Babel Rising im Test

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Glaubt man dem Alten Testament der Bibel, so liegt der Grund für die vielen Fremdsprachen am Turmbau zu Babel. Damals bauten die Menschen angeblich einen Turm, um den Himmel zu erreichen gottgleich zu werden. Gott gefiel das nicht, er vernichtete das Gebäude und strafte die Erdbewohner mit unterschiedlichen Sprachen. In „Babel Rising“ hast du jetzt die Möglichkeit, dies nachzuspielen.

Babel_Rising_11Du spielst nämlich Gott oder eine andere höhere Wesenheit – hier gibt sich das Spiel vage – und musst verhindern, dass die Menschen den Turm bauen. Dabei stehen dir verschiedene Kräfte zu Verfügung, mit denen du die Arbeiter vernichten kannst. Die Palette reicht von Meteoriten bis hin zu ganzen Flutwellen.

Babel Rising erschien ursprünglich auf dem iPhone und wurde schnell zu einem Erfolg. Laut dem damaligen Publisher Bulkypix wurde es über eine Millionen Mal heruntergeladen. Deshalb wurde beschlossen, das Game auch auf andere Plattformen umzusetzen. Dies sind in diesem Fall die Xbox Live Arcade und das Playstation Network. Herausgebracht werden diese Versionen von Ubisoft.

Jetzt erscheinen pro Monat jede Menge Download-Only Spiele für die Konsolen. Wie also soll man sich da aus dieser Masse hervorheben? In dem man auf Bewegungssteuerung setzt. Auf der XBLA wird Kinect unterstützt, während es auf dem PSN einer der wenigen Titel ist, die das Playstation Move voraussetzen. Getestet wurde letztere Variante.

Babel_Rising_2Als Solospieler hat man die Möglichkeit sich zwischen Survival und dem Kampagnen-Modus zu entscheiden. Letzteres besteht aus 15 Missionen mit unterschiedlichen Zielen. Mal musst du zehn Priester kalt machen, mal acht Minuten überleben, ehe eine vernichtende Flut alles plattwalzt.

Die oben erwähnten Fähigkeiten existieren in drei Ausführungen, die alle ungleich lange brauchen, bis sie aufgeladen sind. Du kannst entweder einzelne Schüsse abfeuern, einen flächendeckenden Schaden verursachen oder eine gigantische Katastrophe auslösen, wie  beispielsweise eine Steinkugel, die den Turm hinunterrollt. Du kannst zwei verschiedene Kräfte im Spiel benutzen, musst dich also vorher zwischen einigen entscheiden. Die Auswahl dürfte dir allerdings nicht schwer fallen, denn schnell dürftest du einen Favoriten haben. Das Element der Luft ist nämlich bestens geeignet, um schnell viel Schaden auszuüben. Es herrscht demgemäß ein Ungleichgewicht der Kräfte.

Zu Beginn macht es noch Spaß, den strafenden Gott zu spielen. Doch schon recht bald macht sich Langeweile breit. Man fragt sich unwillkürlich, wo denn der Spielspaß abgeblieben ist? Die Antwort ist einfach: Er ist eingeschlafen.

Babel_Rising_9Das Problem ist, dass Babel Rising sehr abwechslungsarm ist. Im Grunde musst du nur die Arbeiter töten und verhindern, dass der Turm in die Höhe wächst. Versuche, dies durch unterschiedliche Ziele zu übertünchen, funktionieren nicht. Denn wenn man die fünfte Mission hintereinander immer nur Fußvolk umbringt, wird es eintönig.

Hinzu kommt ebenfalls, dass sich die Move-Steuerung unpräzise anfühlt. Das fällt besonders unter der Voraussetzung auf, wenn man den Kamerawinkel verändern muss, weil sich das Geschehen höher im Turm verlagert. Plötzlich hat man den Eindruck, nicht mehr alles perfekt einzusehen. Ebenso reagiert der Controller übersensibel, wenn es darum geht, die Kräfte einzusetzen. Hier muss man genau aufpassen, denn sonst kann es schnell passieren, dass man statt einem Schuss einen Flächenschaden auslöst. Es werden übrigens alle Knöpfe des Move-Controlers benutzt.

Ebenso vermisst man in Sachen Graphik Abwechslung. Zwar gibt es verschiedene Türme, doch wirken sie alle sich ähnlich. Auch das Fußvolk ist immer dasselbe. Was man ebenfalls von der Musik sagen kann. Es wiederholen sich immer und immer dieselben Klänge, so dass man schnell zum „Ton Aus“-Knopf auf der TV-Fernbedienung drückt. Denn ansonsten ist einfach unerträglich.




Götz meint:

Götz

Das Prinzip von Babel Rising hat etwas. Doch die Umsetzung ist schauderhaft. Die Kräfte sind unausgeglichen, Abwechslung ist kaum vorhanden und die Steuerung fühlt sich unpräzise an. Auch die graphische Darstellung und musikalische Untermalung enttäuschen.

Positiv

  • Interessantes Spielprinzip...

Negativ

  • ...welches auf Dauer langweilt
  • Move-Steuerung fühlt sich unpräzise an
  • Sich wiederholende Musik
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