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Shin Megami Tensei: Digital Devil Saga 2 im Test

PlayStation2
Im Land der aufgehenden Sonne gilt die MegaTen-Serie als eine legendäre Rollenspiel-Saga, die seit Kurzem auch in Deutschland erschienen ist und auch im Westen kommerzielle Erfolge feiern konnte. Ob der nächste Teil der Reihe seinen Vorgänger aussticht, offenbart unser folgendes Review.
Das Spiel beginnt genau dort, wo der Titel ‚Digital Devil Saga’ aufgehört hat. Hat man diesen also mal gezockt, fällt der Einstieg leichter, wenn nicht sind die ersten Minuten des Spiels ganz gut, um sich einzugewöhnen. Nun, worum geht’s? Die Story ist gemeinhin recht komplex und lässt sich im Prinzip nur vollständig erfahren, wenn man den ersten Teil auch gespielt hat. Der Anspruch der Hintergrundgeschichte ist jedoch als positiver Aspekt aufzufassen, weil sie dadurch auch tiefgehend und ausgefeilt wirkt.

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Die jungen Mitglieder des Embryon-Stammes, der einzige Stamm, der in dem Glauben das Nirvana – und damit das ewige Paradies – zu finden alle feindlichen Stämme besiegte, haben die traurige und vom Krieg geprägte Welt des Junkyard verlassen. Doch das Nirvana ist nicht so, wie sie es sich vorgestellt haben. Es stellt eine Welt dar, die der tristen Welt des Embryon-Stammes sehr ähnelt und wird zudem durch die dämonische Karma Corporation tyrannisiert und unterdrückt. Die Menschen der Karma Corporation wurden von der Sonne, die schwarz geworden ist und jetzt „Bad Data“ an die Erde sendet, welche alles Leben versteinern lässt, ins Nirvana getrieben. Als wäre dies nicht schon genug Verwirrung, wird später noch aufgedeckt, dass der Junkyard nichts als eine komplexe Kriegssimulation ist. Daraus resultiert, dass alle spielbaren Charaktere – dazu später mehr – einfach nur KI-Konstrukte sind. Wenn ich mich in den Otto-Normal Leser jetzt hineinversetze, sehe ich große blinkende Fragezeichen über den Köpfen...

Shin-Megami-Tensei-Digital-Devil-Saga-2-3.jpgMan übernimmt die drei Charaktere Serph, Argilla und Gale und wandert nun durch verschiedene Welten und verbringt einen Großteil der Zeit mit Kämpfen, da die Zufallsrate bei Digital Devil Saga 2 ausgesprochen hoch ausgefallen ist. So kommt es fast in jeder Minute zu einem Kampf. In den Auseinandersetzungen gibt es die normale Attacke und die Mantras. Die Mantras sind Kampfprogramme, welche das Atma verbessern. Das Atma ist eine Fähigkeit bestimmter Bewohner des Junkyards, sich in Dämonen zu verwandeln. Diejenigen, in denen Atma erwacht, müssen ihre Feinde auffressen, um überleben zu können. Widerstehen sie dem Drang zu lange, könnten sie dauerhaft zu einem Dämon werden und einen unstillbaren Durst nach Blut bekommen. Die Figuren, die man steuert haben allesamt Atma und verwandeln sich in den Kämpfen zu Dämonen. Also zurück zu den Mantras. Die Charaktere können Fähigkeiten erlernen, indem man Mantras von Karma-Terminals herunterlädt.

Shin-Megami-Tensei-Digital-Devil-Saga-2-6.jpgNach gewonnenem Kampf erhalten die Figuren Karma, welches sie benötigen, um den nächsten Level zu erreichen und um stärker zu werden. AP, die man auch nach einem Kampf erhält, sind nötig, um die Fähigkeiten zu erlernen, die ein Mantra mit sich bringt. Wenn die AP-Anzeige gefüllt ist, beherrscht euer Alter Ego das ausgerüstete Mantra und erlernt die Fähigkeiten des selbigen. Diese können nun im Menü zugewiesen werden. Bevor man aber Mantras vom Karma-Terminal herunterlädt, sollte man sich für jede Figur einen speziellen Plan machen, da die Liste der Mantras endlos lang ist. So muss man z.B. im Voraus entscheiden, ob der Charakter ein Angreifer, Heiler oder ein Magischer Angreifer werden soll.

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So werden eure Charaktere im Laufe des Spiels immer stärker und erlernen viele Fähigkeiten, die sie in den Kämpfen einsetzen können, um die Gegner effizienter zu bekämpfen. Im Kampf gibt es auch den Beserker-Modus, bei dem sich nur ein Teil des Körpers in einen Dämon verwandelt. So steigt die Angriffsstärke und Trefferquote exorbitant an und die jeweilige Figur erhält nach dem Kampf auch mehr Karma. Im Normalfall verwandeln sich die Charaktere am Anfang jedes Kampfes in Dämonen. Werden sie jedoch von Gegnern überrascht, bleiben sie Menschen und können sich lediglich mit Pistolen wehren. Doch kann man die Protagonisten durch die „Transform“-Funktion auch während eines solchen Kampfes in Dämonen verwandeln. Das oben angesprochene Auffressen der Feinde kann man durch die „Consume“-Funktion durchführen. Jedoch können nur schwächere Feinde gegessen werden. Durch diese Attacke werden mehr AP gewonnen und die Fähigkeiten der Mantras können schneller erlernt werden. Wie man sieht ist das Kampfsystem des Titels SEHR komplex und benötigt daher eine entsprechend lange Eingewöhnungszeit. Ist man voll drin, bieten die Kämpfe eine Menge Abwechslung und werden nicht langweilig. Das einzige was nerven könnte, ist jedoch die hohe Encounterrate.

Grafisch fällt sofort der Spiel eigene Stil auf, der natürlich auch mal wieder die einzigartigen und wunderschönen Artworks von Kazuma Koneko enthält. Von den schön animierten Charakter über die bizarren Dämonen und die fulminanten Effekte kann der Titel im Prinzip in jeglicher Hinsicht überzeugen. Immer gibt es Eyecandy, der der PlayStation 2 nochmal alle Kraft entlockt und somit eine grafische Pracht darbietet.

Auch soundtechnisch wird die meist düstere Spielwelt wunderbar trist untermalt, bietet jedoch auch verschiedenste Musikstile, die von melancholischen, langsamen Tönen bis zu actiongeladener, orchestraler Kampfmusik und J-Pop (siehe Trailer) reichen. Insgesamt passt bei Grafik und Sound alles zusammen.

Renke meint:

Renke Jetzt ist auch für mich verständlich warum die „MegaTen“-Reihe in Japan so beliebt ist. Dieser Titel bietet alles, was ein gutes Rollenspiel braucht. Eine wunderbar ausgefeilte, verzwickte, tiefgehende und komplexe Storyline sowie ein genau so detailliertes, ausgereiftes und abwechslungsreiches Kampfsystem. Die Grafik mag etwas gewöhnungsbedürftig sein, kann jedoch auch, genau wie der Sound, für Zungenschnalzer sorgen.

Positiv

  • Famose Story
  • Ausgefeiltes Kampfsystem
  • Grafik & Sound überzeugend

Negativ

  • Zufallsrate für Kämpfe etwas zu hoch geraten
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