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World Racing im Test

PlayStation2
Lange haben wir drauf gewartet und aus dem ehemals angekündigten „Mercedes-Benz-World -Racing“ wurde nun am Schluss „World-Racing“.

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Die eigens für dieses Game neu geschaffene „Landscape Engine“, zeigte schon in der uns damals gezeigten Version, was kommen sollte. Die Verschiebung des Games wurde gut genutzt um diese Engine für das Game noch weiter auszureizen.
Bis zum Erscheinen konnte man sich auf www.mercedes-benz.de/worldracing auch immer wieder wunderschöne Bilder der Autos und Landschaften ansehen.
An der URL merkt ihr schon, daß das Spiel mit kompletter Unterstützung und sogar Lizenz von Mercedes entstanden ist. Sämtliche technischen Daten der Fahrzeuge und deren Design stimmt exakt mit dem überein, was im Originalen auf der Straße fährt. Und als „Extra“ dürfen wir in diesem Spiel sogar die Oldtimer sowie nie für die Serie gebaute Konzeptcars fahren

Synetic Studio, welche uns auf dem PC schon geniale Games wie „N.I.C.E“ und „N.I.C.E 2“ sowie „Mercedes-Benz-Truck-Racing“ gebracht haben, wollen mit „World-Racing“ der Welt einmal zeigen, was mittlerweile auf einer Konsole möglich ist. Die Xbox bot ihnen hierfür die Power, die zur Umsetzung solcher Grafiken von Nöten war. Insgesamt hat man an diesem Titel zweieinhalb Jahre entwickelt. Jedes Fahrzeug besteht aus 17.000 Polygonen, was die Autos absolut genial aussehen lässt. Nun gibt es auch eine Playstation 2 Version des Titels, ob er genauso spektakulär aussieht wie auf Microsofts Konsole, erfahrt Ihr auf den folgenden Seiten meines Testberichtes, der auf dem Xbox Test von Stefan basiert.


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Euch stehen bei „World-Racing“ 22 Basisfahrzeuge zur Verfügung, welche mit verschiedenen Motorvarianten versehen werden. Das ergibt am Ende fast 110 Fahrzeuge, die Ihr auf über 320KM Strecke bewegen dürft. Da sollte doch für jeden von Euch das richtige Auto dabei sein. Die Streckenanzahl in den 6 Szenarien ist seit August noch einmal angewachsen. Insgesamt könnt Ihr auf 117 Strecken Euer Unwesen treiben. Eure Tour führt Euch von Nevada über die Alpen, Mexiko, Australien und Japan bis auf die hauseigenen Mercedes Teststrecken. Auf diesen Teststrecken müsst Ihr den Leuten von Mercedes zeigen, was Ihr drauf habt. Sowieso ist von Seiten Mercedes immer ein Auge auf Euch gerichtet. Die Beobachter analysieren alle Rennen und wenn Ihr Euch gut macht, schaltet Ihr im Verlauf der des Spiels weitere Meisterschaften, Strecken und Autos frei. Auch wird Euer komplettes Fahrverhalten immer im Auge behalten. Am Ende jedes Rennens bekommt Ihr dann eine Bewertung Eures Charakters. Aber dazu später mehr.


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Nach dem Intro, welches mit Absicht ein wenig verschwommen und mit Effekten versehen ist, gelangt Ihr ins Hauptmenü des Spiels. Hier könnt Ihr zwischen dem Einzelspieler und Mehrspielermodus wählen. Habt Ihr bereits einen Charakter erstellt, bietet sich hier auch die Gelegenheit, das Spiel fortzusetzen.
Als erstes müsst Ihr Euch nun einen neuen Charakter erstellen. Ihr habt die Möglichkeit aus verschiedenen Vorgaben eine weibliche oder männliche Person auszuwählen. Dieser verpasst Ihr noch einen Namen und wählt ein Nummerschild aus, welches eine von Euch eingegebene Gravur bekommt. Um erstmal in das Game reinzuschnuppern besteht die Möglichkeit Anfangs direkt auf „Probefahrt“ oder „Freie Fahrt“ zu gehen. Hier könnt Ihr aus den bereits offenen Autos und Strecken wählen um Euch erst einmal mit der ganzen Sache vertraut zu machen.


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Das geniale und einzigartige an „World-Racing“ ist ein Regler im Optionsmenü, den Ihr zu jeder Zeit im Spiel verstellen könnt. Mit diesem Regler habt Ihr die Möglichkeit zwischen ARKADE und SIMULATION zu pegeln. Vom Spiel vorgegeben ist der Regler in der Mitte des Möglichen. Anfangs könnt Ihr nun auf Arkade gehen um so einfach ein wenig Fun zu haben an dem Spiel. Wenn Ihr dann mit der Zeit immer besser werdet und Eure Ansprüche an das Spiel steigen, regelt Ihr immer mehr in Richtung Simulation, um so das genaue Fahrverhalten der Fahrzeuge zu erhalten, wie sie auch auf der Straße reagieren würden. Die Daten hierzu stammen ebenfalls direkt von Mercedes. Ihr seht also, daß „Synetic Studio“ mit diesem Feature für Langzeitmotivation gesorgt hat.

Ungefähr nach 3 Rennen einer Meisterschaft, dürft Ihr dann auch mal „Sondermissionen“ erledigen, welche mehr dem Spaß gelten. So musste ich in Australien einmal querfeldein mit einem Geländewagen fahren und dabei Tore mitnehmen, ähnlich Queckpoints. Das hat richtig Spaß gemacht. Ihr seht also, daß es bei „World-Racing“ nicht nur auf betonierten Straßen zur Sache geht, sondern ebenfalls mit Geländewagen im Offroad-Bereich. Hier kommt ein weiterer Pluspunkt der neuen „Landscape Engine“ zum tragen. Wie Michael Domke (Manager PR & Communikations Europe ) meinem Redaktionskollegen Stefan bereits auf der Messe gesagt hat: „Jeder Punkt eines Levels ist erreichbar. Das richtige Auto natürlich vorausgesetzt“. Ihr dürft Euch also in den Landschaften nach belieben austoben und alles auskundschaften. Man wird bei „World Racing“ nicht wie bei anderen Spielen nach einer gewissen Strecke wieder auf die Straße zurückgesetzt. Dies erreicht Ihr nur durch Betätigen des weißen Buttons auf dem Controller. Leider hat dieser Punkt auch einen Nachteil. Fahrt Ihr nämlich einmal in einem Level ins Wasser, so könnt Ihr auch dort ungestört weiter düsen, sogar unter Schiffen hindurch.


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Neben Schiffen, welche manchmal sogar Paraglider hinter sich herziehen, Hovercrafts und Jachten, ist auch in der Luft für jede Menge Trubel gesorgt. Von kleinen Propellermaschinen über 4 strahlige Passagierflugzeugen und Helikoptern die teilweise Lasten transportieren bis hin zu Zeppelinen und einem riesigen Ufo, welches direkt aus dem Film „Independece Day“ zu stammen scheint ist alles vertreten. Nach einiger Zeit hat man sich an diesen dann aber doch satt gesehen und man denkt sich, daß hier die Hälfte absolut genug gewesen wäre. Aber ich denke, man wollte einfach den Leuten die Power der Grafikengine demonstrieren.


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Aber weiter im Text. Nachdem Ihr Euer Profil erfolgreich erstellt habt, kann es mit der Meisterschaft und der Jagd nach der Krone losgehen. Selbstverständlich könnt Ihr aber auch erst noch ein paar Einzelrennen fahren oder den anstehenden Level trainieren. Ihr bekommt nun im eigenen „News“ Punkt das anstehende Rennen erklärt. In diesem Punkt werdet Ihr auch permanent auf dem Laufenden gehalten. Wenn Ihr Autos oder Strecken frei spielt. Des Weiteren erhaltet Ihr hier wichtige Tipps zur Lösung der Missionen und was Ihr besser unterlassen solltet. Wie ich Eingangs bereits erwähnte werdet Ihr nämlich während des gesamten Spiels im Auge behalten. Dies wird am Ende jeder Mission in einem Menüpunkt ausgewiesen. In diesem werdet Ihr in Punkten wie „ Handling des Fahrzeugs, Fairness, Fahrdisziplin, Geschicklichkeit, Fahrleistung, Platzierungen und Erfahrung“ bewertet. Solltet Ihr in einem Rennen auf die Idee kommen an gewissen Stellen mal eben abzukürzen um Euch einen Vorteil zu verschaffen, wird dies sofort unten links angezeigt und notiert. Kürzt Ihr sogar extrem ab, so wird Euer Fahrzeug für eine gewisse Zeit sehr langsam. Schummeln ist hier bei „World-Racing“ also nicht der richtige Weg zum Erfolg. Zwar nimmt es Euch keiner Übel, wenn Ihr einen im Rückspiegel ankommenden Gegner durch leichtes links und rechts fahren in Schach haltet, aber rammen der Gegner oder sonstige Aktionen werden von den Beobachtern nicht gerne gesehen und fließen sofort in Eure Bewertung ein.


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Also bleibt Euch nur die harte Arbeit um Erfolg zu haben. Und dies ist Anfangs doch sehr, wenn nicht sogar zu schwer und ein wenig demotivierend. Habe ich es noch im ersten Rennen in Nevada geschafft den zweiten Platz zu erlangen, so kam danach keine weitere Platzierung mehr zustande und am Ende der Meisterschaft hieß es dann: „Tut uns leid….sie sind nur letzter im Gesamtergebnis geworden und haben keinen neue Meisterschaft frei gespielt. Wir empfehlen ihnen, die -Absolut-Beginners- Meisterschaft erneut zu fahren….“ Man was war ich gefrustet, denn die Gegner sind wirklich mehr als stark.
Aber, wenn Ihr nun erneut los legt, dann habt Ihr alle Fahrzeuge, welche Ihr bis dahin frei gespielt habt nun zu Eurer Verfügung. Und diese sind schon wesentlich besser Motorisiert bzw. Ihr habt bessere Modelle. Da Ihr sowieso bei fast jedem Rennen Euer Fahrzeug aus den Verfügbaren frei wählen könnt, erlangt Ihr nun langsam aber sicher einen Vorteil. Lediglich bei den Sonderprüfungen im „Mercedes-Testcenter“ bekommt Ihr den Wagen definitiv vorgeschrieben. Hier heißt es dann gegen einen anderen Wagen zu zeigen, was Ihr mittlerweile gelernt habt. Und da müsst Ihr wirklich hart im nehmen sein, zu Anfang ist es hier wie in den Rennen keine Seltenheit, daß Ihr mit 10-20 Sekunden Rückstand ankommt.

Zum Glück habt Ihr die Gelegenheit, das Rennen vor dem Ende neu zu starten oder aufzugeben. Allerdings wird diese Prüfung dann direkt wieder als nächste Etappe in den Rennkalender eingetragen. Im Menü dürft Ihr dieses Event aber ans Ende einer Saison verschieben. Hauptsache Ihr fahrt alle Missionen einer Meisterschaft. Überhaupt bietet das Menü jede Menge an Einstellmöglichkeiten. Ihr dürft Favoriten von Strecken und Fahrzeugen setzen, könnt Euch von allen Sachen die technischen oder geografischen Eigenschaften ansehen, Fahrhilfen wie ABS und ASR ein- und ausschalten, den Rückspiegel einblenden lassen, die Musikoptionen ändern oder den ARKADE/SIMULATION Regler verschieben.
Auch bietet das Spiel die Möglichkeit einzelne Lieder des Soundtracks auszuschließen bzw. eigene Titel von der Festplatte in das Spiel zu integrieren.


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Die Musikstücke des Spiels sind gut gemischt und auf die Länder abgestimmt. Vor allem das Stück „Can you hear me“ könnte in den normalen Charts im Radio laufen. So schön die Musik und die Geräusch aus einer vorhandenen Musik Anlage kommen, so unverständlich ist der kraftlose Motorensound der Fahrzeuge. Hier hätte man auf jeden Fall mehr bringen können. Das zwar selbst ein AMG G500 mit V8 Motor Geländewagen keinen Formel Eins Sound bringt ist klar, aber hier werden doch teils Erinnerungen an Alte „AMIGA Zeiten“ wach.


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Grafisch gesehen bietet „World-Racing“ absolut was fürs Auge, möchte man denken wenn man die Xbox Version kennt. Leider sieht es auf der Playstation 2 etwas anders aus. Die Landschaften sehen alle sehr grob aus und die Texturen an den Berghängen verschimmen bei näherer Betrachtung und wirken wiederholend. Leider bricht bei starkem Verkehr und in einigen Kurven die Framerate ab und an ein wenig ein. Ebenso ist das ganze Spiel von Treppchenbildung und etwas Kantenflimmern geprägt. Pop-Ups sieht man nur in bei freiem Blick in riesigen Entfernungen. Die Fahrzeuge schon etwas besser aus, wenn auch das Schadensmodell hier effektiv zu gering ist. Zwar lassen sich Beulen ausmachen und während des Spiels wird Euch unten links der Schadensstatus in % angegeben, aber nach Frontalcrashs bei Tempo 150 sollte mehr zu sehen sein. Die Umgebung ist bestückt mit Booten und Flugzeugen, Bikini tragen Mädchen am Strand von Mexiko (warum stehen die im strömenden Regen eigentlich auch da so rum??). Leider sind viele Dinge wie die Personen am Straßenrand und die meisten Bäume einfach zu durchfahren, als würden sie nicht existieren. Andere Gegenstände wie Laternen oder Leitplanken halten Euch allerdings gut und heftig auf.


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Die Steuerung über den Controller geht gut von der Hand. Stellt ihr den Regler von Arkade auf Simulation um so merkt Ihr das am veränderten Driften des Fahrzeugs und der direkteren Ansprache des Lenkverhaltens. Allerdings ist es nicht so viel Unterschied, wie man sich das erwartet hat. Mit dem schwarzen Button könnt Ihr während eines Rennens hinter Euch schauen, wenn Ihr nicht bereits den Rückspiegel eingeschaltet habt. Verschiedene Kameraperspektiven von der voreingestellten Verfolgerkamera bis zur In-Car stehen Euch zur Verfügung. Im Fahrzeug könnt Ihr mittels des analogen Sticks auch nach links oder rechts schauen, wobei sich rechts ab und an eine Begleitung befindet. Die Armaturen sehen alle sehr gut aus und lassen Euch glauben, wirklich in diesem Fahrzeug zu sitzen. Die Spiegelungen auf dem immer gleich bleibend glänzenden Lack des Autos sind in Ordnung. Auch könnt Ihr während der gesamten Fahrt durch die Scheiben auf den Fahrer gucken. Da Mercedes immer sehr viel Wert auf Sicherheit legt wundert es mich, daß sämtliche Fahrer aber nicht angeschnallt sind :D, was aber dem Spiel ja nichts an seiner Qualität abtut.

Mittlerweile hab ich die Meisterschaft erneut begonnen und siehe da, direkt das erste Rennen durch den mir nun zur Verfügung stehende Fahrzeuge gewonnen. Im zweiten „Offroad-Rennen“ mit dem Geländewagen ebenfalls das Ziel erreicht, mindestens dritter zu werden. Und siehe da, es kommt gleich eine Meldung, daß die Beobachter von Mercedes auf mich aufmerksam geworden sind und es wurde eine neue Meisterschaft frei gespielt. Also weiter in der Meisterschaft. Rennen 3 als zweiter beendet und wieder kommt eine Meldung von Mercedes, daß mein Status nun von 1 auf 2 erhöht wurde und das Mercedes mich jetzt noch mehr im Auge haben wird. Meine Karriere nimmt also langsam ihren Lauf.


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