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Tekken im Test

PlayStation1
Tekken… Mit diesem Game forderte Namco anno 1994 Segas Virtua Fighter heraus, ergänzte die dritte Dimension jedoch um Texture-Mapping und diverse Effekte. In der Combo mit dem ebenfalls auf dem Hause Namco stammenden Ridge Racer ebnete Tekken als Launchtitel den Weg für den künftigen Aufstieg der Sony PlayStation. Gleichzeitig markierte Namcos Beat´em Up-Einstand den Zenit für die ehemals beliebten 2D-Klopper alá Street Fighter & Co.: Zwar existierten fortan beide Genres nebeneinander, dennoch konnten 3D-Fighting Games bald den Massenmarkt für sich beanspruchen. And the King of Iron Fist Tournament begins!
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"10 Jahre Tekken - 10 Jahre Kazuja!"


In Tekken bringt jeder Kämpfer seine eigene kleine Geschichte, seine persönlichen Beweggründe mit. So variiert entsprechend das Ending, je nachdem welchem Recken ihr zum Sieg verhelft. Der Haupthandlungsstrang, der sich wie ein roter Faden durch sämtliche Episoden der Reihe zieht, dreht sich rund um das Konzern-Konglomerat der Mishima Zaibatsu.

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"Der 80er Jahre Shooter Galaga versüßt euch die Ladezeiten"


Dessen Besitzer – Heihachi Mishima – veranstaltet das erste Tekken-Tournament, an dem nur die weltweit besten Kampfsportler teilnehmen dürfen! Neben Bruce Lee-Verschnitt Marshall Law, melden sich auch Wrestler King, Harley-Freund Paul Phönix, Auftragskillerin Nina Williams etc. und letztlich Heihachis Sohn Kazuja Mishima zu dem Tunier an. Dieser will sich bei seinem Vater dafür rächen, dass er ihn als fünfjährigen Knaben eine Schlucht hinab warf, um ihn zu stählen und das Böse in ihm zu säen. Schließlich gelingt es Kazuja seinen Vater zu besiegen und sein gewaltiges Firmenimperium zu übernehmen, Heihachi trifft das gleiche Schicksal, dass er einst seinem eigen Fleisch und Blut zufügte… […]



Insgesamt warten ganze 17 kampferprobte Fighter auf ihren Einsatz, von denen einige erstmal freigespielt werden wollen. In der Kampfarena werdet ihr sodann mit dem typischen Look & Feel der Tekken-Reihe konfrontiert, die viele ihrer Eigenharten bis in die fünfte Generation bewahrt hat. So bot bereits der erste Part eine ungekannte Fülle an Special-Moves und Combos, die damalige 2D-Klopper in Sachen Quantität um locker überflügelte.

Im Gegensatz zur Konkurrenz, deren Kontrollen meist auf „Strong Punch“ und „Weak Kick“ setzten, betrat Tekken neue Ufer und ordnete jedem Button eine Extremität des Körpers zu, wie linker oder rechter Arm. Dank dieses eingängigen Spielprinzips waren viele Schlagkombinationen bereits vom Bildschirm „ablesbar“, zudem setzen Tekken-Combos mehr auf Rhythmus denn auf pure Schnelligkeit. So gelingt Namco der Spagat zwischen Einsteigerfreundlichkeit und nötigem Tiefgang für erfahrene Handkantenprofis.

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"Der Pixel-Schluckauf weiß auch heute noch zu begeistern"


Trotz der verwendeten 3D-Engine und signifikanten Unterschieden zu Samurai Showdown etc. war das erste Tekken kein „richtiges“ 3D-Spiel: Statt eines Ringouts erwartete euch eine endlos zoomende Texturtapete, Ausfallschritte in die dritte Dimension waren ebenfalls nicht möglich.

Die Optik mag zwar für die gegenwärtige Zockergeneration gleichbedeutend mit Augenkrebs sein, zum Release stellte Tekken jedoch das grafische Nonplusultra dar. Die Playstation-Variante glich dem Spielhallenvorbild wie ein Ei dem andern, die PSone-nahe System 11-Hardware machts möglich. Die bunt texturierten Kämpfer boten bereits in der ersten Generation ansehnliche Animationen, die von Hand modelliert auf die schwarze Disc gebannt wurden.



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"Victory!!!"


Gleichzeitg war das erste Tekken jedoch auch eine Generalversammlung für Clipping-Fehler und Polygonblitzer, diese Mankos wurden erst im dritten Teil weitestgehend behoben. Für einen zweckmäßigen Hintergrund sorgten flache Bitmaptapeten, die munter durch die Gegend scrollten. Nach dem Sieg über Heihachi wartet auf jeden Recken ein eigener kleiner FMV-Abspann, lediglich die Bonuscharaktere müssen auf exklusive Filmschnipsel verzichten.

Unser Let's Play-Video zu Tekken:



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