Capcom vs. SNK 2 im Test

PlayStation2

Die Meister der ewigen Updates schlugen wieder zu. Wie jedes Jahr (oder sagen wir besser alle paar Monate) bringen uns die Jungs von CAPCOM ein weiteres Update der Street Fighter vs. XXX Reihe. Nachdem mir Dreamcast Version leider vor der Nase weggeschnappt wurde, bleibt mir nur die PlayStation 2 Fassung. Vergrault von vielen „genialen“ Umsetzungen auf die PSone stürze ich mich ins Geschehen.

Capcom_vs_SNK_2_Mark_of_the_Millennium_11Angekommen im Character Select werdet Ihr von einer Auswahl von ca. 40 Figuren erschlagen. Wählt euren Fighter, denen Ihr dieses Mal die Ratios (Stärkepunkte) frei zuteilen könnt. Sechs unterschiedliche Grooves (die Art wie Ihr Eure Special Moves vom Stapel lasst) lassen so schnell keine Langeweile aufkommen. Jetzt zum eigentlichen Spiel. Im Vergleich zum Dreamcast fallen die minimal längeren Ladezeiten schon auf.

Es handelt sich hier aber nur um ein bis zwei Sekunden. Der größte Schlag ins Gesicht aller DC Verwöhnten sind leider die PS2 typischen flimmernden Grafiken. Die Kanten der komplett in 3D gehaltenen Polygonhintergründe weisen die üblichen Treppeneffekte auf. Auch bei den Figuren gibt es Punktabzug. Dachtet Ihr auf dem Dreamcast seien die schon pixelig, schaut Ihr Euch bei der PS2 Version dreimal um. Bestes Bespiel ist Kyo. Auf Dreamcast sieht sein Feuer, das ihm aus der Hand lodert, cool und ... wie Feuer aus! Auf der PS2 hingegen seht Ihr deutlich die einzelnen Pixelblöcke, fehlendes Antialiasing sei es Dank.

Capcom_vs_SNK_2_Mark_of_the_Millennium_2Kein Abzug gab es, und das war für mich eine Überraschung, bei den Animationen. Sie sind genauso komplett wie bei der SEGA Dreamcast Version. Es bleibt aber ein fader Beigeschmack nach dem zocken der Playstation 2 Version. Kennt man die DC oder hat die Möglichkeit es auf DC zu spielen, sollte man dieses tun. Während nämlich bei der japanischen PS2 Version die oben beschrieben Mankos dank 60Hz Bildwiedergabe noch in einem erträglichen Rahmen sind, flimmert die PAL-Variante, was das Zeug hält. Und auch die super pixeligen Figuren sehen viel schlimmer aus.

Woran liegt das? Na was wohl! Die PAL-Götter schlugen bei EA erneut zu und verwöhnen alle europäischen Spieler mit fetten Balken und lahmen Gameplay. CAPCOM lernt es nimmer.






Marco meint:

Marco

Wenn schon Capcom vs. SNK auf PS2, dann die NTSC Fassung. Alle anderen spielen ohnehin die Dreamcast Version. Es ist ein grober Kapitalfehler ein Prügelspiel ohne 60 Hz Modus anzubieten. Bei einem RPG ist es ja noch verschmerzbar, aber hier kommt es doch auf die Geschwindigkeit und das Handling an. Auch bin ich ein wenig von den Effekten enttäuscht, sie wirken blass und sind zu transparent geraten. Der Specialmove von Rock z. B. sieht in keinster Weise so genial aus wie in Garou 8. Das trifft ebenfalls auf die Animationen und Farbwahl zu. Wer sich auf Capcom vs. SNK 2 einlässt und sich viel Zeit zum Üben nimmt, kann dem Spiel ein anspruchsvolles Gameplay entlocken. Alle anderen werden aber auch ohne viel Kenntnisse ein Erfolgserlebnis haben.

Positiv

  • Große Kämperriege
  • Animationen ohne Abstriche

Negativ

  • Kein 60Hz-Modus
  • PAL Balken
  • Starke Pixelbildung mangels Anti-Aliasing
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Forum
  • von Bitmap Brother:

    Ich weiss nicht, wie andere Konsolen das handlen, bei Dreamcast bin ich mir aber recht sicher, dass "PAL60" in der Praxis nicht viel mit PAL zu tun hat und ehrlich gesagt glaube ich auch nicht, dass das bei anderen Konsolen anders sein wird. Über RGB (und somit auch VGA) hat die...

  • von pseudogilgamesh:

    Thanx 4 confirmation, pal edit: Das mit dem "pal" (=Kumpäl :tooth:) war jetzt aber reiner Zufall edit: Ach! Hattest du mir das nicht schonmal via PN verklickert? Ich sag's ja, die Festplatte im Köpfchen schwindet... ...

  • von blast68k:

    Yup, ein PAL Ristar hat auf dem MD z.B. eine höhere Auflösung als die US- und Japanversion. ...

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