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Alien vs Predator Extinction im Test

PlayStation2
Ursprung des mittlerweile gigantischen Alien vs. Predator-Universum war eine kleine Szene in Predator 2: Bei genauerer Inspektion des Predatorraumschiffes ließ sich an einer Trophäen-Wand auch das Exoskelett eines Aliens aus der gleichnamigen Filmreihe ausmachen. Von fiktiven Kämpfen dieser beiden Rassen beflügelt, sprießten Comics, Romane und natürlich auch div. Videospiele aus dem Boden. Neben Ausflügen in die Arcades nisteten sich die Aliens auch in Ataris glückloser 64-Bit Konsole Jaguar ein und zogen in einem Egoshooter mit toller Optik gegen die Predatoren in den Krieg. Später suchte das feindselige Duo auch Windows-PCs auf, der kommerzielle Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Jetzt wird auch die PS2 von der außerirdischen Meute heimgesucht – anstatt sich jedoch auf das naheliegende Baller-Genre zu beschränken versucht sich Alien vs. Predator als ausgewachsenes Strategie-Epos! Klappt der Sprung oder hätte sich die schleimige Brut auf Egoshooter-Arenen beschränken sollen? Lest unser Review.

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"Die Schlacht zwischen den Marines und den Predatoren hat begonnen"


Anfangs habt ihr die Wahl zwischen drei Parteien, neben den namensgebenden Aliens bzw. Predatoren geben sich auch die aus Aliens II bekannten Space Marines ein Stelldichein. Jede Partei bringt diverse gameplaytechnische Eigenarten mit sich. Die Menschen operieren am Besten aus weiter Ferne als Scharfschützen, Predatoren spielen ihre Stärke im Nahkampf aus und die Aliens sind durch ihre hohe Geschwindigkeit auf Blitzangriffe ausgelegt. Leider sind die Parteien alles andere als ausgeglichen. Während ein Predator durch seine schiere Ausdauer und Kampfkraft seine Widersacher gleich im Dutzend einäschert hat es ein Alien mit seinen Krallen deutlich schwerer. Zudem ist es viel zu mühselig geraten sich eine Alien-Armee heranzuzüchten: Zuerst muss die Königin ein Ei legen, aus dem dann nach einiger Zeit ein Face Hugger schlüpft. Mit diesem müsst ihr nun ein feindliches Individuum befallen und in einen Kokon einspinnen um die letztendlich gewünschte Einheit zu erhalten.


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"Burn, Baby, Burn - wird sich der Predator wohl gerade denken"


Im Spielgeschehen bleibt euch eine defensive Taktik verwehrt, da ihr mit Ausnahme kleinerer stationärer MGs keine Gebäude oder Befestigungen bauen könnt – es gilt also stets offensiv diverse Waypoints abzuklappern und die Feinde so gut es geht zu dezimieren. Das ist leichter gesagt als getan, denn die KI ist eine mittelschwere Katastrophe. Eure Mannen bleiben mit Vorliebe an kleinen Ecken hängen oder erkunden die Pampa spontan und ohne entsprechenden Befehl. Auch eure Mediziner scheinen zur berühmt-berüchtigten „Null-Bock“-Generation zu gehören, so wird die Behandlung eines verblutenden Marine abgebrochen und die kostbare Zeit lieber in einen entspannenden Spaziergang investiert.


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"Tja da hat die Alien Queen wohl verloren"


Designtechnisch kann man den Entwicklern keine Vorwürfe machen. Die Models geben authentisch das Alien vs. Predator-Universum wieder. Auch die schiere Anzahl an gleichzeitig darstellbaren Objekten ist beeindruckend – teilweise liefern sich weit über 40 Einheiten erbitterte Schlachten auf dem Bildschirm. Um einen smoothen Spielfluss zu gewährleisten wurden die Models jedoch stark heruntergerechnet, neben den klobigen Proportionen fallen auch die farbarmen Texturen negativ auf. Diese werden von der langweiligen Umgebungsoptik jedoch noch unterboten, mehr als schnöde Grau- und Brauntöne werden hier nicht geboten. Die stets flüssige Framerate wird zudem mit ruckeligen Animationen erkauft.
Akustisch läuft das Game zur Bestform auf. Neben Dolby ProLogic I bietet Alien vs. Predator: Extiction Soundeffekte und Tracks, die direkt aus den jeweiligen Filmen übernommen wurden. Stets sorgen düstere, bedrohliche Symphonien für Stimmung.
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