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50 Cent: Bulletproof im Test

PlayStation2
"50 Cent - the hardest motherfucker in town." - so beschreibt sich Curtis Jackson a.k.a. 50 Cent selber im Intro zu 50 Cent: Bulletproof. Bevor man Anfang 2006 das Leben des Rappers in Get Rich or Die Tryin' auf der Kinoleinwand verfolgen kann, kriegen Videospieler auch noch etwas ab. Wir lassen euch wissen, warum wir lieber darauf verzichtet hätten...
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"Die!"


Im 3rd Person Action-Titel übernehmt ihr natürlich die Rolle von 50 Cent. Euer G-Unit Kollege K-Dog ist in irgendeine krumme Sache hineingeraten und lässt euch wissen, dass er eure Hilfe braucht. Zusammen mit Tony Yayo, Young Buck und Lloyd Banks macht ihr euch auf den Weg um K-Dog zu retten. Doch so ziemlich alles geht schief - K-Dog wird ermordet und 50 Cent wird von neun Kugeln getroffen (just like in real life, bro). Wie man ganz gut nachvollziehen kann ist 50 daraufhin ziemlich angepisst und würde ganz gerne wissen, was um alles in der Welt überhaupt los ist. Am Ende des Spiels wisst ihr zwar ein wenig mehr, aber aufgrund der richtig schlechten Story und vor allem der unterdurchschnittlichen Erzählweise kommt die Erleuchtung nie so richtig.

Doch schauen wir uns das Spiel ansich einmal an. 50 Cent: Bulletproof ist ein 3rd Person-Shooter im Stil von Max Payne und Konsorten. Im Gegensatz zur genannten Perle hat das Spiel rund um 50 Cent jedoch einige Probleme. Aufgrund von Schwierigkeiten in Sachen Steuerungsgenauigkeit und Zielen wird der Hauptbestandteil des Spiels, also der Schusswechsel, zum einem kleinen Drama. Die meisten Waffen sind ziemlich ungenau und die Gegner rennen meist ziemlich wild in der Gegend rum, so dass ihr so manches Magazin leeren müsst bevor die bösen Jungs ausgeschaltet worden sind.

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"Protect da Hood, man.. "


In den Optionen könnt ihr zwar die Sensibilität der Analogsticks anpassen, aber aufgrund des richtig merkwürdigen gegnerischen Verhaltens hilft das leider nur wenig weiter. Spaßiger wird das Gameplay auch nicht dadurch, dass es im Spiel mit diversen Pistolen, Gewehren, Maschinengewehren und Schrotflinten recht abwechslungsreich zur Sache geht.

In einigen Missionen werdet ihr von euren G-Unit Homies unterstützt. Manchmal begleiten euch auch andere Helfer, darunter u.a. Detective McVicar (gespielt von Eminem) oder Grizz (gespielt von Dr. Dre). In Schusswechselszenen ist die Hilfe allerdings fast schon zu großzügig ausgefallen, denn theoretisch könnt ihr euch zurücklehnen und die Kollegen die Drecksarbeit machen lassen, da sie scheinbar unbesiegbar sind.

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"So sieht ein "echter Gangster" aus!"


Die Entwickler haben sich beim Spiel scheinbar mehr auf die freischaltbaren Goodies konzentriert als auf das eigentliche Gameplay. So könnt ihr durch in Missionen verdientes Geld Songs und Musik Videos von 50 Cent und G-Unit freischalten und euch diese gemütlich anschauen. Wer dieses Spiel kaufen will, muss dies übrigens über das europäische Ausland tun, denn 50 Cent Bulletproof wird aufgrund der expliziten Gewaltdarstellung nicht in Deutschland erscheinen. Auf Nachfrage bei Vivendi erhielten wir eine UK-Fassung für den Test, bei der Köpfe komplett abgeschossen werden können und auch sonst Gewalt recht detailreich dargestellt wird. Die Leichen der Gegner verschwinden nach einigen Sekunden komplett vom Bildschirm, was dann doch recht lächerlich wirkt.

Grafisch kann das Spiel eigentlich nur durch die Charaktermodelle punkten. 50 Cent und seine Kollegen wurden wirklich sehr detailliert ins Spiel gebracht und sehen dabei dementsprechend gut aus, auch die Animationen können überzeugen. Bei den Gegnern hat man sich erwartungsgemäß eher weniger Mühe gegeben, trotzdem haben wir schon schlimmeres gesehen. Das S,piel ist von anspruchsloser Hinterhofs-Architektur geprägt die mit unansehnlichen verwaschenen Texturen tapeziert wurde. Agerundet wird der Augenschmaus von vereinzeltem Kantenflimmern und penetrantem Ruckeln.

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"Mit euern G-Unit Bro's wollt ihr Vergeltung üben.."


Beim Sound wird die 50 Cent-Lizenz zum Punkteretter - natürlich nur, wenn ihr mit dieser Art von Musik etwas anfangen könnt. Aber da ihr ansonsten erst gar nicht bis hierhin gelesen hättet, gehe ich einfach mal davon aus. Kleinere Loops aus Liedern von 50 Cent und G-Unit begleiten euch als Hintergrundmusik, was mir eigentlich recht gut gefallen hat. Die Synchronisation haben natürlich die entsprechenden Rapper selber vorgenommen und daher wirkt dieser Teil recht authentisch.
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