Wipeout HD im Test

PlayStation3

Es gibt Franchises, die schon seit jeher die Geschichte der PlayStation begleiten. Eines davon ist WipEout, das damals durch seinen futuristischen Stil und einem reißerischen Technosoundtrack überzeugen konnte. Auch jetzt, Jahre und diverse Nachfolger später, fasziniert das Spielprinzip immer noch. Das Studio Liverpool, zu jenen Zeiten noch bekannt unter dem Namen Psygnosis, arbeitete nun an einer Edelvariante des pfeilschnellen Racers und herausgekommen ist Wipeout HD, das seit kurzem im PlayStation Network verfügbar ist. Wir machten es uns für einige Zeit im Cockpit gemütlich, um für euch ein paar Runden in Schallgeschwindigkeit zu drehen.

Wipeout_HD_11Im Grunde genommen bietet man hier aber nichts Neues, denn die acht verschiedenen Strecken, inklusive der Rückwärtsvarianten, sind alle schon auf unterschiedlichen vergangenen Teilen präsentiert worden. So findet man eine Vielzahl der Strecken von den PSP-Ablegern Wipeout Pure und Wipeout Pulse in Wipeout HD. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum man sich diesen Titel zulegen sollte.

Diese lässt sich einfach beantworten: Wipeout HD macht Spaß. Das nicht nur weil man in einer Kampagne mit fünf verschiedenen Rennevents offline seine Medaillen verdienen kann, sondern auch in einem ausgedehnten Onlinemodus gegen Spieler aus der ganzen Welt antreten kann. Der Zusatz im Spieletitel kommt ebenfalls nicht von ungefähr: Die Renngleiter und Strecken werden in feinster nativer 1080p Auflösung auf eure Augen projiziert, was natürlich einiges hermacht.

Doch zur Einspielerkampagne: Hier tritt man wie bereits erwähnt in fünf verschiedenen Locations an, um mehrere Rennen zu fahren. Diese gliedern sich in klassische Einzelrennen, Schnelle Runden, Turniere, Zeitrennen und den spaßigen Zonenmodus. Leider übernahm man die Eliminatorrennen, wie man sie bei den PSP-Spielen kannte, nicht in Wipeout HD.

Wipeout_HD_16Während der Kampagne wird die Schwierigkeit der Rennen stetig erhöht, was man vor allem an den verschiedenen Rennklassen sehen kann. Diese sind die vier aus den Vorgängern bekannten Venom, Flash, Rapier und Phantom. Um im Spiel weiterzukommen muss man nicht jedes Rennen erfolgreich abschließen, denn es genügt in jedem Event eine bestimmte Punktzahl um das nächste mit weiteren Strecken und einem zusätzlichen Rennteam freizuschalten. Falls man aber doch die Disziplin vorweisen kann, und alle Strecken mit einer Medaille abschließt wird mit einer Trophäe aus dem von Sony neu eingeführten Trophäensystem belohnt.

Obwohl das Spiel selbst neben bekannten Strecken und Soundtrack von den PSP-Teilen übernahm, zeigte man jetzt, dass man ein Herz für Einsteiger hat. Für Neulinge wurde erstmals in einem Wipeout Titel eine Fahrhilfe integriert, die den Gleiter von der Bande fernhält. Diese lässt sich in jeder Schwierigkeit und sogar im Onlinemodus einschalten. Alte Hasen werden aber weiterhin auf die seitlichen Bordbremsen vertrauen, die über die zweiten Schultertasten einzusetzen sind.

Wipeout_HD_33Im Laufe der Kampagne wird der Schwierigkeitsgrad stetig erhöht und man tut gut daran in späteren Rennevents die Beschleunigungszellen, die sich auf den Strecken befinden, bis zum Letzten auszureizen. Auch die hohe Geschwindigkeit in der Phantomklasse führt dazu, dass man nahezu jeden Winkel der Strecke auswendig kennen sollte, um eine der begehrten Medaillen einfahren zu können. Glücklicherweise kann die Schwierigkeit der KI in drei unterschiedlichen Stufen geregelt werden.

Neben der Offlinekampagne, die den Spieler sicherlich für einige Stunden beschäftigen wird, ist der Onlinemodus das zweite Herzstück des Games. Hier können Spieler in den verschiedenen vom Singleplayer bekannten Rennmodi gegeneinander antreten. Hierbei werden die Rennzeiten, ebenso in der Einspielerkampagne, automatisch auf einen zentralen Server hochgeladen und können dort mit den anderen Fahrern und auch mit den Freunden auf der Freundesliste verglichen werden.

Das wahre Highlight von Wipeout HD ist natürlich die optische Präsentation: Der futuristische Racer erstrahlt in 1080p mit einer konstanten Framerate von 60 Hz. Ein weiteres Highlight sind ebenfalls die Zonenrennen: In diesem Modus muss der eigene Gleiter nur gesteuert werden und dabei muss man so viele Zonen wie möglich durchfliegen, wobei die Geschwindigkeit von Zone zu Zone immer weiter erhöht wird. Darstellerisch sind die Strecken hier wie in einer Computersimulation dargestellt, die ein wenig an den Film Tron erinnert. Auch die serientypischen Technoklänge sind erneut mit dabei, wurden aber ebenso von den beiden Handheldspielen übernommen und für einen Dolby Digital 5.1 Sound aufbereitet.




Michael meint:

Michael

Viel Bekanntes, aber trotzdem immer wieder gut. Das war vermutlich die Devise vom Studio Liverpool. Allerdings geht diese in diesem Fall auch auf. Bei einem Preis von knapp 18 Euro bekommt man zwar altbekannten Spielinhalt, dieser wird jedoch durch die hochauflösende Optik und das geniale Onlineerlebnis deutlich aufgewertet und rechtfertigt durchaus einen Kauf. Neulinge sollten hier auf jeden Fall zuschlagen, denn durch die erstmals integrierte, zuschaltbare Lenkhilfe finden diese einen leichten Einstieg.

Positiv

  • knackige Optik in echten 1080p
  • spaßiger Onlinemode

Negativ

  • bereits bekannte Kurse aus vorherigen Wipeout Teilen
  • keine Eliminatorrennen
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Forum
  • von Enze:

    oh mann geil ich würds auch gerne mal in 3d sehen! FUUUUCK!

  • von Symer:

    ok, das hat sich erledigt. die schlüsseldatei wird bei den getätigten downloads angezeigt. also die kommt einfach dazu. das spiel ansich ist ja der oooberknaller. zusammen mit meinem visor fällt mir wirklich nichts mehr dazu ein. auch das 5.1 sound-testing gefällt mir sehr gut. sehr schönes...

  • von Enze:

    ich hab eins doppelt, sogar auf blueray 5 euro ist der preis ...

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