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Aurora Watching im Test

PC Windows
Die Zeichen stehen mal wieder auf Sturm, als das russische Atom-Uboot Komsomolez II in der Arktis plötzlich verschwindet. Und da soetwas bei Onkel Iwan in Moskau gar nicht gut ankommt, schickt die NATO ihren Geheimagenten Cole "White Fox" Sullivan ins Krisengebiet um sich einen Überblick zu verschaffen. Dort stößt er schon bald auf ein geheimes DNA Forschungslabor mit allerlei bösen Experimenten in ihm...
Spielerisch orientiert sich das von Metropolis Software entwickelte Spiel eindeutig an seinem inoffiziellen Vorgänger Gorky Zero. Hier wie dort schleicht ihr vorsichtig an Sicherheitskamera und Wachen vorbei oder schaltet diese aus möglichst günstigen Positionen mittels Waffe aus. Da steht eine ganze Reihe verschiedener Kaliber zur Verfügung, von der zielsicheren Sniperrifle bis hin zur schallgedämpften Pistole für den unauffälligen Agenten. Ein Würgegriff um Gegner ungesehen auszuschalten bzw. zu verhören wie von Sam Fisher gewohnt, gibt es hier allerdings nicht.


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Drei Gegner wie wir versprechen ernste Gefahr... (click to enlarge)


Wie eingangs schon geschrieben verbringt ihr den größten Teil des Spiels damit euch an Gegnern und seinen Sicherheitsvorkehren vorbeizuschleichen bzw. ihr Verhalten zu studieren um dann im günstigsten Moment zuschlagen zu können. Wer dagegen noch nicht allergisch reagiert, dürfte hier eine gute Herausforderung finden. Denn die Gegner sind wirklich auf Zack und sehen euch auch schon von weiter Entfernung kommen. Kanonenfutter findet ihr woanders, aber ganz sicher nicht hier. Auch das Gehör der bösen Buben ist geschärft und verlangt euch ein besonnenes Vorgehen ab. Schade nur, daß sich Kameras und Scheinwerfer/Lampen nicht mit einem beherzten Schuß ausschießen lassen - offenbar um den Schwierigkeitsgrad auf seinem gehobenen Niveau zu halten. Ähnlich verhält es sich z. B. auch mit Lüftungsschächte, durch die ihr wohl hindurchklettern, aber keine Granate in den dahinter befindlichen Feindpulk werfen könnt. Das erscheint dann doch reichlich unsinnig...

Leider ermüdet das Spielprinzip schon nach einiger Zeit. Mag sein, daß in letzter Zeit einfach zuviele Spiele dieser Machart auf den Markt drängten oder aber das Aurora Watching einen sehr linearen Levelaufbau hat. So habt ihr eigentlich nicht viel Freiheiten in eurem Vorgehen und folgt stets einem festgesetzten Pfad. Abweichungen sind selten und führen wenn schon wieder nach kurzer Zeit zurück zum Hauptweg.


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Mit Snow-Speeder und Zeitlimit geht es weiter zur nächsten Basis... (click to enlarge)


Immerhin - verglichen mit dem Vorgänger Gorky Zero, welcher unter seiner grottigen KI litt, agieren die CPU-Recken schon deutlich intelligenter. Von Intelligenz kann dennoch keine Rede sein. Schlimmer sind aber einfache Designfehler, bei denen die Programmierer offenbar selbst nicht wussten, was sie denn nun wollen. Bestes Beispiel ist da das Fernglas, wobei dieses fälschlicherweise an manchen Stellen auch als "Schutzbrille" betitelt wird. Jedenfals ist das gute Stück eigentlich völlig nutzlos, da sich die ganze Action in irgendwelchen Innenräumen abspielt. Genauso verstehe ich nicht, warum ich erst in den Schleichmodus umschalten muß, damit sich mein Held um Ecken lehnen und den Gegner beäugen kann. Einzig ein Bug kann das erklären, denn spielerisch macht das überhaupt keinen Sinn. Last but not least ist auch die Jump Funktion völlig unnütz, da ihr diese praktisch nie einsetzen müsst. Ich kann mich jedenfalls an keine einzige Stelle erinnern, ausgenommen das Tutorial.



In Sachen Grafik setzt Entwickler Metropolis wieder auf die eigene Engine, welche auch schon bei Gorky Zero zum Einsatz kam. Ein Far Cry braucht sich hier aber gewiss nicht zu fürchten. Dennoch sind verglichen mit dem Vorgänger einige Verbesserungen anzumerken, beispielsweise sind die Animationen der Protagonisten etwas geschmeidiger und lebensnaher. Richtig viel Abwechslung bietet so eine arktische Basis in grafischer Hinsicht aber natürlich nicht.
Immerhin hat man sich nach dem Debakel bei Gorky Zero noch professionelle Hilfe aus dem Hause Criterion in die Warschauer Entwicklerstudios geholt, so daß man für die korrekte physikalische Berechnung aller umherfliegenden Gegenstände auf die RenderWare Physic-Engine zurückgegriffen hat. Erkennbar ist das im Spiel aber auch nur anhand kleinerer Details.


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Wer heut was auf sich hält, baut unbedingt Zombies in sein Spiel ein... (click to enlarge)


Immerhin - der Sound punktet dafür ganz gut. So klingen die Effekte allesamt authentisch und gut, ähnlich wie auch die Stimme recht gut zum Helden passt. Bei der Synchronisation wäre vielleicht noch etwas mehr Feinarbeit nötig gewesen, Otto-Normalspieler wird sich daran aber nicht stören. Last but not least klingen auch die Hintergrundmelodien sehr gut und bieten von ruhigen stimmungsvollen Stücken bis hin zu hektischer Action ein breitgefächertes Angebot

Systemanforderungen (minimum)
  • Windows XP / 2000 / ME / 98
  • 1 Ghz CPU
  • 128 MB RAM
  • 64 MB Grafikkarte (ab GeForce 3)
  • 700 MB Festplattenspeicher
  • 6x DVD Laufwerk

    Testkonfiguration 1
  • Windows XP inkl. SP2
  • Athlon 64 3200+
  • 1024 MB RAM DDR/400 Mhz
  • Geforce 6800 (256 MB RAM)
Userwertung
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