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Age of Pirates im Test

PC Windows
Ihr sehnt euch nach Sonne, Meer und karibischen Schönheiten? Atari könnte da mitunter etwas für euch haben. Zwar handelt es sich dabei um keine Individualreise zu besonders günstigen Konditionen, so ein Piratenleben sollte man aber im Hinblick auf stundenlangen Spaß mit Sid Meiers Klassiker Pirates! auch nicht verwehren!
Allerdings ist das Spiel ebenso wenig "neu" wie auch die dazugehörige Spielidee. Wer die letzten Jahre nicht zufällig auf dem Mond verbracht hat, wird sich nämlich mit Sicherheit noch an den Kinoerfolg "Fluch der Karibik" erinnern, der auch ansprechend (wenngleich nicht fehlerfrei) für PC und Xbox versoftet wurde. Allerdings war dieser schon seinerzeit eigentlich nur kurzfristig geändert worden, denn eigentlich handelte es sich um den lang verschobenen Nachfolger zu Seadogs mit nun eben Disney Anstrich.

Age-of-Pirates-3.jpgFolgerichtig müsste der Titel nun Seadogs 3 heißen, was den russischen Entwicklern bei Akella aber offensichtlich zu langweilig ist. Wie dem auch sei, jedenfalls schlüpft ihr abermals in eine Piratenhaut und geht einer Spur nach eurem verschwunden Vater nach. Das dabei auch ein üppiger Goldschatz eine Rolle spielt, versteht sich natürlich von selbst. Trotzdem fällt der Einstieg in die Story erstmal schwer, da ihr zunächst erstmal mit Sidequests gefüttert werdet.

Selbige gibts zuhauf in den insgesamt 17 karibischen Städten und werden meist gut entlohnt, neben barer Münze eben auch mit Erfahrungpunkten die euren Käpt'n fähiger und stärker werden lassen. Leider wirken die NPCs direkt schon auf den ersten Blick liebloser als noch in der verfluchten Karibik. Vermutlich bedingt durch das kleinere Budget wurde auch bei der Sprachausgabe ganz knallhart eingespart - gabs beim Vorgänger noch witzige und stimmige Kommentare in rauhen Mengen, so speist man euch hier mit einem unmotivierten Standardsatz ab.


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Auch dieses mal machen die 3D-Seeschlachten ordentlich was her...


Das ist sehr schade, aber beileibe nicht die einzigste technische Unzulänglichkeit. Mal abgesehen vom Starforce Kopierschutz der mitunter schon mal Probleme beim Spielstart auf einigen Systemen bereitet über Grafikfehler bis hin zu einer Schwäche für den Windows Desktop, die sich in ständigen Abstürzen zeigt. Auch beim Spieldesign hapert es - da verschwinden schon mal Schiffe ohne Erklärung aus eurem Besitz oder Missionen lassen sich einfach nicht komplettieren. Nur das neuladen eines (hoffentlich) noch nicht weit zurückliegenden Spielstandes schafft hier Abhilfe. Zwar hat sich mit den zwei hastig nachgereichten Patches bereits einiges zum besseren gewendet, fehlerfrei ist das Spiel trotzdem noch lange nicht.

Ja gibt es denn überhaupt keine guten Ansätze? Doch die gibt es! Die Musik ist wie schon beim Vorgänger sehr stimmungsvoll und auch grafisch machen vorallem die Gefechte auf See schon ordentlich was her. Auch der erfreulich freie Spielablauf mit vielen Sidequests und die gegenüber dem Vorgänger klar verbesserte Steuerung können die Negativpunkte von Age of Pirates - Caribbean Tales aber in meinen Augen nicht aufwiegen.


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Immerhin ein paar zusätzliche Charakteroptionen gibt es!

Sebastian meint:

Sebastian Eindrucksvoll! Leider nicht spielerisch, sondern vielmehr als Beispiel dafür wie geschickt man mit ein paar Handgriffen ein potenziell gutes Spiel zu Grunde richten kann. Auch mit den zwei Patches bleiben Fehler zurück und da sich die sinnvollen Neuerungen arg in Grenzen halten, heuern Freibeuter besser weiterhin beim Fluch der Karibik an. 

Positiv

  • Verbesserte Steuerung
  • Stimmiger Sound

Negativ

  • Bugs ohne Ende
  • Synchro schwach
Userwertung
7.5 1 Stimmen
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