230g
Display Oben: 800 x 240 Pixel Auflösung (400 Zeilen je Auge), 16,7 Mio. Farben, stereoskopisches 3D
Display Unten: 320 x 240 Pixel Auflösung, 16,7 Mio. Farben
Lautsprecher: Stereo-Lautsprecher an den Seiten des oberen Bildschirms
Kameras: Stereo-Kamera auf der Innenseite für 3D-Fotos und eine Kamera auf der Außenseite mit jeweils 0,3 Megapixel (640x480 Pixel) Auflösung
Eingabemöglichkeiten: A-, B-, X-, Y-, L-, R-Knöpfe, Steuerkreuz, analoges Circle Pad, Touchscreen, Mikrofon, Kameras, Bewegungssensor, 3D-Regler, Home-Button , Power Schalter, Wi-Fi-Schalter
Drahtlose Kommunikation: 2,4 Ghz für kabellose Kommunikation zwischen 3DS-Systeme
Batterie: Lithium-Ionen-Akku. 3 bis 5 Stunden Laufzeit


Wie ihr oben in der Tabelle lesen könnt, taktet der Dualcore-Prozessor vom 3DS auf 266Mhz, während die Playstation 2 mit 294Mhz - spätere Modelle mit 299Mhz - bestückt sind. Auch beim Leistungsvermögen der Grafikkarten liegen beide Systeme nahe beieinander. Der Graphics Synthesizer der PS2 läuft auf 147Mhz, während die Pica-GPU 133Mhz verbucht. iPhone-Besitzer werden anhand dieser Daten zu lachen beginnen. Aber es sollte nicht vergessen werden, dass der 3DS seinem Vorgänger rechnerisch mehr als zwei Mal überlegen ist. Natürlich wird erst die zweite bzw. dritte Softwaregeneration die volle Kapazität eines Gerätes zeigen. Wir sind überzeugt davon, dass der 3DS noch viel Raum nach oben hat.