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Agatha Christie: Evil under the Sun im Test

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Das sich die Kriminalromane von Englands legendärer Krimi-Queen Agatha Christie durchaus als Stoff für PC-Adventures sehen lassen, dürfte sich seit dem Achtungserfolg von Agatha Christie: Mord im Orient-Express mittlerweile herumgesprochen haben. Mit Agatha Christie: Evil under the Sun kommt nun das nächste romanbasierende Abenteuer in die deutschen Läden und wir wagten einen kritischen Blick auf das Endprodukt!
Wie in erwähntem gleichnamigen Roman schlüpft ihr bei Agatha Christie: Evil under the Sun in die Socken des belgischen Detektivs Hercule Poirot, der gerade auf der Insel Seadrift Island die kühle Sommerbrise geniesst und ein paar Tage abschalten will. Doch dem gewieften Ermittler entgeht natürlich nicht, dass sich das Klima zwischen den anderen Sommergästen unter dem Gefrierpunkt befindet und teils offene Feindschaft vorherrscht. Im Mittelpunkt steht dabei die bildhübsche Schauspielerin Arlena Stuart, deren Vorliebe für verheiratete Männer nicht gerade auf Begeisterung beim restlichen weiblichen Teil der Weltbevölkerung stösst. Als Arlena Stuart kurz darauf ohne Pulsschlag aufgefunden wird, hat der belgische Sherlock Holmes Verschnitt seinen nächsten Auftrag.

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Ganz klassisch steuert sich Monsieur Poirot dabei in bester Tradition des Point & Click Adventure Genre aus einer 3rd-Person Perspektive. Hier erforscht ihr mittels Mauszeiger die zahlreichen Locations der Hotelanlage, reisst euch diverse Items unter den Nagel und haltet mit den anderen Gästen ein Pläuschen, um an notwendige Informationen zu gelangen. Die in acht Kapitel unterteilte Story ist dabei erfreulicherweise nicht linear und gibt euch durchaus alternative Wege, um an euer Ziel zu gelangen - mal mit weniger, mal mit mehr Aufwand eben. Zweifellos eine tolle Sache für ein Adventure und Menschen mit Erfahrung in Sachen Point & Click Abenteuer.

Für Beginner und Einsteiger kann es anfänglich aber durchaus etwas verwirrend sein, da hier eben kein direkter Ablauf vorgegeben ist und man sich so zunächst etwas planlos durch die einzelnen Bilder klickt. Zudem erwerbt ihr auf diese Art und Weise natürlich auch eine Vielzahl an Items, für die es in dem von euch verfolgten Weg der Geschichte niemals eine Verwendung geben wird - gerade für eben erwähnte Neueinsteiger wirkt das schon mal etwas verwirrend.

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Wo Agatha Christie: Evil under the Sun aber naturgemäß seine Asse auspielt ist die Story. Wer einen Agatha Christie Roman liest, der erwartet ebenso verschrobene wie interessante Charaktere und in dieser Hinsicht werdet ihr auch bei Evil under the Sun nicht enttäuscht werden. Alle Tatverdächtigen beherbergen zunächst zu lüftende Geheimnisse, haben Motive oder aber auch scheinbar wasserdichte Alibis. Wer eine durchdachte Geschichte zu einem Spiel schätzt, der wird hier wirklich fündig und findet gute 10-15 Stunden Beschäftigung. Übrigens verfügt Evil under the Sun auch über ein eigenes kluges Hint System, dass euch auf Wunsch kleine Tipps bezüglich möglicher Aktionsmöglichkeiten zukommen lässt und so den Spielfluss dauerhaft erhält.

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Die Präsentation von Agatha Christie: Evil under the Sun kann sich sehen lassen. Praktisch alle Locations im Hotel erstrahlen in einem herrlichen 1930er Art-Deco Stil, während außerhalb in der Natur kräftige Farben dominieren. Abgesehen von einigen etwas detailarm geratenen Charakteren wird hier gemessen am Genre-Standard wirklich grafische Oberklasse geboten, was eigentlich nur noch von der Soundkulisse getoppt wird. Alle Dialogen wurden nämlich von professionellen Sprechern synchronisiert und tragen maßgeblich zur gelungenen Atmosphäre in Evil under the Sun bei. Zweifellos eine der besten (englischen) Synchronisationen im gesamten Adventure Genre. Auch die Hintergrundmusik und zahlreichen Sounds sind hervorragend gelungen und wenn man überhaupt etwas kritisieren will, dann höchstens die ausbaufähige Anzahl an Musikstücken auf der Schillerscheibe.
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