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Air Conflicts im Test

PC Windows
Jedes Mal ist die Freude ziemlich groß, wenn ich Post bekomme von meiner Redaktion. So bekomme ich mit grossen Abständen viele Spielperlen, die ich im normalen Leben niemals spielen würde, weil sie entweder ein Szenario haben was mir nicht (mehr) gefällt oder mich schon nach kurzer Spielzeit in einen Schlafzustand versetzen, den ich im meinem Bett niemals haben werden. Air Conflicts hat das große Privileg und verbindet die eben genannten Dingen so perfekt miteinander das mein Leben wieder einen Sinn bekommen hat.
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Beim Start
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Frogster Interactive hat sich den Spielmarkt sehr genau angeschaut und hat wohl festgestellt, dass der Markt mit Ego-Shootern im Format des 2. Weltkriegs wie Call of Duty oder Medal of Honor überspült wurde. Aber da Kriegsspiele in der Zeit von 1939-45 immer noch voll der Renner sind, musste Frogster sich ein Genre aussuchen, das nicht so stark umkämpft ist wie die Ego-Shooter-Fraktion. Zu diesem Zweck stampft ihr nicht mehr mit einer Knarre in der Hand durch die Pampa Europas, sondern schwingt euch in eines der unzähligen Flugzeuge und spuckt den Infanteristen mit euren Bomben auf die Köpfe.

Air Conflicts verfügt über einen Karrieremodus, in dem ihr für Deutschland, England und Russland die Kohlen aus dem Feuer holt und nebenbei den Krieg fast im Alleingang beendet. Bevor mich jetzt Spielkritiker steinigen werden über den angeblichen Karrieremodus möchte ich mich hier verbessern: Eigentlich besteht dieser Modus aus verschiedenen Missionen, die keine Geschichte oder Rahmenhandlung über etwaige Charaktere erzählen, sondern die Ereignisse wie z.B. die Luftschlacht um England oder den Einzug der deutschen Truppen nach Polen wiederspiegeln.



Bevor ihr euch aber in die tonnenschweren Maschinen setzt, solltet ihr euch für eine der drei Faktionen entscheiden. Abhängig eurer Wahl sind die Locations und Flugzeuge verschieden. So düst ihr in der britischen Kampagne mit einer Supermarine Spitfire umher und müsst z.B. am Ärmelkanal für Ruhe sorgen, während ihr in der deutschen Kampagne an Bord einer Messerschmitt seid und Polen fürs Vaterland erobert. Dabei ist das Missionsdesign fast immer gleich: Mit euren detaillierten Flugzeugen fliegt ihr Wegpunkte ab, holt feindliche Jäger/ Bomber vom Himmel oder müsst strategisch wichtige Ziele mittels Bombenhagel ausschalten.

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Ein paar feindliche Jäger greifen einen Zerstörer an
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Die Steuerung ist bewusst Arcadelastig ausgefallen und schon nach kurzer Zeit hat man die Flugmaschinen mittels Maus/ Joystick fest im Griff. So werden sicherlich Simulationsfreaks keine große Freude an Air Conflicts haben, weil die Steuerung zu 90% mit der Maus ausgeführt wird und das Abbremsen oder Starten mittels Keyboard nicht der Rede wert ist. Sobald man endlich den Knopf für die automatische Startfunktion gefunden hat, staunt man erst nicht schlecht über die grafische Pracht der Flugmaschinen. Die Flugzeuge wurde mit viel Liebe zum Detail ihren Originalen nachempfunden und glänzen mit tollen Texturen und Lichteffekten auf dem Lack.

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Die Galerie gibt wichtige Informationen über jedes Fluggerät aus dem 2ten Weltkrieg
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Schaut man sich im Vergleich zu den Flugzeugen die Landschaft an, möchte man als PC-User irgendwie nicht aufhören zu weinen. Die Umgebungsgrafik präsentiert sich sehr detailarm und kahl, gepaart mit der Klötzchengrafik bei Fahrzeugen und Gebäuden könnte man meinen, dass die Grafiker wohl ihr ganzes Können an den Flugmaschinen ausgelebt haben und keine Lust mehr hatten, sich um die Umgebung zu kümmern.



Hat man dann endlich einen Feind gefunden, geht die Action schon los. Hier wurde wieder kräftig geklotzt und die Fights zwischen den Flugzeugen können spielerisch und grafisch voll überzeugen. Gelegentlich finden sich ein paar Teamkollegen ein, die euch beispielsweise bei der Verteidigung eines Zerstörers zur Seite stehen. Hat man sich durch die unspektakulären Kampagnen durchgeschlagen, könnt ihr euer fliegerisches Können im Multiplayermodus in Spielmodi wie Death- oder Teamdeathmatch beweisen, was für eine gewisse Kurzweile sorgt.

Die minimalen Systemvoraussetzungen von Air Conflicts sind mit einem Intel Pentium III 900 MHz (oder vergleichbarer Athlon), 256 MB Ram und eine Geforce 2(oder vergleichbare Radeon) sehr niedrig gehalten, wo auch User älterer PCs noch mal so richtig zum Zuge kommen.

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Nach einer Mission gibt es eine Zusammenfassung
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