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Command & Conquer The First Decade im Test

PC Windows
Als noch unschuldiger und nicht vorbestrafter Spieler für PS1 und PC kam ich Anno 1995 mit einer Spielserie in Berührung, die mich in meinen Grundfesten als Hardcorezocker erschüttert hat. Zuvor waren Spiele wie Wing-Commander, Super Mario oder Wipeout für mich das Maß aller Dinge. Die Sache änderte sich aber schlagartig als ich zum ersten Mal Command&Conquer von den Westwood Studios in den Händen hatte. Alle meine Kumpels haben mir damals erzählt: ’’Das Game musst du gezockt haben!’’
Und so verschaffte ich mir damals den ersten Teil. Und ich wurde nicht enttäuscht. Wo der Vorreiter Dune 2 noch von der Fachwelt unterschätzt wurde, traf Command&Conquer endlich den Geschmack des Massenmarktes. Die Echtzeit-Strategie, wie wir sie heute kennen, war geboren. Zu den Stärken der Serie gehörten damals der leichte Einstieg sowie die packende Atmosphäre in Form von Videosequenzen. Dem Gegenüber stand das immer gleiche Missionsdesign und eine schlechte KI. Zum Zehnjährigen Geburtstag der Serie bringt Electronic Arts nun eine Sammlung von allen C&C Spielen auf den Markt, die alle unverändert an Windows XP angepasst wurden.

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Command&Conquer lässt sich generell in 3 Zeitepochen einteilen. Da wäre z.B. der Tiberiumkonflikt zwischen der GDI und der NOD. Es folgte Alarmstufe Rot, das in einer fiktiven Vergangenheit spielt und schließlich die Generals-Zeitepoche. Hier nun eine Auflistung aller enthaltenen Spiele von "The First Decade", die wir auf den folgenden Seiten einmal genauer unter die Lupe nehmen wollen.

Command & Conquer: Tiberium Dawn
Command & Conquer: Covert Operations
Command & Conquer: Tiberian Sun
Command & Conquer: Tiberian Sun - Firestorm
Command & Conquer: Red Alert
Command & Conquer: Red Alert - Counterstrike
Command & Conquer: Red Alert - Aftermath
Command & Conquer: Red Alert 2
Command & Conquer: Red Alert 2 - Yuris Revenge
Command & Conquer: Renegade
Command & Conquer: Generals
Command & Conquer: Generals - Zero Hour


Command&Conquer: Tiberium Dawn - 1995
In nicht so ferner Zukunft wird auf der Erde ein Mineral entdeckt, das auf dem Namen Tiberium hört. Die Zusammensetzung von Chrom, Eisen, Uran und Beryllium wird zum begehrtesten Rohstoff auf der Welt, sodass zwei Parteien um die Herrschaft um das wichtige Tiberium kämpfen. Auf der einen Seite wär da die GDI (Global Defense Initiative), die für das Wohl der Menschen einsteht und andererseits die bösartige Brotherhood of NOD, die unter dem charismatischen Anführer Kane ihren Terror-Krieg führt.

Diese zwei Parteien spielt man in gewohnter Echtzeitstrategie-Manier, errichtet dabei weitläufige Basen und versucht den wertvollen Rohstoff sein eigen zu nennen. Die Fans waren vor allem über die 60 Minuten langen kinoreifen Zwischensequenzen begeistert, die jede Mission einleiteten. Das Leveldesign bestand meist daraus, eine Basis aus dem Boden zu stampfen und genug Einheiten zu erstellen um den Computergegner auszuschalten. Die für damalige Verhältnisse gute (Auflösung von 640x480) VGA-Grafik lief schon ab einem 486 mit 4MB Ram. Schön waren schon damals die Animationen der Strichmännchen anzusehen wie sie z.B. Liegestützen machten oder ihre Kanone putzten. Dazu kam eine unglaubliche Soundkulisse, die die Atmosphäre noch einmal aufwertete. C&C unterstütze damals schon Internetmatches via Modem.

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Command & Conquer: Tiberium Dawn


Command&Conquer- The Covert Operations: 1996
Nachdem der Erfolg von C&C unerreichte Höhen annahm, setzten sich die Designer von den Westwood Studios zusammen und entwickelten ein Addon, um die Wartezeit auf den Nachfolger zu verkürzen. In The Covert Operations finden sich 15 Einzel- sowie Zehn Multiplayermissionen. Videomaterial oder eine Storyline wie im Hauptprogramm waren nicht vorhanden. Dazu geizten die Entwickler auch damit, neue Einheiten in das Addon zu packen. Eingefleischte Echtzeitgeneräle fluchten über den hohen Schwierigkeitsgrad, der so manchen zur Verzweiflung brachte. Trotz der wenigen Neuerungen war das Addon genau wie das Hauptprogramm ein großer Erfolg.

Command&Conquer – Tiberian Sun: 1999
Durch Westwood selbst wurde ein großer Hype ins Leben gerufen, um Tiberian Sun ins gute Licht zu stellen. Als dann endlich das fertige Spiel erschien, kamen die ersten Unkenrufe von Seiten der Fans. Die Grafik (max. 800x600) war nicht mehr Zeitgemäß und das Spieldesign wurde gegenüber dem ersten C&C unverändert übernommen. Dazu kam noch ein schlechtes Balancing im Multiplayermodus und üble KI-Patzer, die einem die Matches erschwerten. Storytechnisch wurde die Geschichte zwischen GDI und NOD weiter erzählt und konnte mit gewohnt guten Zwischensequenzen aufwarten, in denen die bekannten Schauspieler der Reihe zu sehen waren. Als kleine aber feine Neuerung fand ein Kartengenerator seinen Weg in die Vollversion und der ganze Spaß lief schon ab einen Pentium 166 mit 32MB Ram. Trotz der schlechten Kritik verkaufte sich Tiberian Sun innerhalb eines Monats über 1,5 Millionen Mal.

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Command&Conquer – Tiberian Sun ’’Firestorm’’: 2000
Nach Kanes Tod scharten sich die Splittergruppen von NOD noch einmal zusammen, um das Nod-Computersystem CABAL an sich zu reißen. Die GDI versucht dies zu verhindern und so müsst ihr in jeweils 18 Missionen entweder den Computer zerstören oder bergen. Mit Firestorm fügte Westwood ein paar neue Einheiten hinzu und das Balancing innerhalb der Multiplayermatches wurde endlich angepasst. Trotzdem hat sich am Missionsdesign überhaupt nichts getan, weshalb sich bei Echtzeitexperten schnell Langeweile breit machte.

Command&Conquer Red Alert: 1996
Bei Red Alert handelt es sich nicht um einen zweiten Teil, obwohl es aus Marketing-technischen Gründen so vermittelt wurde. 1946 entwickelt Albert Einstein eine Zeitmaschine und reist in das Jahr 1924. Dort angekommen schnappt er sich Adolf Hitler und schickt ihn in ein Parallel-Universum. In den sechziger Jahren entbrennt dann ein Krieg zwischen Russland und Amerika, in dem ihr eure jeweilige Seite in 12 Missionen zum Sieg führt. Die Story wurde dabei wieder einmal in schicken Filmsequenzen erzählt. Spieltechnisch blieb jedoch fast alles beim Alten. Zu den neuen Einheiten gehörten Schiffe und U-Boote, die noch mehr taktische Kämpfe ermöglichten. Red Alert lief schon ab einem 486 mit 66Mhz und 8MB Ram.

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Command & Conquer: Red Alert


Command&Conquer Red Alert - Counterstrike: 1997
Das erste Addon zu Red Alert bot für beide Parteien jeweils 8 Missionen, die leider nicht in Videosequenzen erzählt wurden. Dazu kam ein ziemlich happiger Schwierigkeitsgrad sowie über 100 Multiplayerkarten. Das Addon war erwartungsgemäß ein großer Erfolg.

Command&Conquer Red Alert The Aftermath: 1997
Durch den Erfolg des ersten Addon schickt Westwood in "Aftermath" den Spieler durch 18 neue Missionen. Hinzugekommen sind Zehn Neue Einheiten sowie 100 Multiplayerkarten.

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Command & Conquer: Red Alert 2


Command&Conquer Red Alert 2: 2000
In einem fiktiven 20. Jahrhundert kämpfen Amerikaner und Russen im dritten Weltkrieg um die Macht. In jeweils 12 Missionen könnt ihr auf Seiten der Russen sowie Amerikaner für Ordnung sorgen in der Welt. Nachdem Tiberian Sun schon nicht den erwartenden Kracher gebracht hat, waren die Fans sehr verhalten gegenüber dem neusten Machwerk von Westwood Studios eingestellt. Selbst im neusten C&C Teil hat sich nicht viel getan und das Missionsdesign ist genau wie in seinen Vorgängern gleich geblieben. Dazu kam noch eine grottenschlechte Gegnerintelligenz und abgefahrene Einheiten. Die Tiberian Sun-Grafik präsentierte sich ziemlich poppig und wurde nicht von jedem Fan angenommen. Trotzdem war das Spiel grundsolide und die Matches packend.

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Red Alert 2: Yuri's Revenge


Command&Conquer Red Alert 2 Yuri’s Revenge: 2001
Nachdem nach Red Alert 2 endlich wieder Ruhe in der Welt war, versucht Yuri (bekannt aus dem Hauptprogramm) die Macht an sich zu reißen. In 14 Solomissionen auf Seiten der Amerikaner oder Yuri geht es in bewehrter C&C-Manier wieder mal um die Weltherrschaft. In den Mehrspielermatches sind zum ersten Mal auch andere Parteien anwählbar wie Deutschland oder Frankreich.

Command&Conquer Renegade: 2002
Mit Renegade spielt sich das gewohnte Geschehen nicht aus der Vogelperspektive sondern in Ego-Shooter Manier ab. Das Ein-Mann-Schlachthaus Havoc (bekannt aus C&C1) muss ganz FPS-mäßig Geiseln befreien, Bomben an feindlichen Gebäude anbringen, Computer hacken und Basen infiltrieren. Einzelspieler wurde es bei dem Titel so schnell nicht langweilig und so konnte man aus C&C 1 bekannte Fahrzeuge steuern. Grafisch war der Titel schon beim Erscheinen ziemlich altbacken, konnte aber wieder Punkte gut machen durch den hervorragenden Multiplayermodus. Im Command&Conquer-Modus hat man auf Seiten der GDI/NOD versucht die Basis des Gegners außer Gefecht zu setzen. Dabei konnte man auf verschiedene Charakter und Fahrzeuge zurückgreifen, die aus dem Singleplayer bekannt waren. Die maximale Spieleranzahl auf einem Server war 64 Player, was tolle Massenschlachten mit sich trug. Mittels eines Patches wurden dann auch später Fluggeräte mit in den Multiplayermodus gepackt.

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Command & Conquer: Renegade


Command&Conquer Generals: 2003
Mit Generals startete Electronic Arts einen neuen Spin-Off, um C&C zu neuen Ruhm zu bringen. Die Geschichte dreht sich dieses Mal nicht um GDI oder NOD, sondern erzählt den Kampf zwischen drei Parteien. Die technisch versierten United States of Amerika, das panzerstarke China und eine terroristische Organisation mit dem Namen GLA(Global Liberation Army). Die Neuerungen gegenüber dem Vorgänger sind der Generalsmodus, in dem man z.B. Fallschirmspringer oder Flagfeuer an gewünschten Positionen versenden kann, das Erfahrungspunktesystem für Einheiten und den General, sowie das Fehlen der Videosequenzen. Die Grafik sowie die Soundkulisse waren damals nahe der Perfektion und die Multiplayermatches gegen echte Spieler sind genau wie Warcraft III ein Klassiker. Ein Wehrmutstropfen hatte die ganze Sache allerdings. Um Generals in vollen Details zu spielen brauchte man damals schon einen Highendrechner der Marke 2,5Ghz und 1Gb Ram.

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Command & Conquer: Generals


Command&Conquer Generals Zero Hour: 2003
Generals wurde von den Fans gut aufgenommen, was Eletronic Arts anspornte ein Addon zu veröffentlichen. In Zero Hour wurden neue Karten, Einheiten und Gebäude hinzugefügt. Dabei gesellt sich noch ein weiterer Singleplayermodus hinzu, der auf den Namen Generals Challenge hört. In diesem Modus gilt es eine bockschweren KI-General zu besiegen. Dazu standen 8 feindliche Generäle zur Auswahl die alle verschiedene Verhaltensmuster hatten.

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Generals: Zero Hour


The First Decade wird in zwei DVDs mit edler Box und zweitseitigem Poster ausgeliefert. Auf der ersten DVD finden sich alle C&C Spiele, die ungefähr 9.8GB eurer Festplatte einnehmen werden. Die zweite DVD besteht aus 60min Filmmaterial, in dem unter anderem ein Interview mit Louis Castle, der Mitbegründer von Westwood und Vater von C&C, zu sehen ist. Dann findet man auf der DVD auch noch ein Rückblick über die Serie, Concept Artworks sowie die besten C&C Homevideos. Für echte C&C-Fans äußerst empfehlenswert.

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Minimale Systemvoraussetzungen
Pentium III, 800MHz oder vergleichbarer Athlon
256MB Ram
32 Bit Kompatible Grafikkarte
9.8GB Festplattenspeicher
Kompatible Soundkarte
8x CD-Rom Laufwerk


Testrechner
Athlon64x2 4800+
2GB Ram
Geforce 7800GTX 512MB Ram
Creative SoundBlaster X-FI Platinum

Dominic meint:

Dominic Command&Conquer- The First Decade ist wie eine Retrosammlung und spiegelt den Zeitgeist der Serie originalgetreu wieder. Da selbst Generals und Zero Hour in der Sammlung vorhanden sind, ist der Kauf jetzt schon gerechtfertigt. Strategieanhänger sollten sich unbedingt die Sammlung von EA anschauen, um die Geschichte der Echtzeit-Strategie noch mal mit zu erleben. Einziger Wehrmutstropfen ist bei der Installation die Eingabe von 7 CD-Keys. 

Positiv

  • 12 Echtzeitklassiker für den kleinen Geldbeutel
  • Immer noch guter Multiplayermodus
  • C&C Generals und Zero Hour inhalten

Negativ

  • Eingabe von 7 CD- Keys
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