LocoRoco im Test

PSP

Böse Außerirdische überfallen den Planeten der LocoRocos! Hilf mit die kleinen knuffigen Knödel vor ihrem Schicksal zu bewahren und rette sie! Was sich wie ein Kinderspiel anhört und wie so eins aussieht, entpuppt sich als DIE Hoffung für Sonys portable PlayStation. Litt das Handheld bisweilen unter dem Mangel an Exklusivtiteln, so verspricht LocoRoco endlich der erhoffte Blockbuster zu werden. Dabei passt das peppig bunte Game so überhaupt nicht ins Profil der typischen Zielgruppe. Gelingt Sony trotzdem der lang ersehnte Geniestreich?

Loco_Roco_11Ihr steuert LocoRoco, der wie ein Hybrid aus Wasserballon, Kartoffelknödel und Pogo Puschel anmutet, durch zweidimensionale Welten und versucht das Levelende zu erreichen. Dabei kontrolliert ihr die Wackelkugel nicht direkt, sondern dreht konsequent via L und R den ganzen Planeten um 30°. Woraufhin LocoRoco in die entsprechende Richtung rollt, bei gleichzeitigem Druck der Schultertasten springt er.

Auf diese Weiche weicht ihr vereinzelten Gegnern aus und meistert kniffligen Hüpfpassagen, Zahnräder und Rutschen. Durch das Sammeln von Blüten gesellt sich je ein weiterer LocoRoco zu eurer illustren Gesellschaft, woraufhin euer Klops immer weiter anschwillt und zu einem Wabbelberg mutiert.

Um auch durch das feinste Nadelör zu passen, lässt sich Loco jedoch in kleinere Artgenossen aufspalten, um anschließend durch die Spalten zu rutschen. Das Erreichen des Levelendes ist hierbei selbst für ungeübte Zocker kein Problem: LocoRoco zieht seine Motivation aus dem Erreichen eines möglichst hohen Highscores. Jeder gefundene Blop bringt ebenso Punkte wie das Aufspüren der vielen versteckten Items in den verwinkelten Spielstufen. Viele der gefunden Gegenstände entpuppen sich als Rampen oder Stufen, die sich anschließend im LocoRoco-Haus verbauen lassen. Danach toben die kleine Beutel, einer famosen Physikengine sei dank, in ihren eigenen vier Wänden drauf los. Neben dem erneuten Absuchen der Levels sorgen auch kurzweilige Minispiele für Langzeitspaß.

Loco_Roco_16Ein Großteil der Faszination, die LocoRoco ausübt, wird von der Präsentation getragen. Euer wabernder LocoRoco rollt flüssig durch eine bunte runde Pappmachéwelt, die an Barbapapa und anderen Vorschul-Zeichentrick erinnert. Dabei verformt und verbiegt sich die Fauna ebenso gummiartig und geschmeidig wie euer virtueller Klops, alles wirkt wie aus einem Guss. Während ihr durch die Levelarchitektur schwabbelt, singt und summt LocoRoco ständig das Hintergrundlied mit, einigen Lebewesen könnt ihr gar ein Ständchen singen, die euch dafür mit Bonusgegenständen belohnen. Die kindlichen Melodien haben absolute Ohrwurmqualitäten und so ertappte ich mich beim Mitnicken.




Kai meint:

Kai

Sony stellt mit diesem Geschicklichkeitsspiel erneut unter Beweis, dass sie für innovative Spielideen mindestens ebenso zu haben sind wie Nintendo. LocoRoco sieht erfrischend anders aus und spielt sich auch so – eine UMD voller Charme! Die famose Präsentation und das ausgefeilte Gameplay sorgen für Spaß pur, zur Perfektion fehlt LocoRoco allerdings etwas Tiefgang.

Positiv

  • Famose Präsentation
  • Innovatives Spielprinzip

Negativ

  • Nicht besonders tiefgründig
Userwertung
7.8 2 Stimmen
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Forum
  • von exocron:

    finde locoroco ein wirklich feines spiel. Ist auch atmosphärisch erste sahne. Spiele es momentan auch wieder

  • von Nognir:

    Das und Patapon, das ist so herrlich bescheuert ...

  • von ChaosQu33n:

    Habe mir damals für das Spiel eine PSP gekauft. Der Deadshot hatte bei einem unserer allerersten Treffen eine PSP mit der Christmas-Demo von Locoroco dabei und dann musste ich eine PSP haben Ist auch heute immernoch eines meiner liebsten Spiele für dieses Handheld....

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