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Suikoden im Test

PlayStation1
Endlich war es am 29. September 1995 soweit. Die PlayStation feierte auch in Europa ihr Debüt. Doch viele RPG-Fans waren äußerst enttäuscht da es zu diesem Zeitpunkt keine Rollenspiele gab. Final Fantasy 7 war damals bereits groß angekündigt, lag aber noch in weiter Ferne... Doch Konami tat etwas dagegen! Sie brachten im April 1996 ein RPG namens Suikoden heraus. Was man zu dem Zeitraum noch nicht wusste war, dass sich dieses Game als waschechter Verkaufschlager entpuppen sollte. Allerdings nur in Japan und Amerika.In Europa floppte das antiquiert anmutende Rollenspiel.
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In diesem RPG wird die Geschichte eines kleinen Schloßdieners namens McDohl erzählt. Diesem kommt zu Ohren, dass nicht der König, sondern eine böse Magierin das Sagen im Lande hat. Unversehens wird McDohl zum Anführer einer geheimen Untergrundorganisation. Dies ist der erste Abschnitt der Story von Suikoden, welche allerdings noch einige spannende Wendungen mit sich bringt.

Im Verlauf des Spiel erhaltet ihr auch ein eigenes Hauptquartier samt einer stattlichen Rebellenarmee. Am Anfang ist Jenes natürlich leer. Was kann man dagegen tuhen ? Ja klar !!! Rekruten suchen. Daher begibt man sich neben der Hauptstory noch auf die Suche nach Rekruten, den sogenannten



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"Stars of Destiny". Insgesamt kann man 108 Charaktere rekrutieren. Damit sich diese aber auch anschließen muss man gewisse kleinere Aufgaben erfüllen. Mit der Zeit wird die Armee so groß sein , das ihr euch anderen Heeren in den Weg stellen könnt. Dies sind die Armeeschlachten, welche in Suikoden zeitweilig zum Tragen kommen. In den Armeeschlachten gibt es 3 Arten von Gemetzel: Sturmangriff, Bogenkampf oder Magische Angriffe. Leider sind diese Schlachten nicht so ausgereift und man sucht vergebens die nötige spielerische Tiefe.

In bester Rollenspiel-Tradition wandert ihr in der 2D Vogelperspektive auf einer klassischen Oberweltkarte umher, von welcher ihr die verschiedenen Städte, Dörfer oder Dungeons erreicht. Das Kampfsystem von Suikoden ist dynamisch und übersichtlich gehalten, aber dennoch taktisch. Zeitweilig werdet ihr in einen Zufallskampf verwickelt, wo ihr euch mit bis zu 6 Partymitgliedern einer Monstergruppe entgegenstellt. Die Member bilden 2 Reihen - Sprich 3 Hinten und 3 Vorne. Der Zweck dieser Sache ist, dass Einige Charaktere aufgrund ihrer Waffen nur in der vorderen Reihe angreifen, während andere durch Bogen oder Magie besser in der 2. Reihe aufgehoben sind. Neben diesen normalen Angriffen können sich auch mehrere Charaktere, welche eine Beziehung zueinander haben, zu einer Unite-Attack zusammen schließen, um gemeinsam einen mächtigen Angriff auszuführen.Darüber hinaus kann jeder Mitstreiter mit einer so genanten Rune ausgerüstet werden, welche den Magie-Part in Suikoden übernehmen. Jede Rune hat eine besondere Eigenschaft. Man nehme da z.B. die Fire Rune mit welcher man hauptsächlich Gruppen von Gegnern mit Feuerzaubern attackieren kann.Um Runen b.z.w. Zauber einsetzten zu können, muss man sogenannte Spellpoints opfern, welche in 4 Levels unterteilt sind, jeder Level steht hierbei für je einen Zauberspruch der Rune.



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Dazu gibt es auch Runen mit passiven Effekten, wie z. B. einer verbesserten Chance, einem gegnerischen Angriff auszuweichen. So wie es bei einem Rollenspiel üblich ist, kann man auch bei Suikoden einen Charakter mit Rüstungen und Accessoirs bestücken. Diese können in Städten und Dörfern gegen Geld eingetauscht werden. Zudem hinterlassen manche Gegner manchmal ein seltenes Rüstungsteil nach ihrem Tod. Hat man vor eine Waffe zu verstärken, so muss man zum Schmied. Insgesamt gibts 15 Stufen um seine Waffe auszubauen. Aufgelockert wird das Gameplay durch vereinzelte Duelle, die nach dem Schere-Stein-Papier-Prinzip ablaufen.

Auch wenn die Playstation zu dem Zeitpunkt noch recht frisch war hätte man mehr Leistung rausholen können. Dennoch ist das Design der Recken recht schön gelungen, jeder 108 Charaktere ist einzigartig und liebevoll gezeichnet. Die Landschaften hingegen sind äußerst puristisch gestaltet - Sprich keine Liebe zum Detail. Dennoch ein würdiger Vertreter der 2D-Zunft. Konami überzeugt mal wieder mit seiner Musikauswahl. Die klassischen Klänge mit Hang zur Dramatik geben dem Epos die nötige Würze. Um diese Rollenspielperle spielen zu können muss man Allerdings gut Englisch können da Suikoden nur mit englischen Texten aufwartet.

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Meiner Meinung nach ist Suikoden nach der Final Fantasy Saga ein „Must Have“ Titel für jeden RPG´ler. Doch nicht nur RPG-Veteranen sind mit diesem Meisterwerk gut bedient. Die Story ist sehr schön ausgereift und man hat immer mehr lust zu spielen. Es ist wie ein Buch das man einfach weiter lesen möchte. Die Grafik kommt zwar nicht aus einem anderen Stern jedoch finde ich persönlisch das dieser Grafikstiel gut dazu passt. Der Sound kann auch mit Final Fantasy & Co. mithalten. Einziges Manko ist das Versäumnis dieses gelungene Rollenspiel einzudeutschen. Insgesamt kann ich es jeden Rollenspielverrückten weiterempfehlen, man wird mit 20-25 Spielstunden gut bedient sein. Eine Welt voller Magie, Rätsel und Kämpfe erwartet dich... Wenn du gewillst bist, den hohen Sammlerpreis zu löhnen.

"written by Marco Moring, © neXGam.de"

Team neXGam meint:

Team neXGam Suikoden gehört ebenso FF und Dragon Quest in den Olymp der Rollenspiele. Der Erstling der Reihe ist auch 10 Jahre nach seinem Release noch eine Runde wert, die ernsthafte Storyline und das abwechslungsreiche Spielprinzip wissen zu begeistern. Ich mag auch die klassische Bitmap-Optik des Titels, die gezeichneten Grafiken wirken wesentlich atmophärischer als so mancher Polygonmurks der 32 Bit-Generation.

Positiv

  • Innovatives Mitstreiter-Rekrutieren
  • Spannende, erwachsene Storyline

Negativ

  • Antiquierte Optik
  • Hoher Preis
Userwertung
7.7 4 Stimmen
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