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Okami im Test

PlayStation2
Etliche Game of the Year-Awards durfte Clover Studios Ō,,,kami in der angelsächsischen Presse einheimsen, das Action-Adventure wurde nahezu frenetisch als neues Zelda gefeiert. Überbewerteter Grafikblender oder innovatives Bildschirmabenteuer? Planet PlayStation hat den Titel ausführlich auf Herz und Nieren getestet.
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Amaterasu beherrscht selbstsicher das Standardprogramm des gewöhnlichen
Insgesamt lehren euch Tierkreisgötter ein gutes Dutzend an praktischen Pinseltechniken und auch Amatersu wird im weiteren Spielverlauf stärker. So lassen sich neue Kampftechniken aneignen, bessere Schlagutensilien finden, die Energie- (und Tinten!) Leiste erweitern und eine unüberschaubare Menge an Items sammeln. Auf eurer Reise durchs mittelalterliche Nippon besucht ihr zahlreiche Städte, Dörfer und Dungeons, haltet plausch mit den Einwohnern, absolviert knifflige Hüpfpassagen, löst knackige Rätsel oder erholt euch bei einem erfrischenden Minigame,,, Gewohnte Genre-Kost also. Kämpfe sind für ein Game dieser Zunft jedoch eher spärlich vertreten. Kleingetier lässt sich meist umgehen, kolossale Endgegner sind ausgesprochen leicht ausgefallen und segnen inflationär das Zeitliche.

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Einst von Jet Set Radio auf Segas Dreamcast begründet, führt Ō,,,kami die Cel Shade-Optik zur Perfektion. Während in den meisten Games lediglich die Akteure mit dem Comic-Look versehen sind, wird in Capcoms Action-Adventure auch der Randbebauung eine Prise Zeichentrick gegönnt. Alles wirkt wie aus einem Guss, wie ein grob gezeichnetes lebendiges Aquarell. Neben geshadeten Polygonen setzen die Entwickler auf die guten alten Bitmaps, alles harmonisch durch breite schwarze Linien miteinander verwoben.



Natürlich nutzt die feinste Technik nichts, wenn das Charakterdesign nicht stimmig ist, doch auch hier scheint Clover durchweg Picassos zu beschäftigen. Die Figuren karikieren gängige Manga-Klischees, wirken surrealistisch entfremdet und erinnern entfernt - wie auch die Areale - an klassische japanische Tusch-Malerei.
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Nicht ganz soviel Superlative gibts für die akustische Untermalung. Auf der einen Seite sorgen feine Klänge traditioneller fernöstlicher Instrumente für eine stimmige Atmosphäre, auf der anderen bringen euch die nervigen Dialoge zur Weißglut. Statt den Akteuren eine üppige Sprachausgabe zu gönnen, brabbeln diese in nervigem monoten Kauderwelsch, was bei den minutenlangen Unterredungen schonmal aufs Trommelfell geht.

Kai meint:

Kai Hat die PS2 endlich ihre eigene Zelda-Interpretation? Nein! Ō,,,kami legt andere Schwerpunkte, spielt sich anders, fühlt sich anders an... Während bei der übermächtigen Nintendo-Konkurrenz viel Wert auf ein anspruchsvolles Dungeon-Design und stetiges Dauerschlachten gelegt wird, versucht euch die Capcom-Variante einfach in eine fremde Fabelwelt zu entführen. Erkundet die gigantische Spielwelt, vergnügt euch an zig Sidequests, und lasst euch vor allem von der konkurrenzlosen Präsentation verzaubern. Potenzielle Käufer, die nicht japanophil veranlagt sind, sollten allerdings vorher probezocken.

Positiv

  • Geniale Optik
  • Umfangreich
  • Innovatives Gameplay

Negativ

  • Lascher Schwierigkeitsgrad
  • Nervige
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