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Activision Hits Remixed im Test

PSP
Selbst auf den hochmodernen und technologisch fortschrittlichsten Handhelds wünscht man sich immer wieder etwas Klassisches und Bodenständiges. Gerade auf diesen Umstand ist es zurückzuführen das diverse Hersteller Spielesammlungen veröffentlichen. Nach Namco, Midway, Capcom und EA bringt nun auch Activision einen Remix seiner vermeintlich verloren gegangenen Spieleperlen auf einer UMD. Doch nicht nur das erwartet den Käufer, aber lest selbst.
Der Nachtrag Remixed kommt daher, das diese Compilation in etwas anderer Form schon als Activision Anthology auf der PS2 veröffentlicht wurde. Der Remix selbst hält sich aber in Grenzen: Wieder stehen euch mehr als 40 Spieleklassiker aus der Atari 2600 Ära zur Verfügung. Dabei tummeln sich neben den Activision Spielen auch einige Imagic Titel, die zur damaligen Zeit ähnlich ausgefeilt wie die hauseigenen Spiele waren.

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Auch das Design ist an das Original angelehnt: Der Spieler sitzt gemütlich vor dem Fernseher in seinem Zimmer und wählt nebenstehend eins von den Spielmodulen aus. Per Knopfdruck auf die Quadrattaste können zum jeweiligen Spiel zusätzliche Informationen abgefragt werden. So kann man die Anleitung lesen, die zwar meist nicht benötigt wird, aber oftmals auch wichtige Spieletipps beinhalten oder man begutachtet das Modul selbst und dessen Verpackung von allen Seiten. Auch können in einer speziellen Box eventuell freigeschaltete Gimmicks angesehen werden.

Diese beschränken sich meist auf Bilder von den Patches, die damals bei den späteren Spielen an besonders gute Spieler ausgeliefert wurden. So musste man damals nur beim Erreichen einer bestimmten Punktzahl ein Foto des Fernsehbildes mit dem erreichten Punktestand eingeschickt werden um wenige Tage später einen solchen Aufnäher zu erhalten. Schade ist allerdings das nicht alle Patches freigeschaltet werden können. Einige wie zum Beispiel bei Crackpots wurden irritierenderweise nicht mit ins Spiel integriert.

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Neben diesen Aufnähern können bei einigen Spielen auch die aus heutiger Sicht urkomischen Werbespots aus der damaligen Zeit freigeschalten werden. Das wahre Highlight stellt wie bei der PS2 Fassung der 80er Jahre Soundtrack dar. Lizenzierte Tracks von a-ha, Blondie oder Twisted Sister runden das Gesamtbild ab und verstärken das Gefühl wieder jung zu sein. Falls dies als störend empfunden wird und man sich an den piepsigen Originalsound erfreuen will, kann die Musik einfach per Stereoanlage abgeschaltet werden.

Nun aber zum wichtigsten Teil: Wie sind die Spiele selbst und wie haben sie die Portierung überstanden? Praktisch ist bei dem 16:9 Bildschirmformat, dass der freie Platz dafür genutzt wird die Tastenbelegung anzuzeigen. Gegebenenfalls kann auch das Bild gezoomt werden um im Vollbild in den Genuss des Spieles zu kommen. Gespielt wird wahlweise mit Steuerkreuz oder mit Analogstick, wobei man bei Games wie River Raid oder Beamrider das digitale Steuerkreuz vorziehen sollte, da der Analogstick hier etwas zu ungenau ist. Auch beispielsweise bei Decathlon ist die Steuerung etwas schwierig, da man in manchen Disziplinen abwechselnd die Schultertasten betätigen muss.

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Praktisch ist hier auch, dass man ganz einfach mit der Kreistaste wieder in das im Cel-Shading-Look gehaltene Zockerzimmer zurückkehren kann und bei Belieben ein anderes Spiel spielen kann. Später kehrt man dann einfach wieder zurück und kann an der Stelle weiterspielen an der man vorher pausiert hat. Dieses Feature ist Gold wert und macht den Titel perfekt für unterwegs. Unterstützend kommt hinzu das keine Ladezeiten vorhanden sind, was bei Spielgrößen von 4 bis 8 Kilobyte wohl auch nicht verwunderlich sein sollte. Auch an eine Gamesharing Funktion wurde gedacht um einen Mitspieler anlocken zu können, dabei wird positiverweise auch nur eine Disc benötigt. Negativ ist aber anzumerken das die Spieldaten nicht automatisch gespeichert werden, dies muss manuell im Optionsmenü erledigt werden.

Michael meint:

Michael Alles in allem ist die Portierung auf das Handheldsystem geglückt. Mit über 40 verschiedenen Gameklassikern und schickem 80er Jahre Soundtrack lockt die UMD alte Zockerhasen vor den 16:9 Bildschirm. Ein Faible für die 8-Bit Ära solltet ihr allerdings schon mitbringen, ansonsten mögen die Spiele doch etwas abschreckend wirken. Für einen Preis von knapp 30 Euro Neupreis sollten Retrozocker allerdings das Herz aufgehen. Mich hat die Spielesammlung jedenfalls sofort verzaubert und lässt auch über die kleineren Makel hinwegsehen.

Positiv

  • über 40 kleine Games - perfekt für unterwegs
  • praktisch keine Ladezeiten
  • passender Soundtrack aus den 80ern

Negativ

  • Retro-Optik vielleicht abschreckend
  • Spielstand wird nicht automatisch gespeichert
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