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Arena Wars im Test

PC Windows
Richtig neue Impulse in der Echtzeitstrategie Community sind rar und so verwundert nicht, dass irgendwann auch mal ein Spiel kommt und alles was man vorher gekannt hat über den Haufen wirft - und dabei noch eine gute Figur macht.
Arena Wars dreht sich nur eins - und das ist Action in vollen Zügen. Die Spieldesigner von ExDream verbinden das Echtzeitstrategiegenre mit den Spielmodis von Unreal Tournament 2004 und präsentieren einen interessanten Mix.

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In Capture the Flag, Bombing Run und Double Domination spielt ihr entweder allein gegen den Computer oder mit acht Leuten im Netzwerk / Internet über die Herrschaft auf den Maps. Ihr habt eine Basis und einen Generator. Denn Ressourcenabbau sowie Gebäudeaufbau gibt es bei Arena Wars nicht. Zum Start des Spieles habt ihr 1000 Euro auf euerem Konto. Sechs Einheiten(Buggy, Spider, Walker, Destroyer, Berserker, Artillerie)könnt ihr bauen. Der Buggy z.B. ist mit 50 Euro die billigste Einheit im Felde und ist am besten geeignet durch seine Geschwindigkeit sich die Flagge bei Capture the Flag zu ergattern. Seine negative Eigenschaft ist die dünne Panzerung und er kann keine Lufteinheiten angreifen. So in der Art haben alle sechs Fahrzeuge ihre Vor- und Nachteile, die es erst zu entdecken gilt, bevor man sich in die Schlacht wirft, weil manche Kämpfe entscheiden sich nur wenn man die richtigen Einheiten im Team miteinander verbindet.



Jede dieser Einheiten hat neben ihren Standardfähigkeiten einen Specialmove. Der Walker z. B. kann für kurze Zeit fliegen und so an Punkte auf der Karten gelangen, die für andere unerreichbar sind. Der Destroyer dagegen kann sich von einem Punkt zum anderen teleportieren und ist damit nicht leicht auszumachen. Dabei sind die Einheiten so miteinander gut abgestimmt, dass keine unfaire Matches entstehen.

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Nachdem man seine Einheiten gebaut hat erscheinen sie vor der Basis. Wie von einem Strategiespiel gewöhnt selektiert ihr sie mit der Maus und klickt dann auf einen bestimmten Punkt auf der Karte. Natürlich könnt ihr das Spiel auch mittels Shortcuts auf dem Keyboard spielen, was auch leichter von der Hand geht, weil die Action doch manchmal unübersichtlich wird. Wird eine Einheit von euch zerstört, bekommt ihr das Geld wieder gut geschrieben und könnt sie erneut bauen. Um dem Spiel mehr taktische Tiefe zu verleihen hat jede Basis einen Energiegenerator. Wird der zerstört, fällt euer Radar für kurze Zeit aus und ihr könnt für einen bestimmten Zeitraum keine neue Einheiten bauen.

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Um der Sache noch mehr Pepp zu verleihen gibt es insgesamt 16 Powerups, die in verschiedenen Zeitpunkten an Respawnpoints erscheinen. So könnt ihr z.B. euere Einheiten heilen, unsichtbar machen oder mehr Geschwindigkeit geben. Die Powerups sind in vier Kategorien verteilt und können sogar feindliche Einheiten behindern. Mit ’’Slowdown’’ könnt z. B. ihr die Geschwindigkeit der gegnerischen Fahrzeugs um 50% verlangsamen oder mit ’’Insanity’’ verliert der Spieler die Kontrolle über ein Gefährt.



Wer Unreal Tournament 2004 schon mal gespielt hat wird die Modis Capture the Flag, Bombing Run oder Double Domination ein Begriff sein. Bei Capture the Flag müsst ihr die Flagge des Gegners aus seiner Basis in euere Basis bringen um dabei zu punkten. Bei Double Domination müsst ihr zwei strategisch wichtige Punkte für 20 Sekunden halten um zu gewinnen. Im Modi Bombing Run findet sich in der Mitte der Karte eine neutrale Bombe. Wie bei Capture the Flag müsst ihr diese Bombe aufnehmen und zum Bombenplatz des Gegners bringen und dann 20 Sekunden verteidigen. Danach explodiert die Bombe und reißt alles was in ihrer Umgebung ist mit ins Verderben.

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Im Singleplayermodus findet ihr ein Tutorial das euch die Spielmechanik und die Eigenschaften der jeweiligen Fahrzeuge näherbringt. Danach dürft ihr euch in besagten Spielmodis auf 60 Maps austoben und dabei gegen den Computer antreten. Abhängig welchen Spielmodi ihr gerade spielt und die Anzahl der Matches die ihr gewonnen habt ändert sich das Verhaltensmuster der Computergegner. Sind die Gesellen am Anfang noch leicht zu knacken, sind im späteren Verlauf des Spiels die Computergegner echte harte Nüsse. Hat man einen KI Gegner besiegt, winkt dessen Logo als Belohnung. Für ein kleines Schmunzeln reichen die abegefahrenden Namen der Computerkollegen, die auf die Namen Baby Joe, Kanguruh Bill oder Grillmeister hören.

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Arena Wars ist genau wie sein großes Vorbild eindeutig auf actionreiche Multiplayermatches ausgelegt. Und hier punktet der Titel in vielen Belangen. Um der Innovation noch ein drauf zu setzten, unterstützt das Spiel Webcam – und Voice Technology. Das bedeutet das Webcam Besitzer sich ins Spiel einloggen und für ihre Gegner sichtbar sind, kommt noch ein Mikro dazu ist sogar ein Schwätzchen möglich. Dabei ist die Qualität des Bildes und des Tons äußert gut.



Doch wo Licht ist, da ist auch Schatten und bei Arena Wars gibt es ein paar kleine Mängel, die man nicht übersehen sollte. So actiongeladen Arena Wars auch ist, so unübersichtlicht wird es nach kurzer Zeit. Leute die keine Shortcuts benutzen werden ziemlich schnell überfordert sein. So ist die Intelligenz der eigenen Einheiten nicht gerade auf Einstein-Niveau und so kann es leider schon oft passieren das der Gegner an euren Einheiten vorbeifährt ohne das einer was tut. Obwohl das Spiel unglaublich viel Suchtpotential in sich trägt, wird die Action nach ungefähr 10-15 Stunden langweilig, weil die Karten sich doch zu sehr gleichen und man wünscht sich mehr Tiefgang. Dann wäre noch zu erwähnen, dass das Anlegen eines Accounts bei Arena Wars nicht gerade leicht von statten geht, was im Zusammenhang mit dem undeutlichen CD-Key liegt (Verwechseln von 0 und O)

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Die Grafik von Arena Wars kann man im Mittelmaß einstufen. Die Einheiten und Landschaften sind leider sehr detailarm, doch läuft die Grafik selbst auf älteren Rechnern ohne Ruckler. Die Level sind sehr bunt gehalten und realistische Schattenwürfe verwöhnen das Auge. Die Action auf dem Bildschirm kann man mittels Mausrad In- und Auszoomen um sich einen besseren Überblick zu verschaffen. Soundtechnisch ist der Titel grundsolide.

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Um Arena Wars in einer Auflösung von 1024x768x32Bit Farbtiefe zu spielen braucht man einen Pentium 4, 1,4GHz (oder vergleichbaren Athlon), 512MB Ram und eine Grafikkarte der Klasse Geforce 4 TI 4600/ Radeon 9600 XT. Die Mindestvoraussetzungen sind dabei sehr niedrig. Ab einen 700Mhz Rechner, 256MB Ram und einer Grafikkarte der Marke Geforce 2MX/ Radeon 7500 ist flüssiges Spielen möglich. Der Multiplayerspass nimmt 250MB euerer Festplatte ein.

Minimale Systemvoraussetzungen:
Pentium III, 700MHz oder vergleichbarer Athlon
256MB Ram
Geforce 2MX/ Radeon 7500
250 MB Festplattenspeicher
Kompatible Soundkarte
4x CD-Rom Laufwerk


Testrechner:
Athlon64x2 4800+
2GB Ram
Geforce 7800GTX 512MB Ram
Creative SoundBlaster X-FI Platinum

Dominic meint:

Dominic In meinen Augen hat Arena Wars neuen Wind in die Echtzeitstrategie gebracht. Die unkomplizierte Steuerung und das leicht zu erlernde Spieldesign überzeugen auf ganzer Linie und die Matches gegen echte Gegner mit Webcam und Microfon machen wirklich Laune. Leider geht dem Titel nach gut 15 Stunden dem Spiel die Luft aus und die Einheiten sind nicht gerade mit Schlauheit gesegnet. Trotzdem kann ich jeden Strategiefan diesen Titeln ans Herz legen, weil Arena Wars ist immer für eine Runde im Internet gut ist. 

Positiv

  • Neues Spielprinzip
  • Schnelles Gameplay
  • Unterstützt Microfon und Webcam

Negativ

  • Zu hektisch
  • Singleplayer schnell langweilig
Userwertung
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