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Front Mission: Gun Hazard im Test

SNES
Haargenau ein Jahr nach dem Erfolg von Front Mission, bringt Squaresoft den Nachfolger Front Mission : Gun Hazard auf den japanischen Markt.

front_mission_gun_hazard_8Gun Hazard kann man nicht wirklich in die Geschichte der Front Mission-Reihe einordnen, da es außer den Mechas und dem Titel nichts mehr mit Front Mission zu tun hat. Aus diesem Grund heißt das Spiel auch nicht Front Mission 2 , wie oft fälschlicherweise angenommen wird. Front Mission 2 ist erst auf der Playstation erschienen. Während der großen Ressourcenkriege am Anfang des 21. Jahrhunderts wurde der orbitale Lift „ATLAS“ konstruiert, um unbegrenzte Energie mittels Solartechnik zu gewinnen. Doch dies scheiterte mit der Entdeckung der Fusionskraft. Über Nacht war „ATLAS“ veraltert und die Allianz der Nationen, welche die Erbauer der Konstruktion waren, gingen wieder ihre eigenen Wege. Kurze Zeit später breitet sich der Schatten des Krieges wieder über die Welt aus.

Man schlüpft in die Rolle von Albert Grabner, welcher in der Republik von Bergen wohnt. Dort soll er eine Person außer Landes eskortieren, welcher sich als der Präsident von Bergen entpuppt, der von einer verfeindeten Organisation verfolgt wird. So fängt das Abenteuer von Albert an, welches sich in Square-typischer Manier immer weiter verzweigt, immer mehr Protagonisten mit einbezieht und den Spieler schlussendlich über den ganzen Erdball hetzt. Spielerisch haben wir es hier mit einem Cybernator-Klon zu tun. Die Bewegungen der Mechas und auch die komplette Steuerung sind identisch. Mit der Ausnahme, dass man in Gun Hazard seinen Mecha individuell ausrüsten, mit diversen Sekundärwaffen bestücken, sämtliche Bauteile aufstufen und Items benutzen kann.

 

front_mission_gun_hazard_2Außerdem hat man diverse Weltkarten, auf denen man Orte wieder besuchen kann oder in Läden neue Ausrüstungsgegenstände oder Treibstoff erwerben kann. Die einzelnen Missionen laufen nach 2 Mustern ab:Entweder muss man sich durch Horden von Gegner durchschlagen unter Benutzung der Primär- und Sekundärwaffen, sowie der Abwehrfunktion und der Items, oder man muss bestimmte Schlüsselgegenstände in anderen Arealen sammeln, um in einem Gebäudekomplex immer weiter ein zu dringen und einen der zahlreichen Endgegner zu besiegen.

Die verschiedenen Levels könnten abwechslungsreicher nicht sein, so kämpft man sich durch gigantische Gebäudekomplexe, durch die hügelige Landschaft Bayerns, zerstörte Städte im eisigen Sibirien oder durch den Dschungel Brasiliens. Sehr schön ist die grafische Umsetzung gelungen, welche sich besonders in den Animationen und Effekten zeigt.

front_mission_gun_hazard_4Nicht nur die Bewegung der Mechas und die verschiedenen Waffen sind großartig, die Effekte in der Wüste oder im Regenwald suchen seinesgleichen. So wird man in der Sahara von der Sonne geblendet, wenn man sich oberhalb der Dünen befindet, Sonnenstrahlen, welche durch die Baumkronen des Regenwaldes dringen, erhellen die Sicht in den sonst schattigeren Dschungelarealen und die Suchscheinwerfer russischer Kampfhubschrauber suchen die Gegend nach dem gejagten Albert ab.

Diese Grafikpracht übersteigt allerdings bei großen Gefechten mit über 5 Gegnern gleichzeitig auch ab und zu mal die Leistung des SNES. So kann es mal zu kleineren Rucklern oder zum Flackern eines Geschosses kommen. Auch die Zwischensequenzen, welche teilweise aus Dialogen in Ingamegrafik bestehen oder sogar aus wirklich guten Bildervideos, wissen zu überzeugen. Genauso abwechslungsreich wie die grafische Gestaltung sind auch die Missionen unseres Helden.

front_mission_gun_hazard_11So muss man mal ein paar bayerische Landesgenossen vor einer Giftgasattacke beschützen, mit Hilfe eines der Teamkollegen gegnerische Basen sprengen oder sogar einen Zug in Arabien verfolgen. Besonders letzteres hat es mir sehr angetan. Der aufwirbelnde Sand des Zuges, die Geschwindigkeit des Levels und das Infiltrieren des Maschinenraums macht einfach Spaß und die gelungene Sounduntermalung tut ihr bestes.

Auch die Funktion mittels der Select-Taste seinen Mecha zu verlassen und so mittels eines Raketenrucksacks und diverser Pistolen engere Gänge zu erforschen rundet das Spielgeschehen nochmals ab. Die Musikuntermalung ist Square-typisch wieder sehr gut gelungen. So wird mit düsteren Melodien wieder gut die Stimmung des Krieges herübergebracht und sorgt für den ein oder anderen Gänsehautmoment.

front_mission_gun_hazard_3Im Gegensatz zu dem viel zu leichten Ende in Front Mission verzweifelt man hier am Endgegner. Rennt man noch im vorherigen Level einfach durch, so ist man binnen Sekunden vom Endgegner zerlegt. Hier heißt es also Aufleveln. Fans des ersten Teils werden allerdings von den Texten geschockt sein. Jede Kleinigkeit des Spiels ist auf japanisch, sei es das Haupt- oder Einkaufsmenü.

Einzig allein die Ausrüstungsgegenstände werden in lateinischer Schrift ausgegeben, allerdings anhand von Abkürzungen wie zum Beispiel „SG-04“ (was für „Shotgun auf Level 4“ steht) oder „SW-58K“ (befindet sich hinter dem Bindestrich 3 Ziffer- oder Buchstabenkombinationen, dann handelt es sich um einen komplett neuen Mechagrundsatz). Setzt man sich allerdings hin und lernt die Menüpunkte auswendig, dann ist auch dieses Spiel sehr gut für Nichtjapaner zu meistern. Da die Items und Ausrüstungsgegenstände lesbar sind, kann man durch simples Ausprobieren lernen, wofür welches Item gut ist und das Menü weiß man nach dem Zehnten mal aufrufen auch auswendig.

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