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Battlefield 2142 im Test

PC Windows
Digital Illusions populäre Battlefield-Serie hat seit ihrem Debüt im Jahre 2002 eine vielfältige Entwicklung eingeschlagen. Auf die Schlachtfelder des Zweiten Weltkrieges folgte so ein Abstecher in den Dschungel, bis die Reihe schließlich mit dem erfolgreichen Battlefield 2 in die moderne Kriegsführung eintrat. In Anbetracht dieser Entwicklung erscheint es somit nur logisch, dass der nächste Serien-Ableger die Zukunft abdecken sollte. Und so schickt sich nun Battlefield 2142 an, die Online-Community erstmals auch durch futuristische Sci-Fi Schlachten zu begeistern. Wir haben den Titel ausführlich getestet und verraten euch im folgenden Bericht, ob sich der Ausflug in die Zukunft wirklich lohnt!

Wir schreiben das Jahr 2142: Nach einer jahrelangen Eiszeit sind weite Teile des Globus von dicken Eisschichten überzogen und damit lebensfeindlich für den Menschen. Im Wettrennen um die letzten bewohnbaren Landstriche schlossen sich die Völker der Welt dabei zu riesigen Koalitionen zusammen und starteten folglich einen erbitterten High-Tech Kampf ums Überleben. Battlefield 2142 stellt den Spieler in den Mittelpunkt dieses Konflikts zwischen der Europäischen Union und der Pan-Asian Coalition, die sich auf 10 mehr oder weniger frostigen Karten futuristische Gefechte liefern. Willkommen im Dienst, Soldat!

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Herzstück des Spiels ist wie gehabt der Online-Multiplayer Modus, den ihr nach der Anmeldung bei EA und der Erstellung eines Accounts umgehend nutzen könnt. Aus der mittlerweile prall gefüllten Server-Liste sucht ihr hierbei mit Hilfe von verschiedenen Filter-Optionen (Spielerzahl,,, Punkbuster etc.) ein geeignetes Spiel heraus und müsst euch daraufhin mit dem Ladebildschirm abgeben, der im Vergleich zu Battlefield 2 immerhin ein wenig kürzer ausfällt. Seid ihr im Spielgeschehen angelangt, entscheidet ihr euch für eine der beiden Fraktionen, wählt einen Spawn-Point aus, und betretet schließlich das Schlachtfeld, auf dem ihr im traditionellen Conquest-Mode einzelne Flaggenpunkte einnehmt, um euer Team zum Sieg zu führen. Das Gameplay von Battlefield 2142 erinnert in Sachen Spielmechanik und Steuerung dabei stark an den Vorgänger, sodass sich alte Hasen sofort mit der Bedienung aus der Ego-Perspektive auskennen und auch das bewährte Befehlssystem intutitiv beherrschen dürften.

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Die Unterschiede zu Battlefield 2 zeigen sich erst im Detail auf. So wurde die Zahl der wählbaren Soldaten-Klassen von 6 auf 4 reduziert, sodass Sturmtruppen (= Sanitäter), Aufklärer, Pioniere (=Panzer-Abwehr) und Versorgungssoldaten nun mehrere Aufgaben übernehmen müssen. Hierbei kommen ebenfalls die zahlreichen Gadgets des Spiels zur Geltung, die ihr mit dem Erreichen eines höheren militärischen Rangs nach und nach freischalten könnt. Diese futuristischen Items lassen sich beispielsweise in Form von Geschütz-Drohnen, Energieschilden oder optionalen Waffenfunktionen anwenden und stellen somit eine große Hilfe in den Gefechten dar.

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Im Endeffekt werden die Schlachten von Battlefield 2142 jedoch zumeist durch direkte Feuergefechte entschieden, die dank des sehr gelungenen Designs und Balancings der neuen High Tech-Waffen spannender denn je ausfallen. Natürlich gibt es im neuen Battlefield-Ableger aber auch einige durchschlagskräftige Fahrzeuge zu entdecken, allen voran die imposanten Walker-Kampfroboter, die sowohl in Sachen Dynamik als auch Feuerkraft brillieren. Zusätzlich steht euch ebenso die gewohnte Masse an Jeeps, ATVs, Panzern und Luftfahrzeugen zur Verfügung, sodass auf den frostigen Online-Schlachtfeldern wieder einmal kein Auge trocken bleibt.

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Die wahrscheinlich größte Neuerung im Vergleich zum Vorgänger dürfte allerdings der völlig neue Titan-Modus sein, der sich in Battlefield 2142 neben die bewährten Conquest-Schlachten einreiht. In diesem Spielmodus besitzen sowohl die EU als auch die PAN ein riesiges Luftkampfschiff (sogenannte Titanen), das bedrohlich über den Wolken der Maps kreist. Ziel jedes Teams ist es nun, einzelne Raketensilos am Boden einzunehmen, um den gegnerischen Titan unter Beschuss zu setzen, oder aber mit Hilfe von Transportfahrzeugen die eigenen Soldaten an Bord des feindlichen Schiffs zu bringen, um die Reaktorkerne des Titans anzugreifen. Wer schließlich den gegnerischen Titan zerstört, gewinnt die Runde und kann im Anblick des explodierenden Luftkreuzers seinen Triumph feiern. Dieser neue Spielmodus stellt sicherlich eine gelungene Ergänzung des Gameplays dar und erfreut sich in der Online-Community wachsender Beliebtheit.

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Zum Abschluss möchte ich noch einige Worte dem Singleplayermodus widmen, der serientypisch viel mehr als Training für die herausfordernden Online-Gefechte gedacht ist. Leider sind offline dabei jedoch nur 5 der 10 Karten ausschließlich im Conquest-Mode spielbar. Hier wäre sicher mehr drin gewesen, obwohl ich dem Einzelspieler-Modus zugute halten muss, dass die konfiguierbare Bot-KI im Vergleich zu Battlefield 2 deutlich besser ausgefallen ist, da die gegnerischen KI-Soldaten nun eine wirkliche Bedrohung für euch darstellen und selbst die Offensive ergreifen.

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Grafisch erinnert Battlefield 2142 stark an seinen Vorgänger, wobei einige Effekte für Explosionen oder optische Irritationen (z.B. bei EMP-Granaten) verbessert bzw. hinzugefügt wurden. Der Titel sieht somit zwar bei weitem nicht schlecht aus, ist jedoch womöglich auch aufgrund der sterilen Szenarien deutlich von grafischer Opulenz entfernt. In Sachen Sound haben die Entwickler dagegen nichts anbrennen lassen und bieten euch krachende Effekte, orchestrale Hymnen und eine abwechslungsreiche Vertonung der Soldaten.

Minimale Systemvoraussetzungen
Pentium 4, 1.8Ghz oder vergleichbarer Athlon
512MB Ram
Geforce FX5200/ Radeon X300
2,2GB Festplattenspeicher
Kompatible Soundkarte
4x DVD- Rom Laufwerk

Marcel meint:

Marcel Ich muss Kollege Dominic zustimmen, dass Battlefield 2142 in Sachen Umfang und Innovation zu wünschen übrig lässt. Als alter Battlefield-Fan hatte ich jedoch wieder einmal viel Spaß mit dem Titel, da die futuristischen Schlachten dank gelungener Maps (allen voran die aufregenden Belagerungskämpfe um Minsk), Waffen und Gadgets wirklich zu fesseln wissen und das bewährte team-basierte Gameplay von Battlefield 2 auch im Titan-Modus hervorragend funktioniert. Natürlich kann man nun über das Preis/Leistungsverhältnis im Vergleich zu anderen Multiplayer-Titeln streiten, meiner Meinung nach bietet die Battlefield-Serie allerdings einen enorm spannenden Mix aus Action, Teamplay und Taktik, der auch in Battlefield 2142 für stundenlangen Online-Spaß sorgt und sich daher keineswegs vor kommenden Titeln verstecken muss.

Positiv

  • tolle Waffen und Gadgets
  • Titan-Modus
  • packende Online-Gefechte

Negativ

  • knapper Umfang
  • wenige (aber sinnvolle) Neuerungen

Dominic meint:

Dominic
Ok Dice, das soll eure neue Multiplayerrakete sein die Spiele wie Wolfenstein: Enemy Territory oder gar Unreal Tournament 2007 das Wasser reichen soll?Hallo? Leben wir noch in 2002? 2 Spielmodi und 10 Maps rechtfertigt einen Preis von 50 Euro nicht im geringsten. Und was soll der Singleplayermodus bitte darstellen? Nur 5 Maps ohne den Titanmodus mit einer Bot- K.I., die genauso schlau ist wie unsere Bundeskanzlerin. Hier zum Vergleich: Unreal Tournament 2003 hat damals 50 Euro gekostet und hatte 35 Maps, 5 Spielmodis und einen packenderen Singleplayermodus als alle Battlefieldteile zusammen. Für meinen Geschmack gleicht sich Battlefield 2142 zu sehr mit seinem Vorgänger, der erst in einer richtig guten Gruppe Spaß macht. Kenner der Vorgänger sollten lieber sich das Geld sparen für entweder Battlefield 4248 das vielleicht Mal mit der Premiere von 128 Spielern auf einem Schlachtfeld kommt oder Battlefield 1542, wo der Spieler hoch zu Roß gegnerische Burgen stürmen darf. Ich für meinen Teil bin froh das Spiel nur aus der Bibliothek ausgeliehen zu haben weil der Vollpreis von 50 Euro für eine Battlefield 2-Mod ist doch ziemlich überteuert.  
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