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WWF In your House im Test

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Was gab es in den 90ern? Techno, der Aufstieg der Videospiele, Virtual Reality, das Ende der Kohl-Ära und eben Wrestling. Der US-Showsport erlebte in den 90ern seine goldene Zeit, auch hier bei uns. Nachts schaute man gebannt seinen Showgladiatoren auf RTL2 oder Tele 5 zu. Auch Wrestling-Spiele waren beliebt. Wir ließen uns nun bei WWF In your House durch den Ring slammen…
Die ersten WWF-Versoftungen erschienen über Acclaim und erreichten Kultstatus. WWF Super Wrestlemania, WWF Royal Rumble und auch WWF Raw ließen die Fingerkuppen glühen, denn wildes Buttonsmashen war an der Tagesordnung. Mit der Serie WWF Wrestlemania the Arcade Game und dem hier besprochenem In your House-Sequel betrat Acclaim Neuland. Auf einem Spielautomaten basierend geht es bei In your House etwas Wrestling-untypischer zur Sache. Wildes Button-Gehämmer wich gezielten Kombinationen, die der Mortal Kombat-Serie ähneln. Das Spieltempo war hoch und auch das für einen Sieg 2 Pinfalls benötigt wurden, wurde aus bekannten Beat´em Ups entliehen.

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Vom Titelbild aus findet man sich direkt im Auswahlscreen wieder, wo acht Wrestling-Legenden aus den 90ern zur Wahl stehen. Ob Wrestling-Urgestein Ultimate Warrior oder der bizarre Golddust, für jeden Geschmack ist etwas vorhanden. Nach der Wrestler-Wahl geht’s auch schon zur Wahl des Modus. WWF Liga, WWF Championship und Intercontinental Championship stehen zur Auswahl. Hier tretet ihr nach und nach gegen eure Kontrahenten an, bis zum Titel. Leider gibt es keine Storyline oder dergleichen, ein Match reiht sich planlos an das nächste. Weiterhin wurden dem Spiel und den Charakteren unterschiedliche Extras spendiert. So packt der Undertaker schon mal Grabsteine aus, oder Triple H – damals noch unter dem Namen Hunter Hearst Helmsley – den Golfschläger. Insgesamt hat WWF In your House nicht mehr viel mit einem klassischen Wrestling Spiel gemeint, das machen auch die Hintergründe deutlich. Klassische Wrestlinghallen sucht ihr vergebens, stattdessen wird sich vor Kaminen, in der Wüste oder vor Spielkarten geprügelt.

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Das eigentliche Spielgeschehen ist dabei extrem hektisch und das Spieltempo dermaßen hoch, dass man zu Beginn nur planlos auf Knöpfe drückt, während man nach gefühlten 3 Sekunden Spielzeit schon den ersten Pinfall einstecken muss. Auch nach einer Weile des Trainings stellt sich heraus, dass WWF In your House ein ziemlich harter Brocken ist. Schon auf Easy bekommt ihr teilweise so dermaßen die Hucke voll, dass euch Hören und Sehen vergeht. Wenn es dann in unterschiedlichen Championship-Modi 1 gegen 3 geht, macht euch auf einen heißen Tanz gefasst und habt ja jeden Special Move im Kopf. Diese werden meist aus dem Headlock ausgeführt, der sich jedoch nur umständlich mit der Kombination Vor, Vor, Special Punch auslösen lässt. Insgesamt ist meist in der Hektik keine Zeit, um einen Special Move wirklich geplant einzusetzen, so dass man meist wild um sich tritt, um den Slam-wütigen Gegner auf Distanz zu halten. Positiv anzumerken ist jedoch, dass ein 4-Spieler-Modus spendiert wurde, so dass man mit einem menschlichen Kontrahenten einen Gegner hat, der selbst mit Spieltempo und Specialmove-Eingabe zu kämpfen hat.

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Grafisch zeigt WWF In your House deutlich, dass es Arcade-Wurzeln hat. Die Sprites sind digitalisiert, recht groß und halbwegs ordentlich animiert. Das Drumherum ist schrill, bunt und laut, teilweise zu bunt. Ähnlichkeit mit klassischem Wrestling sucht man vergebens, so dass WWF In your House schon fast wie eine Parodie wirkt. Akustisch gibt es einen übertrieben schrillen Ansager und die Original-Musiken der Athleten, die man aber leider viel zu selten zu hören bekommt, da es keinen Ring-Entrance gibt.

Heiko meint:

Heiko WWF In your House enttäuscht den Wrestling-Fan. Wer eine vernünftige Wrestling-Simulation erwartet, wird enttäuscht und findet sich in einem quietschbunten Zirkus-Wrestling-Spiel wider, das bis auf die bekannten Wrestling-Athleten nichts mehr mit Wrestling gemein hat. Der Spielablauf ist hektisch, Submission gibt es nicht und auch sonst wirkt WWF In your House ein wenig wie Doink auf LSD…

Positiv

  • 4-Spieler-Modus
  • Originale Einzugsmusik von CD

Negativ

  • Hässliche Hintergründe
  • Viel zu hektisch
  • Kaum Ähnlichkeiten mit dem richtigen Wrestling-Sport
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