Dieser Artikel wurde noch nicht überarbeitet

Mehr Infos: www.nexgam.de/redesign

Scooby Doo Mystery im Test

SNES
Auch Jahrzehnte nach seiner Geburt sind die jugendlichen Hobbydetektive aus dem Hause Hanna-Barbera Studios unter Kindern und Jugendlichen ein Garant für gute Unterhaltung. Das entgeht natürlich auch der Videospielindustrie nicht und so raffte sich der längst verblichene Publisher Acclaim auf und beglückte SNES-Besitzer im Jahr 1995 mit einer Version für den 16-Bitter.
Soweit gilt das für die USA, denn Europa erreichte der Titel dann doch nicht mehr. Ursprünglich mal für einen Release gegen Mitte '97 geplant, sollten die jugendlichen Detektive es doch nicht mehr auf den 16-Bitter schaffen. Und das obwohl namhafte Magazine bereits mittels PAL-Testversionen über den Titel berichteten. Der kurzerhand abgeblasene Release ging im Trubel um das neue N64 aber ohnehin vollständig unter.


Scooby-Doo-Mystery-3.jpg
Die Truppe mit typischer Rollenverteilung..


Doch nun zur Sache: Im Zentrum des Games steht dabei das mysteriöse Geisterschiff Red Ryan, auf dem die Jugendtruppe gefangen ist. Ihr schlüpft dabei in die Rolle der beiden beliebten Angsthasen Scooby und Shaggy, die daß unheimliche Schiffswrack natürlich am liebsten gestern als heute verlassen würden. Runter dürfen sie allerdings natürlich erst, nachdem der verdächtigen Bösewicht an Bord enttarnt wurde, wobei euch die anderen Teammitglieder Daphne, Velma und Freddy glücklicherweise behilflich sind.

Schlaumeier Velma (muß irgendwie mit Schlaubi Schlumpf verwandt sein) hilft euch etwa bei allerlei offenen Fragen und gibt stets gute Tips zum lösen von Rätseln. Damit seid ihr nämlich beim durchwandern der 2D Level stets beschäftigt, wobei sich 16-Bit Gamer lieber nicht zuviel Hoffnung auf ansprechende Rätselkost machen sollten - entweder sind die Aufgabenstellungen ebenso profan wie langweilig oder aber völlig unlogisch und nicht zu erraten.


Scooby-Doo-Mystery-4.jpg
Tolle Animationen von Shaggy & Scooby, leider einige von wenigen die immer und immer wieder verwurstet werden...


Von Daphne dagegen gibts wie in der Serie die heißbegehrten Scooby-Snacks (Lebensenergie) während Teamführer Freddy euch kontinuierlich mit seltsam anmutenden Tipps zuschwallt. Die alte Labertasche ist so schlimm, daß ihr ihm bei Sichtkontakt keiner Konversation entkommt und er euch darüber hinaus auch noch stets das gleiche erzählt. Könnte direkt mit Arabella Kiesbauer verwandt sein ^_^
An dieser Stelle im übrigen auch der Hinweis, daß der Titel naturgemäß nur über englische Texte verfügt und man der angelsächsischen Sprache entsprechend mächtig sein sollte.

Am ärgerlichsten empfand ich hingegen den fehlenden Koop-Modus für zwei Spieler, denn dieser hätte das ansonsten reichlich müde Gameplay durchaus etwas aufpeppen dürfen. So trottet man jedoch gezwungermaßen allein durch die reichlich abwechslungsarmen Decks des Schiffs, auf der Suche nach Objekt A mit dem sich der Weg nach Deck B öffnen lässt und merkt so langsam, wie die Augenlider immer schwerer werden...


Scooby-Doo-Mystery-5.jpg
Oh mein Gott, es ist ein... ein... Papagei!


Auch grafisch entzückt das 16 Mbit Action-Adventure nicht gerade mit üppigen Animationen der Protagonisten. Zwar mag die Geisterschiff-Kulisse im ersten Moment recht ansprechend erscheinen, nutzt sich aufgrund der ewig gleichen Wiederholungen aber recht schnell ab. Auch die Musik kann (bis auf den originalen Soundtrack) nicht überzeugen, allen voran die spärlichen Soundeffekte sind schlichtweg eines SNES unwürdig!

Sebastian meint:

Sebastian Scooby Doo Mystery ist leider eines dieser einfach gestrickten Spiele, die meist gegen Ende einer Konsolenära - typischerweise mit einem populären Namen im Verbund - noch herausgehauen werden und die letzten Reste des Marktes abgreifen sollen. Der Spielwitz kommt dabei oft zu kurz - so auch hier. Definitiv keine Bereicherung der eigenen SNES Spielesammlung! 

Positiv

  • Scooby Doo Lizenz

Negativ

  • Mäßige Rätselkost
  • Koop-Modus schmerzlich vermisst
  • Sehr simple Technik
Userwertung
0.0 0 Stimmen
Wertung abgeben:
0.0
senden
Mehr zum Thema