Dieser Artikel wurde noch nicht überarbeitet

Mehr Infos: www.nexgam.de/redesign

300: March to Glory im Test

PSP
Ein Mann, der eine ganz genaue Vorstellung vom Kampf zwischen Leonidas, König von Sparta, und Xerxes, Großkönig der Perser, hat, heisst Frank Miller.
300-March-to-Glory-1.jpg300: March to Glory präsentiert sich auf der PSP als klassisches Hack’n Slay-Actionspiel, welches leider zu wenig Spieltiefe bietet. Euer Charakter trägt ein Schild, Schwert und einen Speer – per Knopfdruck schaltet ihr die Waffen durch. Zwei Buttons der PSP werden für die Hauptattacken benutzt, während ein dritter Button eine Spezialattacke mit dem Schild als Waffe ausführt. Im Nahkampf lasst ihr so Combos auf die Gegner hageln und die meisten Widersacher haben danach auch schon genug. Stärkere Gegner verlangen längere Combos und manchmal sogar ein bisschen Taktik. Ein Problem des Spiels ist es, dass die Kämpfe nur selten wirklich interessant sind, egal wieviel Blut und Gliedmaße auf dem PSP-Bildschirm rumfliegen. Progressiv mit dem Spielverlauf erhaltet ihr neue Ausrüstung, die jedoch kaum den gewünschten Effekt hat und das Gameplay somit nicht großartig beeinträchtigt. Mit anderen Worten: 300 verkommt auf der PSP zum absoluten Buttonmasher...

300-March-to-Glory-2.jpg 300-March-to-Glory-3.jpg


Für ein minimales Gefühl der Abwechslung sorgen die speziellen Fähigkeiten von Leonidas. So gibt es z.B. die ‚Blood Drunk’ Phase, die den ganzen PSP-Bildschirm rot einfärbt und die Stärke eurer Angriffe für eine bestimmte Zeit verdoppelt. Außerdem lässt sich eine kurze Unverwundbarkeit aktivieren sowie die Zeit verlangsamen, so dass ihr eure Gegner schön in Zeitlupe auseinandernehmen könnt. All diese Fähigkeiten sind an die ‚Wrath’-Leiste auf dem Bildschirm gebunden – je mehr Gegner ihr erledigt, umso schneller füllt sie sich. Diese Fähigkeiten lassen euch ein paar schwerere Stellen des Spiels bewältigen und manchmal trefft ihr sogar auf Gegner, die sich nur unter dem Blood Drunk-Einfluss erledigen lassen.



300-March-to-Glory-6.jpgArme und Beine abschneiden, epische Bossfights – das sorgt zunächst für Spielspaß. Doch zu oft werden diese Momente unterbrochen durch anstehende Kämpfe gegen andere böse Jungs, die wiederum alles andere als fördernd für den Spielspaß sind. Der Spielfluss wird auch oft durch die Hailstorm Attacken (Pfeilhagel) abgehakt, während denen ihr alles unterbrechen und euch für die Dauer des Angriffs hinter dem Schild verstecken müsst. Zu erwähnen sind auch die Phalanx-Abschnitte, in denen ihr mit euren Spartanern in die bekannte Formation geht und langsam voranschreitet, Speere voraus. Die Idee ansich ist prima, der Umsetzung jedoch mangelt es an Tiefe und Abwechslung. Eure Mitstreiter sind nicht nur während der Phalanx an eurer Seite – in jedem Abschnitt habt ihr ein oder zwei Untertanen mit dabei, die sogar einen ganz guten Job machen. Zumindest gegen normale Gegner, um die, die eine spezielle Taktik benötigen, müsst ihr euch selber kümmern.

300-March-to-Glory-4.jpg 300-March-to-Glory-5.jpg


Bei der technischen Präsentation enttäuscht 300 auf grafischer Ebene und begeistert dafür umso mehr wenn es um den Sound geht. Die Grafik Engine ist alles andere als beeindruckend und auf der PSP haben wir schon deutlich besseres gesehen. Die Umgebungen und Charaktere bringen zuviele unschöne Klötze zum Vorschein, das muss Anno 2007 nicht mehr sein – auch auf einem Handheld. Leonidas ist dabei als Ausnahme zu erwähnen, für euer Alter Ego haben sich die Entwickler ein bisschen mehr Mühe gegeben. Die Kamera ist oft alles andere als hilfreich und heftige Slowdowns kratzen an der Wertung. Bei den Zwischensequenzen, die im Stil des 300 Comics gehalten sind, zeigt sich die andere Seite, denn sie sind sehr stylish und passen wunderbar zum Spiel. Beim Sound begeistert zunächst der Soundtrack, der prima in die Spielsequenzen editiert wurde. Auch die Stimmen der Charaktere wissen zu gefallen.

Gregory meint:

Gregory 300: March to Glory verschenkt viel Potential und man merkt dem Spiel deutlich an, dass die Entwickler nicht die nötige Zeit hatten, um aus einem oftmals zu langweiligen Buttonmasher ein anspruchsvolles Actionspiel zu machen. Wer nach dem Kinobesuch noch nicht genug von 300 hat kann sich den PSP-Titel gerne mal anschauen, zuviel erwarten sollte man jedoch nicht.

Positiv

  • Zeitlupen vom Film gut integriert
  • Klasse Soundtrack
  • Zwischensequenzen im Comic-Look

Negativ

  • Mangelnde Abwechslung
  • Technisch nicht auf der Höhe
  • Problematische Kamera
Userwertung
0.0 0 Stimmen
Wertung abgeben:
0.0
senden
Mehr zum Thema