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Project Zero 3: The Tormented im Test

PlayStation2
Nach einer einjährigen Pause geht die etwas andere Geisterjagd von Tecmo nun in die dritte Runde.
Einige Zeit später erhält die freiberufliche Fotografin den Auftrag, Aufnahmen in einem abgelegenen, verfallenen Haus zu machen, in dem es angeblich spuken soll. Als Rei dann an Ort und Stelle bedenkenlos einen Schnappschuss nach dem nächsten schießt, geschieht plötzlich etwas Furchtbares: Der verstorbene Yuu läuft ihr vor die Linse. Geschockt folgt sie seiner Gestalt und wird plötzlich an einen anderen Ort versetzt. Rei findet sich mitten auf einem Friedhof eines gigantischen, schneebedeckten Anwesens wieder. Sie folgt dem Geist ihres Verlobten bis hin zu einem Schrein, tief in der Anlage verborgen.

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"In manchen Spielpassagen schnellt euer Puls nach oben.."


Als Rei unverhofft wieder zu sich kommt, steht sie in einem vom Tageslicht erhellten Gang des Hauses, in dem sie ihrer Arbeit nachgehen sollte und Yuu ist wieder verschwunden. In der folgenden Nacht wird Rei von Alpträumen geplagt. Sie kehrt im Schlaf zurück in das schneebedeckte Haus aus ihrer Vision. Als sie aus dem schlechten Traum erwacht, erscheint eine schmerzende Tätowierung auf ihrer Schulter, die aber genauso abrupt wieder verschwindet. Was hat es mit dieser peinigenden Hautbemalung auf sich und was hält Yuu's Geist in diesem unheimlichen Haus aus ihrem Traum fest?

Project Zero 3 spielt sich in zwei Welten ab, in denen ihr die spannende Geschichte stückweise aufdeckt. Einmal in der realen Welt, Reis Haus, und in der Traumwelt, dem Haus des Schlafes. Im weiteren Spielverlauf verschmelzen diese beiden immer mehr miteinander. Im dritten Teil der Gruselserie trefft ihr auch auf Charaktere aus den Vorgängern, unter anderem Miku, die bereits dem ersten Teil als Protagonistin diente. Insgesamt durchstreift ihr die Alpträume mit drei Charakteren, deren Geschichte sich Nacht für Nacht in mehreren Kapiteln fortsetzt. Jeder von ihnen hat spezielle Fähigkeiten und kann unterschiedliche Abschnitte erreichen. In vergleichsweise kurzen Tagsequenzen sind dann Dinge zu erledigen, wie Informationen zu recherchieren, Fotos aus den Träumen zu entwickeln oder mit Reis Mitbewohnerin Miku zu reden, um bald wieder in den nächsten Angsttraum einzutauchen.



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"Im Spielverlauf kommt ihr an viele verschiedene Schauplätze"


Wie schon in den beiden Vorgängern werden die Geister nicht mit schweren Geschützen, sondern mit der „Kamera Obskura“ exorziert. An dem Kampfsystem hat sich nicht viel geändert. Wie zuvor zeigt einem das kleine Fadenkreuz unten rechts im Bild an, dass sich ein Geist nähert, der dann wie gehabt im Suchermodus anvisiert und fotografiert wird. Es können ebenfalls wieder verbesserte Linsen mit besonderen Eigenschaften eingesetzt und Geisterpunkte gesammelt werden. Mit diesen Geisterpunkten werden dann die speziellen Fähigkeiten der dunklen Kamera verbessert. Die Steuerung ist teilweise etwas behäbig, was einige Kämpfe erschwert. Manchmal hat man das Gefühl, dass man das Schreckgespenst doch noch erwischt hätte, wenn man die Kamera nur etwas schneller hätte zücken können. Allerdings fällt diese kleine Macke kaum ins Gewicht.

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"Kommt einem Geist nicht zu nahe, es kann tödlich enden"


Die Rätsel sind recht simpel und zuweilen auch ziemlich altbackene Schlüsselsuchaktionen oder Knopfdruckraterein. So manche Aufgabe ist auch einfach aus einem der Vorgänger in leicht veränderter Form übernommen worden.
Das Speichersystem ist ebenfalls identisch zu dem der vorangehenden Teile. An bestimmten Punkten in den Traumabschnitten oder in Reis Zimmer kann das Spiel unbegrenzt gesichert werden.Trotz oder gerade wegen eines langsamen Spieltempos, legt auch Project Zero 3 mit einer dichten Atmosphäre, die mit krassen Schockeffekten gespickt ist, die Nerven des Spielers gnadenlos blank. Der leise, furchterregende Sound sorgt für Gruselstimmung vom feinsten.



Die Grafik hat sich gerade in den Alptraumpassagen mit wesentlich detailreicheren Texturen verbessert, allerdings sind diese nach einer Weile etwas eintönig. In Reis Wohnung wirkt die Grafik dagegen eher nüchtern und einfach. Dabei rücken feste Kamerawinkel die Szenerie stets ins rechte Licht. Der wichtigste Kritikpunkt ist aber der, dass einen das Spiel teils im Stich lässt. So manches Mal verliert man den Leitfaden und läuft ziellos durch die Gänge des Alptraumhauses, bis dann scheinbar zufällig wieder etwas passiert.

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"Die Kamera wird euer bester Freund werden!"
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