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Legacy of Kain: Defiance im Test

PlayStation2
Die epische Geschichte der Legacy of Kain-Reihe beschreibt den Konflikt zwischen Menschen und Vampiren, die um die Vorherrschaft in Nosgoth kämpfen. Kain war einst ein gewöhnlicher Mensch, wurde jedoch hinterrücks ermordet. Im Totenreich bekam er die Option einer Wiedergeburt... als Vampir! Er nahm brutal Rache an seinen Peinigern, fand jedoch recht bald Gefallen an seiner neuen Gestalt... Der Anfang vom Untergang des Nosgoth-Menschenreichs! Raziel war einst der älteste Stadthalter Kains - zu einer Zeit in der das einst prächtige Land längst in eine lebensfeindliche Vampirwüste zerfallen war. Doch er zog den Zorn seines Herren auf sich, der ihn in den Schlund ewiger Qualen stoßen ließ. Dort bekam auch er - wie einst sein Meister - das Angebot einer zweiten Existenz. Von dort an verschmähte Raziel menschliches Blut und ernährte sich von den verdorbenen Seelen der Vampire. Ein ewiger Kampf zwischen den beiden Antihelden begann, der nach ewigen Showdowns und Zeitreisen in die finale Schlacht münden wird. Die Story der LoK-Saga lässt sich durchaus mit der eines komplexen RPGs vergleichen, in der aktuellen Defiance-Episode werden endlich die Fragen, die die Vorgänger aufwarfen, geklärt...
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"Don´t mess with the Soul Reaver!"


Erstmals dürft ihr in einem Game der LoK-Reihe sowohl Kain steuern, als auch die Geschicke von Raziel lenken. In unabhängigen Kapiteln übernimmt der Spieler nacheinander die Kontrolle über Vampir-Lord Kain oder seinem ehemaligen Weggefährten. Das Gameplay ist in beiden Segmenten vergleichbar, der Soul Reaver ist jeweils eure Waffe (Wenn auch in unterschiedlichen Zeitperioden!). Kains Episoden sind actionorientierter, während Raziel sich lieber besinnlicher mit Kopfnüssen und Rätseln eindeckt.

Das Kampfsystem orientiert sich am etablierten Action-Adventure-Standard, sprich der nächste Gegner wird automatisch anvisiert und ihr bewegt euch automatisch in konzentrischen Kreisen um den Unhold. Eurem Schwert entlockt ihr vertikale und horizontale Hiebe, die ihr zu wuchtigen Combos verbindet. Ergänzt werden die wuchtigen Schwertschläge von Telekinese-Attacken. Auf Knopfdruck lasst ihr euren Widersacher schweben und schleudert ihn in Speerspitzen oder in gähnende Schluchten.

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"Der Sarafan hat gegen Kain keine Chance"


Zudem könnt ihr in verwinkelten Leveln gut versteckte Items aufspüren, die euer Alter Ego "upgraden". So erfreuen sich aufmerksame Forscher an größeren Energieleisten und einem höheren TK-Vorrat. Weitere Objekte schalten Zusatzmaterial wie Artworks frei, andere lassen undurchdringliche Türen öffnen. Durch jeden Kampf wird euer Vampir-Jäger stärker und erhält Erfahrungspunkte - Rollenspiel lässt grüßen! Um auch die dicksten Endbosse und Sarafan-Krieger zu besiegen erlangt ihr im Laufe eurer Odyssee fünf Special Moves und unterschiedliche Schwertmagien.

Diverse Unterschiede bei den beiden Antihelden lockern das Gameplay auf. Kain hat die Möglichkeit sich in einen Schwarm Fledermäuse zu verwandeln, was ihm die Reise über längere Distanzen ermöglicht, Raziel kann dafür gefahrlos schwimmen und tauchen, was bei Kain umgehend in einen schnellen Bildschirmtod mündet. Während sich der Vampirfürst in Spe vom Blut seiner Opfer ernährt, um zu überleben, begnügt sich Raziel mit den verlorenen Seelen der Spektralwelt.

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"Von Zeit zu Zeit will der Blutdurst gestillt werden - definitiv nichts für Kinder"


Kaum zu glauben, was technisch mittlerweile aus Sonys guter alter Standheizung herauszukitzeln ist. Vergessen sind die von Texturarmut und Kanten gezeichneten Startschwierigkeiten. Konnten bereits die zahlreichen Vorgänger anstandslos überzeugen, so legt Crystal Dynamics bei der Jubiläums-Episode nochmals ordentlich nach. Auf der einen Seite steht die fabulöse Technik: Eine hohe Framerate trifft auf eine absolut kantenfreie Optik, die verdächtig an die Quincux-Kantenglättung der XBox erinnert.

Bemerkenswert sind auch die Texturen, in keinem anderen PS2-Game werdet derart hochauflösende, vielfältige Bildtapeten erleben. Abgerundet wird der Augenschmaus durch crispe Animationen und nette Special Effects. Kains Schwert zieht flimmernde Schlieren hinter sich her, Bei Raziels Unterwelt-Abenteuern werdet ihr von Motion Blur begleitet. Einzig und allein die dezenten Ruckler in den Cut Scenes trüben den Genuss etwas.

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"Auch diverse Endgegner wollen euch einheizen"


Auf der anderen Seite punktet das Game mit architektonischen Meisterwerken und einem superben Leveldesign. Gothische Kathedrahlen bohren sich in die grauen Lüfte, geschwungene Torbögen führen euch mitten in einen lichtüberfluteten Dom, der mit Wandmalereien und unzähligen Verzierungen beeindruckt. Ähnliche Kolossalbauten lassen sich nur in Sonys vergleichbarem Dämonen-Abenteuer "Primal" finden.

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"Architektur und Texturen verschmelzen zum grafischen Kunstwerk"


Die akustische Untermalung des Epos passt zum allgegenwärtigen Gothic-Look. Gespenstische Klänge und Chöre folgen euch durch Unterwelt und Katakomben - auf Wunsch auch in Dolby ProLogic II! Zudem ist das komplette Game deutsch synchronisiert. Jeder Wachmann und jeder noch so unbedeutende Nebencharakter ist geübt in teutonischer Sprache. Eidos hat hier wahrlich keine Kosten gescheut, die fantastischen Sprecher des englischen Originals durch hiesige Äquivalente zu ersetzen. Die Stimmen wirken nie deplaziert und fangen Temperament und Charakter der beiden "Helden", sowie deren Antagonisten gekonnt ein.

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"Special Effects en massé!"
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