Dieser Artikel wurde noch nicht überarbeitet

Mehr Infos: www.nexgam.de/redesign

Civilization (us.) im Test

SNES
Bei dem großartigen Erfolg der Reihe auf PC & den damligen Homecomputern, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit bis sich ein Hersteller aufschwingt, den Wünschen der Fans Genüge zu tun. Und das ausgerechnet die Strategieexperten von KOEI da ihre Finger mit im Spiel haben, überrascht gar nicht. Doch kann ein für Computer ausgelegtes Strategiespiel auch auf einer 16-Bit Konsole begeistern?
Zunächst aber noch einmal die schlechte Nachricht vorweg - Civilization ist nur in den USA veröffentlicht worden und nicht als PAL Version bei uns erhältlich, daher auch das Kürzel (us.) las Hinweis auf die uns vorliegende, getestete US-Fassung des Spiels. Bevor ihr nun gleich euren Importadapter aus einer dunklen Schublade hervorkramt, ein paar Worte zur Umsetzung.


Civilization-us-1.jpg
Legt die Bedingungen für eure Zufallswelt fest!


Nach wie vor übernehmt ihr hier 4000 v. Chr. die Führung eines Volkes und führt dieses durch zahlreiche Menschheitsepochen und Entwicklungen. Vor Spielstart dürft ihr euch aus dem reichlichen Angebot an Völkern euren Favoriten aussuchen, wobei neben Klassikern wie England, Frankreich und Deutschland auch Exoten wie z. B. die Zulus oder Inder auf eine weise Hand warten. Ist die Entscheidung gefallen, startet ihr sogleich mit einem (mit etwas Glück auch zwei) Siedlern ins Abenteuer Weltgeschichte.


Civilization-us-2.jpg
Unsere beiden frischgegründeten Städte!


Mit Ausnahme einer als Szenario anwählbaren nachempfundenen Erdkarte wird dabei ausschließlich auf zufallsgenerierten Karten gespielt, was bei jedem Spielstart eine neue Rahmensituation verspricht und so auch mehr für mehr als nur 1-2 Spieleabende motiviert. Dabei offeriert die Umsetzung ein erstaunlich nah am PC-Original liegendes Gameplay, so daß sich Kenner sehr schnell einfinden werden. Binnen kürzester Zeit werden Städte gebaut, Straßen und Bewässerungsanlagen angelegt und Armeen verschickt. Trefft ihr auf eine der wahlweise 2 - 6 computergesteuerten Zivilisationen, kommt die Diplomatie ins Spiel. Längst nicht so ausgefeilt wie bei späteren Teilen der Reihe können hier dennoch Friedensverträge geschlossen, Kriegsallianzen vereinbart und Forschungsergebnisse ausgetauscht werden.

Civilization legt dabei auf dem SNES die gleiche unglaubliche Komplexität an den Tag, wie es auch schon auf dem PC Anno 1991 der Fall war. Zu jeder einzelnen Einheiten, Technologie oder Regierungsform existiert ein entsprechender Text in der Civilopedia der Erklärungen liefert oder Entwicklungen beschreibt. Für Geschichtsfans eine wahre Fundgrube - vorausgesetzt sie verfügen über fortgeschrittene Englischkenntnisse! Denn hier zivilisiert man freilich in der angelsächsischen Sprache, was ungeübteren Naturen sicherlich etwas den Spaß verderben könnte. So ganz ohne Sprachverständnis werdet ihr hier leider kaum durchkommen.


Civilization-us-3.jpg
Bronzeverarbeitung erforscht!


Etwas Kritik muß ich an der Steuerung üben, die leider im Vergleich zur komfortablen Maus & Tastatur Kombination auf dem PC Feder lässt. So gerät das durchschalten zwischen Einheiten besonders später bei größeren Reichen schon mal zur ziemlichen Fummelei und auch Mehrfachbelegungen der Buttons tragen anfangs zu reichlich Verwirrung bei. Wer die Anleitung nicht mit erworben hat, legt sich am besten Papier und Stift zur Seite um wichtige Erkenntnisse im Bezug auf die Steuerung dort festzuhalten. Oder noch besser - grabt die längst vergessene Nintendo Maus noch einmal aus und verhelft ihr zu einem Comeback, denn damit spielt es sich gleich Welten besser!


Civilization-us-4.jpg
Diplomatische Verhandlungen mit Abe Lincoln...


Grafisch gibt es hier natürlich nicht gerade viel zu sehen, daß war aber auch schon bei der vielgerühmten Vorlage nicht anders. Der bunte Teilchenlook wirkt auf dem SNES immerhin noch eine Tick bunter, Animationen sind genauso selten wie ein Sechser im Lotto und der Sound kommt ähnlich piepsig aus den Lautsprechern wie damals noch auf meinem Amiga. Schade übrigens das man dem Spiel nicht noch einen Zweispielermodus hinzugefügt hat. Den hatte zwar das Original auch nicht zu bieten, wäre auf für den 16-Bitter aber ein nettes exklusives Feature gewesen.
Userwertung
0.0 0 Stimmen
Wertung abgeben:
0.0
senden
Mehr zum Thema