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Might & Magic II im Test

SNES
Es ist doch immer das gleiche - da könnte eine von Elfen, Zwergen, Menschen und vielen anderen bevölkerte Fantasywelt so schön sein, wäre nicht das Böse ständig dabei das Land zu unterwerfen und zu versklaven.
Den Teil des machthungrigen und durch und durch bösen Herausforders übernahm in der Vergangenheit der dunkle Gralkor, welcher vom etwas naiven, aber mutigen Zauberer Kahlon mittels eines mächtigen Kristalls in die Schranken verwiesen wurde. Dabei überschätzte der Zauberspruchklopfer seine eigenen Fähigkeiten ein wenig, so dass er am Ende samt seinem Kristall hinweggeschwemmt wurde.


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Über unzureichende Betätigungsfelder werdet ihr euch niemals beklagen können...


Einige Zeit ist nun ins Land gegangen und das Chaos hat sich über der Welt ausgebreitet - überall lauern plündernde Monsterhorden und Banditen die alles zerstören, was im Lande Cron noch bestand. Klar das da nur eine tapfere Heldenparty noch Abhilfe schaffen kann, die ihr selbstredend natürlich anführt.

Rollenspielfans wird es freuen zu hören, dass ihr acht Charakterklassen und fünf Rassen eine eigene Party zusammenstellen dürft. Vom jähzornigen Zwerg bis zum weisen Magier ist alles mit dabei. Allerdings solltet ihr schon ein eher ruhigeres Gemüt haben, denn die Erstellung der Party kann doch einige Minuten veranschlagen und will wohlüberlegt sein, da sie bekanntermaßen einen äußerst wichtigen Einfluss auf das Spielgeschehen hat.


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Die Kämpfe finden in typischer, rundenbasierter RPG-Manier statt...


Haben sich die Jungs und Mädels dann endgültig gefunden, kann es losgehen. Von der Hauptstadt Middlegate aus zieht ihr hinaus durch die monsterversuchten Lande, besucht Städte, Burgen und Dungeons und erlebt nebenbei zahlreiche Abenteuer. Kenner der Homecomputer Teile werden sich recht schnell schon wieder eingewöhnt haben, Frischlinge werden jedoch etwas Eingewöhnungszeit benötigen.

Und das mag nicht nur an den Menü's bzw. der Steuerung, sondern auch am teils derben Schwierigkeitsgrad liegen. Gerade zu Beginn des Abenteuers, wenn eure Party noch ernsthaft verwundbar ist, sind unzählige Tode vorprogrammiert, bevor ihr mit den notwendigen Level-ups stärker und gestählter werdet. Die Gegner stürzen sich nämlich mit Masse und Vorliebe auf kleine, unerfahrene Heldenpartys und nehmen diese genüsslich auseinander. Vielleicht hätte man bei der Entwicklung ruhig etwas nachsichtiger sein können, denn das Überleben gehört in Cron wirklich nicht zu den einfachsten Übungen. Gerade wenn ihr gleich zu Anfang auf Gegner trefft, welche doppelt soviele Hitpoints (= Lebenspunkte) wie eure gesamte Party besitzten....


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Diesen Screen werdet ihr unter Garantie das eine oder andere Mal zu Gesicht bekommen...


Aufgrund dieses etwas unausgewogenen ensteht natürlich durchaus viel Frust beim Zocken, weshalb sich wohl vornehmlich Rollenspielprofis sowie Leute mit ausreichend Sitzfleisch um diesen Titel bemühen sollten. Denn abgesehen von diesem Kritikpunkt, stimmt die Mischung bei Might & Magic II - eine Automapping-Funktion erleichtert euch die Orientierung, der Spielstand lässt sich auf Modul speichern und atmosphärisch wird euch das Spiel mit samt seiner komplett deutschen Story (!) bald in seinen Bann gezogen haben.
Lediglich Grafik und Sound merkt man doch ihre lange Reise von den Homecomputern auf das SNES ein wenig an, was echte Rollenspieler aber freilich nicht von einer Reise in das Land Cron abhalten sollte.
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