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Call of Duty 2 im Test

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Seit Medal of Honor Allied Assault erfreuen sich Ego-Shooter mit Weltkriegsszenario größter Beliebtheit. Aber nach Spielen wie Battlefield 1942, Brothers in Arms und Konsorten sollte man meinen, dass man schon alles gesehen hat. Infinity Ward möchte es nun noch mal wissen und schicken ihr Vorzeigeprodukt Call of Duty 2 ins Rennen.
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Wenn man einen Call of Duty Fan fragen sollte was die Besonderheit bei der Call of Duty Serie ist, bekommt man mit 100 Prozentiger Sicherheit ’’dichte Atmosphäre’’ und ’’keine Storyline’’ zu hören. Und wieso sollte man mit einer Tradition brechen, wenn es schon im Vorgänger (+Addon) so gut geklappt hat. So spielt man drei unabhängige Kampagnen auf Seiten der Russen, der Amerikanern sowie den Britten. Zuvor aber werdet ihr im genretypischen Tutorial erstmal zu einem Supersoldat getrimmt.

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Mit euren Bleispritzen müsst ihr Teller, Flaschen und sogar Teddybären erschießen. Beim Handgranatentraining setzen die Russen noch einen drauf und statt den besagten Granaten wirft man mit Kartoffeln um sich. Kaum hat man das Training bestanden greifen die Deutschen schon Moskau an und ihr werdet als Frischling sofort an die Front geschickt. Dabei geht es schon am Anfang richtig zur Sache. Durch ganze Häuserschluchten müsst ihr euch begeben und so manch wilde Feuergefechte müsst ihr bestehen - und dabei macht es euch die Deutsche Wehrmacht wahrlich nicht einfach.

Um die Feuergefechte zu beschreiben kann ich einfach nur sagen: ’’Packend’’. Noch nie habe ich zuvor so sehr nach Deckung gesucht und versucht mir einen taktischen Vorteil zu verschaffen um das Levelende zu sehen. Dabei stellen sich die Gegner verdammt clever an und verharren bei ihrer Deckung um nicht im Dauerfeuer der Kanonen zu enden. Wirft man eine Granate zu ihnen sieht man wie sie versuchen sich davor zu retten indem sie eine bessere Deckung aufsuchen. Die Teamkollegen legen sogar noch einen drauf. Sie geben euch Flankenfeuer, werfen gegnerische Granaten wieder zurück oder geben euch Feuerschutz. Dabei ist es schön anzuschauen wie sich euere Teamkollegen sowie Gegner untereinander absprechen. Dabei wird eine noch dichtere Atmosphäre des Krieges simuliert als beim Vorgänger. Toll anzusehen ist z.B. wie euere Teamkollegen versuchen einen gegnerischen Tank zu zerstören, indem sie auf ihn klettern und eine Granate oben durch die Luke werfen und dann schreiend davon laufen.

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Hat man die Kampagne in Moskau bestanden, geht es auch gleich im Eiltempo weiter nach Stalingrad wo ihr versucht die Stadt vor dem Untergang zu retten. Die meisten Feuergefechte befinden sich zwischen Häuserschluchten, was von der Spannung her noch einen drauf setzt. Die englische Version zeigt in der ersten Kampagne was Call of Duty 2 für einen Aufwand betreibt. Die englisch sprechenden Russen haben einen unglaublich guten Akzent und die Kommentare der Deutschen wie ’’Hey Russe, gefällt es dir was wir mit deiner Stadt gemacht haben’’ oder ’’Russe, ich habe hier ein Geschenk aus meiner Heimat’’ kommen mit so eine Dramatik rüber, dass man wirklich das Gefühl hat den Krieg Live mitzuerleben. Die Aufgaben, die es bei Call of Duty 2 zu bewältigen gilt übertreffen den Vorgänger sowie die Konkurrenzprodukte. So müsst ihr feindliche Panzer ausschalten, Stellungen verteidigen, Häuser sprengen, selbst einen Panzer in der Wüste fahren, Telefonkabel reparieren u.s.w.

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Man sieht dass die Entwickler wirklich sich Mühe gegeben haben damit die ca. 8 - 10 Spielstunden nicht langweilig werden. Doch trotz der großen Anzahl an Aufgabenstellungen hat man immer das Gefühl im Magen, dass man dass alles irgendwann schon mal gesehen hat. Hat man die russische Kampagne bestanden wird man als britischer Soldat in die Wüste von Nordafrika geschickt und als Amerikaner soll man in der Normandie und Deutschland für Ordnung sorgen. Um das Kriegsgeschehen noch echter aussehen zu lassen, haben die Entwickler die Quake III-Engine (endlich) eingestampft und eine hauseigenes Grafikgerüst erstellt das die Action noch schöner in Szene setzt.

Die Waffen, Spielermodelle und Umgebungen sind sehr detailliert gestaltet und verwöhnen das Auge. Mein persönliches Highlight sind die Rauchschwaden, die so echt aussehen dass man wirklich die Hand vor Augen nicht mehr erkennen kann. Um die grafische Präsentation abzurunden sind noch realistische Gesichtsmimik zu erkennen sowie Bartwuchs. Soundtechnisch übertrifft Infinity Ward alle Konkurrenzprodukte um längen und die englische Version besticht durch perfekte Synchronisation und bombastische Soundeffekte. Die musikalische Untermalung ist wie gewohnt sehr gelungen und packend. Aber wo auch Licht ist, da ist auch Schatten und so habe ich in meiner Testphase fast eine Hassliebe entwickelt zu Call of Duty 2.

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Die 1.0 Version strotzt nämlich nur so vor Bugs. So verschwindet mit guter Regelmässigheit das Fadenkreuz. Gescripte Ereignisse finden nicht statt was, dann bedeutet dass man das Level nochmals bestreiten muss und da es keine Quicksavefunktion gibt ’’vergisst’’ das Spiel bei den Checkpoints zu speichern. Das bedeutet, dass beim Ableben dass Level jeweils neu gestartet werden muss. Dazu kommt noch die Tatsache, dass keine Medipacks im Spiel vorhanden sind und eine Lebensanzeige sucht man ebenfalls vergebens. Der Schwierigkeitsgrad ist durch die besagten Bugs/Fehler selbst im Easymodus eine Tortur und erstickt den Spielfluss im Keim.

Der Multiplayermodus ist mit 13 Karten und 4 Mehrspielermodi(Deathmatch/Team Deathmatch, Capture the Flag, Hauptquartier, Suchen und Zerstören) zahlreich, aber eine echte Innovation sucht man hier vergebens. Die Karten sind alle aus dem Singleplayer entnommen und geben Platz für 32 Spieler.

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Um Call of Duty 2 mit maximaler Details bei einer Auflösung von 1024x768x32Bit Farbtiefe zu spielen braucht ihr einen 3Ghz Rechner mit 1024MB Ram und eine Grafikkarte der Klasse Geforce 6800 Ultra/ Radeon X1800.
Die Mindestvoraussetzungen sind ein Pentium 4 1.4Ghz, 256MB Ram sowie eine Grafikkarte der Klasse Geforce FX 5200/Radeon X300. Der virtuelle Krieg nimmt 3,4GB Festplattenspeicher in Beschlag.

Dominic meint:

Dominic Call of Duty 2 hat mich fast am Rande des Wahnsinns gebracht. Die genannten Bugs im Spiel haben dafür gesorgt das ich mir eine neue Maus zulegen musste, weil meine alte noch an der Wand klebt. Wäre das Spiel bugfrei gewesen hätte es eine Wertung von 35 Punkten verdient, weil Präsentation, Missionsstruktur und Atmosphäre absolute Spitzenklasse sind. Hoffen wir auf ein baldiges Update. 

Positiv

  • Tolle Grafik und Sound
  • Gute Atmosphäre

Negativ

  • 1.0 Version mit Bugs
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