Amiga

Der Amiga ist ein von 1987 bis Mitte der 1990er weit verbreiteter Homecomputer. Er wurde besonders für seine ausgeprägten Multimediafähigkeiten und sein leistungsfähiges, präemptives Multitasking-Betriebssystem geschätzt. Nach zahlreichen Konkursen der Mutterkonzerne lebt der Amiga auch heute als Nischensystem weiter. Die aktuelle Version des Betriebssystem ist Amiga OS 4.1, im Jahr 2011 erschien mit dem AmigaOne X500 nach eineinhalb Jahrzehnten wieder ein All-in-One Amiga Modell für normale Endnutzer.

Atari

Die 1972 von Nolan Bushnell gegründete Firma ATARI stellte mit dem VCS 2600 die erste weltweit erfolgreiche Heimkonsole in die Läden und machte das Gaming in den Wohnzimmern weltweit populär. Arcade Klassiker wie Missile Command, Asteroids und Tempest sind noch heute weltbekannte Klassiker. Es folge 1977 der Einstieg ins Homecomputer-Business. Unter den Auswirkungen des Videospielcrashs 1984 wurde Atari an den Commodore Gründer Jack Tramiel verkauft. Nach der Homecomputer ST-Serie, dem ersten Farbhandheld Lynx und der ersten 64-Bit Konsole Jaguar fusionierte Atari 1996 aufgrund schwindender Marktanteile und Finanzproblemen mit dem Festplattenhersteller JTS und verschwand aus der Branche.

Atari 2600

Das Atari 2600 (auch VCS genannt) gilt als Urvater der Videospielkonsolen, weil es das erste erfolgreiche System mit austauschbaren Spielmodulen war. Anfangs, im Jahre 1977, verkaufte sich die Konsole eher schleppend, doch mit Lizenzen bekannter Spielhallenhits wie Pac-Man und Space Invaders kam der große Durchbruch. Auch später fesselten zahlreiche hochklassige Spiele von Drittanbietern (etwa Pitfall oder Demon Attack) Kunden lange vor die Konsole. Im Laufe der knapp 13 Jahre, in denen das Atari 2600 erhältlich war, wurden schätzungsweise 30 Millionen Stück verkauft und es gab mehrere Revisionen der Spielkonsole.

Atari 5200

Mit dem Atari 5200 wollte Atari an ihren großen Erfolg mit dem VCS (Atari 2600) anknüpfen. Technisch identisch mit den Heimcomputern von Atari plagte das System ein grausiger Controller. Dieser zentrierte sich nicht selbst und verweigerte teilweise bereits nach einer halben Stunde Spielzeit defekt den Dienst. Durch den Videospielecrash im Jahr 1983 und des mangelnden Erfolges veröffentlichte Atari die Konsole gar nicht erst in Deutschland. Nach knapp hundert Spielen und zwei Jahren Lebensdauer stellte man die Produktion schließlich ein.

Atari 7800

Das 7800 Pro System war die erste Konsole von Atari, die von einer externen Firma (General Computer) entwickelt wurde. Diesmal versuchte man sich auf seine Stärken zu besinnen. Man verwendete wechselbare Joysticks mit Standardanschluss und war abwärtskompatibel zu VCS Spielen. Kurz nach der Testeinführung im Jahr 1984 wurde Atari von Warner an Jack Tramiel verkauft, der keine Zukunft in Spielkonsolen sah. Deshalb nahm man das Pro System aus dem Handel. Mit dem großen Erfolg des NES von Nintendo entschied man sich, das Atari 7800 später doch noch weltweit zu veröffentlichen. Zu diesem Zeitpunkt war die Konsole jedoch hoffnungslos veraltet und der Markt durch NES und Master System gesättigt. So blieb der erhoffte Verkaufserfolg aus.

Atari 800

Der Atari 800, insbesondere der 800XL, zählt zu den erfolgreichsten Heimcomputern der 8-Bit Baureihe der Firma Atari. Dieser war der direkte Konkurrent des Commodore 64, konnte an dessen Erfolg aber nie anknüpfen. Dennoch überzeugte die Technik: 64 KByte Arbeitsspeicher, Pokey Soundchip und eine leichte Programmierbarkeit lockten nach kurzer Zeit zahlreiche Fans an. Selbst heute erscheinen hin und wieder neue Spiele, vor allem aus dem tschechischen und polnischen Raum, da der Rechner dort beliebter als der Commodore 64 war.

Atari ST

Der Atari ST war der erste 16-Bit Homecomputer von Atari. Basierend auf dem populären Motorola 68000 CPU, sollte der Atari ST der härteste Konkurrent des Amiga werden. Durch seine Midi Ein- und Ausgänge punktete der ST insbesondere im Bereich der professionellen Musikproduktion und ist teilweise heute noch in Tonstudios im Einsatz. Auf der spielerischen Seite musste man sich 1990 dem mit mehr Farben und besserem Soundchip ausgestatteten Amiga geschlagen geben. Nichtsdestotrotz hat der ST noch viele Fans und war Ataris letzte kommerziell erfolgreiche Hardware.

Balance Board

Das Wii Balance Board ist ein Zubehör, welches ursprünglich gemeinsam mit Wii Fit ausgeliefert wurde. Es handelt sich um eine Waage, die aus vier betretbaren Sensorflächen besteht. Position und Verlagerungen des Körpergewichts werden per Bluetooth an die Konsole gesendet, um das Spiel zu beeinflussen. Durch den großen Erfolg des Nintendo Balance Board unterstützten in der Folge weitere Titel das Zubehör, darunter We Fit Plus, We Skate, We Ski, Shaun White Snowboarding oder EA Sports Active.

Capcom

Capcom wurde 1979 von Kenzo Tsujimoto gegründet und entwickelte Spiele für die Spielhalle. Darunter das bekannte Shoot em up 1942. Ab Mitte der 80er Jahre stellte Capcom auch Spiele für Spielkonsolen von Nintendo (und später SEGA) her. Die bekannte Mega Man Reihe und Street Fighter entstanden zu dieser Zeit. 1996 veröffentlichte Capcom Resident Evil für die PlayStation und löste einen Survival Horror Boom aus. Resident Evil folgten verwandte Titel wie Devil May Cry, Onimusha und Dino Crisis. Zuletzt feierte Capcom mit der Monster Hunter Serie große Erfolge.

Colecovision

Mit dem Colecovision startete die Firma Coleco mit ihrem Feldzug gegen Atari 2600 und Mattel Intellivision. Zwar startete die Konsole im Jahre 1982 erst spät um die Gunst der Kunden, aber dafür konnte sie mit dem kraftvollen Zilog Z80 Prozessor aufwarten, der zu dieser Zeit auch häufig in Arcadeautomaten verbaut wurde. So konnte das Colecovision mit zahlreichen 1:1 Umsetzungen von Spielautomaten punkten wie beispielsweise Frogger, Time Pilot oder Zaxxon. Den großen Coup landete Coleco, indem sie sich die Exklusivrechte für eine Heimversion von Nintendos Donkey Kong sicherten, Das Spiel wurde zusammen mit der Konsole verkauft und sicherte somit den kommerziellen Erfolg der Spielkonsole. Durch den Videospielecrash in Amerika 1984 wurde das Colecovision nach knapp zwei Jahren bereits wieder eingestellt, da sich Coleco aufgrund der finanziellen Situation gezwungen sah aus der Branche auszusteigen.

Commodore 64

Der 1982 veröffentlichte Commodore 64 (Spitzname: Brotkasten) gilt als DER Heimcomputer der 80er Jahre. Noch heute ist die C64 Szene aktiv, in unregelmäßigen Abschnitten erscheint neue C64 Software. Die Verkaufszahlen des Commdore 64 bewegen sich zwischen 12,5 Mio. und 30 Mio. Geräten. Commodore stellte die Produktion erst 1994 ein. Spiele wie The Last Ninja, Summer Games und Giana Sisters zählen zu den beliebtesten Titeln. Die typischen C64 Merkmale: 16 Farben, 64 KB Speicher, SID Sound. Unverzichtbares Zubehör für Gamer: Kassettenlaufwerk 1530, Diskettenlaufwerk VC1541, Joystick, Reset-Modul.

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