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Tron 2.0 im Test

PC Windows
Es war das Jahr 1982 als Disney die Welt ins Staunen versetzte. Wir reden hier nicht von einem Schocker wie „Alien“ oder Weltraumspektakel a la „Star Wars“, sondern von einem kleinen Film namens „TRON“. In diesem spielte der noch junge Jeff Bridges den Computerprogrammierer Kevin Flynn, der sich um seine Software betrogen sah und im Verlauf vom feindlichen „Master Control Programm (MCP)“ in den Computer digitalisiert wurde. Hier nun musste Flynn versuchen die Machenschaften seines damaligen Chefs Ed Dillinger aufzudecken. Ihm zur Seite stand damals ein Programm namens TRON (gespielt von dem noch jüngeren Bruce Boxleiter – mehr bekannt aus der Fernsehserie „Agentin mit Herz). Flynn besiegt am Ende das MCP und konnte wieder aus dem Computer fliehen. Anfang der 80´er gab es noch nicht die Computertechnik um Special Effekts wie wir sie heute kennen auf die Leinwand zu bringen. Aber Disney schaffte es mit TRON die Messlatte in diesem Bereich um einiges höher zu setzen. Eigentlich jeder müsste das „Lichtrennen“ auf dem Raster kennen und sei es als Abwandlung „Snake“ auf Handys oder unter MS-DOS.

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"Das Schicksal nimmt seinen Lauf"


20 Jahre danach machte sich nun das Entwicklerstudio Monolith daran, den Mythos um „Tron“ wieder aufleben zu lassen. Und das nicht einfach durch eine Umsetzung des damaligen Films, sondern direkt mit einer sehr guten Fortsetzung in Form eines Ego-Shooter.

Alan Bradley, welcher damals das Computerprogramm zur Digitalisierung von Menschen entworfen hatte, war in den letzten 20 Jahren nicht untätig und hat seine Forschungen weitergeführt. Seine ganze Arbeit inkl. der Korrektur-Algorithmen, welche einen sicheren Transfer in einem Computer möglich machen, ist in einem speziellen Programm namens Ma3a abgelegt. Diese extrem fortgeschrittene künstliche Intelligenz ist nun Hüter des Geheimnisses. Leider steht die Firma für die Alan derzeit arbeitet kurz vor einer Übernahme durch Future Control Industries (fCon), welche sich die Technik von Alan einverleiben wollen um das gesamte Computernetz der Welt von Innen heraus durch digitalisierte Hacker zu infiltrieren und für Ihre eigenen Zwecke umzustricken.


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"Diese Viren meinen es nicht gut mit unserem Helden..."


Während eines Telefonats mit seinem Sohn Jet, einem talentierten Programmierer, welcher mittlerweile ebenfalls in der Firma von Alan arbeitet, passiert etwas im Labor. Jet eilt sofort in die Räume des Vaters, kann dort aber niemanden mehr vorfinden. Genau in diesem Moment wird die künstliche Intelligenz Ma3a aktiv und digitalisiert Jet in das die Computerwelt von „TRON“. Eure Aufgabe ist es von nun an Ma3a innerhalb des Computers und Euren Vater außerhalb zu retten.



Die Story welche linear das gesamte Spiel fortgeführt wird, wird nun wie in einem Kinofilm durch einen sehr guten Vorspann zum Spiel unterbrochen. Am Ende landet Ihr mit Eurem Charakter in einer Ankunftsschleuse innerhalb des Computersystems. Hier werdet Ihr durch „Byte“ (Er legt wirklich großen Wert drauf nicht mit einem Bit verwechselt zu werden), empfangen, welcher Euch als Führer in der Welt von „Tron“ dient. Byte erklärt Euch alles, was Ihr Wissen müsst, teils mit Hilfe anderer Programme. Da Ihr im inneren eines Computers seid, werden Euch sämtliche Erklärungen als Hilfedatei gesendet, die Ihr jederzeit wieder einsehen könnt.


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"Die Welt von Tron - bunt und fantastisch"


Die Grafik des Spiels orientiert sich hierbei genau an der Filmvorlage. Die Körper aller Programme und Gegenstände sind mit einem Lichtband umrandet Nur die Köpfe erscheinen als digitale Abbildungen von Menschen. Das ganze wirkt zu Anfang für Nichtkenner des Film ein wenig Skurril und geht nach längerem spielen ein wenig auf die Augen. All diejenigen, welche den Film aber gesehen haben und ihn eventuell sogar als Meilenstein in der Filmgeschichte ansehen werden sich aber sofort zu 100% in die Welt von „Tron“ versetzt fühlen.


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"Der Energie-Diskus lässt jedes andere Viren-Programm alt aussehen"


Aber gehen wir weiter im Spiel voran. Byte und seine Kumpanen haben Euch nun die Grundlagen erklärt. Neben den üblichen Bewegungsmöglichkeiten erfahrt Ihr zusätzlich etwas darüber, wie man Bits aktiviert, Energiekupplungen nutzt und was es mit Sicherheitsprotokollen so auf sich hat. Obwohl es sich bei „Tron 2.0“ um einen waschechten Ego-Shooter handelt, müsst ihr ebenfalls einige Rätsel lösen um im Spiel weiter zu kommen. Habt Ihr nicht die erforderliche Sicherheitsstufe, versperren Euch Türen den Weg oder Ihr bekommt Container mit wichtigen Inhalten nicht geöffnet. Diese wichtigen Protokolle bekommt Ihr zum Teil von anderen Programmen geschenkt oder aber Ihr müsst sie Euch mit Hilfe Eures „Diskus“ beschaffen. Dieser Diskus ist Eure Primärwaffe. Ihr könnt ihn weit von Euch schleudern und so feindliche Programme eliminieren. Diese lassen dann ab und an nützliche Goodies liegen, die Ihr Euch dann in Euren Speicherkern laden könnt.

Aus diesem Grund habt Ihr auch 2 Energiebalken. Ihr seid ja nun ebenfalls ein Programm mit Speicher und allem was dazu gehört. Zeigt Euch der erste Energiebalken Eure verbleibende Lebenskraft bis zur Löschung an, so wird jeder Transfer von Daten vom anderen Balken abgezogen. Wie viel ein Transfer verbraucht wird Euch immer vorher angezeigt. Beide Balken könnt Ihr Euch an speziellen Terminals wieder aufladen. Hier gibt es wiederum Terminals, deren Energie irgendwann zur Neige geht und die dann verschwinden als auch welche, die unbegrenzt den wichtigen Saft spenden. Auch finden sich in den einzelnen Level Upgrades in Form von goldenen Amuletten. Nehmt Ihr genügend von Ihnen auf, so erhöht sich Eure Versionsnummer. Diese wird Euch oben links im Bildschirm angezeigt. Macht Ihr sogar einen Sprung auf die nächste volle Versionsnummer, so dürft Ihr einige Eurer Fähigkeiten manuell in 5 Kategorien tunen. Dieses sind Gesundheit, Energie, Waffeneffizienz, Transferrate und Prozessor.


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"Eure neue Erscheinungsform als Programm "


Alle diese Dinge braucht Ihr zum täglichen Überleben in der Welt von TRON. Neben diesen Performance Werten habt Ihr aber auch noch ein Subroutinen-Menü. In diesem Subroutinen-Menü bekommt Ihr je nach Level mehre Blöcke (Slots) freigegeben, die von Euch belegt werden können. Es gibt ein Fach für besondere Waffen, Schutzausrüstungen und Utilities. In diesen werden die die von Euch gelernten oder gefundenen Subroutinen gelagert. Um die Blöcke herum gibt es noch 3 wichtige Felder. Das erste ist für defragmentierte Blöcke zuständig. Zu Anfang sind alle Eure Blöcke ein wenig uneffizient. Sie müssen also der Reihe nach erst defragmentiert werden, was ein wenig Zeit kostet und Euch oben rechts auf dem Bildschirm angezeigt wird. Sind die Blöcke bezugsfertig, könnt Ihr nun die Subroutinen einstecken und Euren Charakter so stärker machen.



Das Zweite Feld repariert korrupte Routinen. Diese sind dann weniger Effizient. Korrupte Routinen können gefunden werden oder aber Eure eigenen werden durch Treffer von bestimmten Gegnern beschädigt bzw. korrumpiert. Das letzte Feld dient zur Umwandlung nicht kompatibler Routinen Eurer Gegner. Erst nach der Umwandlung könnt Ihr diese für Eure Zwecke nutzen. Sämtliche Routinen gibt es in 3 Stufen. Je höher die Stufe der Routine ist, desto effizienter wird sie. Zusätzlich braucht sie bei jedem Upgrade weniger Speicherplatz und so könnt Ihr im Verlaufe des Spiels immer mehr Routinen gleichzeitig nutzen. Entweder findet Ihr die im Verlauf des Spiels bessere Stufen einer Routine oder Ihr findet mit Glück ein Optimierungs-Programm. Dieses wandelt Euch dann die Routine Eurer Wahl eine Stufe nach oben ab.


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"Diese "grünen Männchen" korrumpieren Eure Routinen"


Die einzelnen Routinen umfassen Power-Ups für Euren Diskus, elektrisch geladene Schlagstöcke, welche wie eine Art Schrotflinte agieren, Granaten, einer Energiekralle, die dem anderen Saft abzieht und Euch zukommen läßt bis hin zu Hochleistungs-Gewehren mit Zieleinrichtung. Bei den Schutzausrüstungen geht es von Kopf-, Bein-, und Armpanzerungen bis Ganzkörperschutz. Die Utilities sind mit am wichtigsten, denn durch sie könnt Ihr höher springen, korrupte Daten früher erkennen, die Gegner scannen und leiser laufen. Zu Anfang macht Euer Charakter nämlich noch mächtig Lärm in Form des Geräusches eines Laser Lichtschwertes. Durch das einstecken der passenden Subroutine wird dieser Geräuschpegeln bei Bedarf von 25% über 50% bis auf über 75% gesenkt. Dadurch werdet Ihr von feindlichen Programmen nicht mehr so früh wahrgenommen und das vorankommen wird merklich einfacher. Wichtig ist es die Sicherheitsprotokolle zu erlangen. Die feindlichen Programme sind nämlich nicht dumm und rufen über spezielle Terminals Verstärkung herbei. Habt Ihr eine ausreichende Sicherheitsstufe, könnt Ihr diese Terminals deaktivieren.

Natürlich darf bei einem richtigen „Tron“ Spiel auch nicht das bekannte Rennen auf dem Lichtrenner Raster fehlen. In diesem Rennen heißt des den Gegner gegen eine Wand fahren lassen und austricksen. Eure Renner ziehen nämlich eine Wand hinter sich her, die erst nach einiger Zeit am „Schwanz“ wieder verschwindet. Achtet also genau auf Eure Gegner und wie sie fahren. Zum Glück gibt es aber auch hier Power-Ups, die Euch schneller fahren lassen oder für 1x Wände durchbrechen lassen. Das Rennen auf dem Raster kann auch direkt zu Anfang des Spiels im Menü geübt werden und steht Euch sogar als Multiplayer Modus zur Verfügung.


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"Jetzt ist schnelle Reaktion gefragt "


Des Weiteren bietet „Tron 2.0“ einen zweiten Multiplayer-Modus. Hier könnt Ihr in einer Aren gegen anderen mit dem Diskus antreten. Hier kommt es auf das richtige Timing zwischen Blocken eines gegnerischen Angriffs und dem eigenen Abfeuern an. Gerade die Sache mit dem Diskus hebt „Tron 2.0“ von anderen Ego-Shootern ab. Da der Diskus einige Zeit benötigt um wie ein Bumerang wieder zu Euch zurück zu kehren, muß man hier viel taktischer vorgehen, als man das von normalen Vertretern dieses Genres gewohnt ist. Neben dem Deathmatch gibt es noch eine Team-Deathmatch Variante. Entweder kämpft Ihr auf offenem Feld oder aber Blöcke versperren Euch den Weg und den Blick auf den Gegner, Hier gibt es wiederum Blöcke die komplett verschwinden, wenn sie getroffen werden oder aber welche, die eine Art Ein/Aus Funktion haben. Das ganze ähnelt dann einem Katz & Maus Spiel.

Während des gesamten Spiels bekommt man vom Sound her klare passende Geräusche und Musikstücke geliefert. Auch die Synchronisation des Spiels ist absolut gelungen (endlich mal wieder). Durch den Gebrauch der Creative EAX Advanced HD Highend-3D-Audio-Technologie und der Unterstützung von Soundblaster Audigy 2 bleiben hier keine Wünsche offen. Bei einigen Rechnern soll es aber Probleme geben, für die bereits ein Patch erschienen ist.
Die Grafik des Spiels ist relativ bunt, was bei längerem Spielen etwas die Augen ermüden läßt. Dieser Punkt ist auch schwer zu bewerten, da die Texturen bei „Tron 2.“ mehr als unüblich sind. Ich habe mich aber bei diesem Test daran gehalten, wie gut es das Spiel schafft, die Atmosphäre und Umgebung des damaligen Films wieder zu geben. Dieses ist voll und ganz gelungen, auch wenn sie einigen von Euch auf Dauer etwas langweilig vorkommen wird.
Von der Steuerung her ist ebenfalls alles sehr gut geregelt. In den Optionen kann man noch einige Einstellungen auf persönliche Vorlieben vornehmen. Im Spiel selber muß man aber sehr oft Klettereinlagen vollführen um an die ganzen Archivbehälter mit E-Mails, welche die Story immer weiter erklären oder Subroutinen enthalten zu kommen. An einigen Stellen dürfte das ab und an etwas Nerven kosten.


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"Ma3a gibt Euch mehr Informationen über Euren Vater"

Wer noch mehr Informationen haben möchte, sollte sich einmal die offizielle Seite zum Spiel ansehen. Die Seite ist in 5 Sprachen, so das hier jeder bedient werden sollte.

Mindestanforderungen:

- Win 98/ME, XP,2000
- 500Mhz CPU
- 256MB Ram
- 32MB Geforce 2 mit DirektX 9 kompatiblen Treiber
- 2,4GB Festplattenspeicher !!!
- DVD-Rom
- 16Bit DirekX 9 kompatible Soundkarte
- 56KBit Modem


empfohlene Systemkonfiguration

- Win 98/ME, XP, 2000
- 1 Ghz CPU
- 512MB Ram
- 128MB Geforce FX-Grafikarte-Klasse
- 2,4GB freier Festplattenspeicher !!!
- DVD-Rom
- Soundblaster Audigy 2
- DSL


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"Eurer Führer Byte & sein Kollege"


Testrechner

- Win XP Home
- AMD 2200+
- 512MB Ram
- 128MB Geforce FX-5600
- Soundblaster Karte On Board

Stefan meint:

Stefan Trotz dieser kleinen Abstriche ist „Tron 2.0“ ein sehr gutes Spiel geworden, welches gerade die Fans des Films ansprechen wird. Aber auch diejenigen, welche nicht mit der Story von „Tron“ vertraut sind, werden sicherlich sehr viel Vergnügen an diesem Titel haben. Vielleicht liegt ja dann auch bald die erhältliche DVD auf dem Wohnzimmertisch. Auf jeden Fall hat noch nie jemand die Formatierung einer Partition so hautnah und beängstigend miterleben dürfen. 

Positiv

  • tolle Atmossphäre
  • grandioser Sound

Negativ

  • Gameplay teilweise eintönig
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Forum
  • von raziel:

    Es soll ein Ego Shooter werden und wird von monolith programmiert! Bis ca. Mitte 2003 sollte das Game zu haben sein!! Eine Xbox-Version ist ebenfalls in der Mache!! :schwelg: Das Spiel soll zumindest pünktlich zum zweiten Teil des Filmes mit dem sinnigen Titel "Tron 2.0"...

  • von Mistercinema:

    Der Film war ein Meilenstein. Ich überlege noch die DVD zu holen, aber die wollen 28€ !!!! für die DVD und das ist einfach zu viel. M.C....

  • von MD_Geist:

    besteht das game nur aus gamers.com notice meldungen ...

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