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Holiday Games im Test

Nintendo Wii
Der Sommer neigt sich allmählich (leider) langsam dem Ende zu, doch Astragon schafft Abhilfe für Leute, die ihr „Urlaubsfeeling“ noch etwas länger behalten möchten – und zwar in Form einer weiteren Minispielsammlung. Die gibt´s zugegeben mittlerweile wie Sand am Meer, der deutsche Entwickler Astragon Games hat aber dennoch den Versuch gewagt, gegen Wii Sports und co. ins Rennen zu gehen. Ob das gut ging? Wir haben die Wiimotes für euch geschüttelt…
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Es erwarten euch also zahlreiche Minispiele, Fans von Nintendos hauseigenen Spielesammlungen werden sich sofort heimisch fühlen. Großes Aushängeschild von Holiday Games ist natürlich das Urlaubsszenario, welches nach Wii Sports Resort aber auch nicht unbedingt innovativ daherkommt. Also muss der Titel zeigen, ob die Minispiele halten, was sie versprechen. Doch bevor ihr euch in die Action stürzt, müsst ihr erst mal ein Spielerprofil erstellen. Ist das geschafft, habt ihr gleich die Wahl zwischen verschiedenen Spielmodi. Wir entscheiden uns beim ersten Anzocken prompt für den freien Modus.

Dieser Modus bietet euch die Möglichkeit, die einzelnen Disziplinen gesondert voneinander auszuwählen. Was dann folgt, taugt mehr oder weniger nur für Trainingsrunden. Für zwischendurch ganz spaßig, doch besonders lange werdet ihr so nicht bei der Stange gehalten. Was also tun? Ganz einfach: ihr startet den Karriere-Modus. Zuerst müsst ihr die passende Schwierigkeitsstufe wählen, wobei auch Gelegenheitsspieler (nach ein paar Runden im freien Modus wohlgemerkt) gleich zur höchsten Stufte greifen können. Der Grad der Herausforderung ist nämlich auch so nicht besonders hoch und spannender wird das Gefuchtel dadurch allemal. Dann steht noch das Auswählen eures Protagonisten auf dem Plan, danach geht´s los.

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Gleich im Anschluss wird dann der Anker gelichtet und ihr dürft euch in das Abenteuer stürzen. Im Falle des höchsten Schwierigkeitsgrades dauert die Kreuzfahrt volle fünf Tage, in den anderen Fällen weniger. Der Spielablauf ist schnell erklärt. Pro Tag auf dem Schiff müsst ihr drei aus insgesamt fünf Aktivitäten wählen. Diese Aktivitäten (also Minispiele) werden dann der Reihe nach gespielt. In jedem Minigame lassen sich Jetons, sowie Geld verdienen. Die Jetons zählen dabei für den Gesamtsieg und die Rangliste, während sich mit dem Geld euer Protagonist „pimpen“ lässt. Das erfolgt in Form von Einkäufen (Klamotten und Accessoires) über den heimischen PC. Dennoch hält sich das Maß der Anpassung stark in Grenzen, so dass es unmöglich ist, einen Charakter zu erschaffen, der euch ähnlich sieht oder mit dem ihr euch gar identifizieren könnt.

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Schön ist, dass sich die Disziplinen auf den ersten Blick angenehm voneinander unterscheiden. Es gibt sowohl Aufgaben, bei denen ihr euch körperlich anstrengen müsst, als auch ruhige Herausforderungen wie das Casino. An sich eine gute Idee, aber gerade letzteres verschenkt viel Potenzial durch die lahme Inszenierung. Zur Auswahl stehen unter Anderem Roulette, Craps und Black Jack. Aus den Kasinoeinlagen hätte man also viel mehr rausholen können, doch wie sieht’s mit dem Rest aus? Auch nicht so rosig. Auf der Disc verstecken sich die üblichen Verdächtigen wie  Golf oder Tischtennis. Diese funktionieren zwar ganz gut, hat man bei anderen Nintendo-Spielen aber auch schon mit mehr Charme zu Gesicht bekommen. Außerdem ist die auf der Hüllenseite angepriesene Wii-Motion-Plus Unterstützung im wahrsten Sinne für die Tonne.

In welche Richtung ihr die Wiimote beim Tischtennis z.B. schwingt, ist vollkommen egal – den passenden Moment zu erwischen, reicht vollkommen aus. Ähnlich verhält es sich mit dem Wii-Zapper: der wird zwar auch unterstützt (Taubenschießen-Minispiel), einen spielerischen Mehrwert stellt dieser aber keinesfalls dar. Immerhin wurde die Pointerfunktion recht präzise umgesetzt. Noch ein paar Worte zur Technik. Erwartungsgemäß darf man natürlich keine Bombastgrafik erwarten, solltet ihr also die Erwartungen etwas runter schrauben, werdet ihr wahrscheinlich auch nicht enttäuscht sein. Farben, Stil und Optik sind also durchaus passabel. Allerdings wirkt alles etwas lieblos und zusammengeschustert, so dass man nie so richtig in die Spielwelt eintauchen kann. Immerhin läuft das Spiel flüssig und kommt mit kurzen Ladezeiten daher. Auch der Sound könnte besser sein: alle Geräusche wirken belanglos, die Musik dudelt einfach so vor sich hin und eine Sprachausgabe hat man sich ganz gespart. Schade.

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Übrigens müsst ihr die Schiffsreise nicht alleine bestreiten, sondern dürft bis zu drei Kameraden mit an Bord nehmen. Einen großen Pluspunkt stellt dieser Modus aber nicht dar, da die Minispiele gegen einen menschlichen Gegner fast genau so langweilig wie gegen den Computer sind. Im Gegenteil: ihr werdet schon am zweiten Tag mit Verlusten rechnen müssen, da der ein oder andere Kumpel wohl freiwillig zu den Haifischen ins Wasser springt…

Dominik meint:

Dominik

Welchen Grund sollte ich haben, mir Holiday Games zu kaufen? Ich wurde in den letzten Monaten von Nintendo ausreichend mit Casual-Games versorgt, was spricht also für Holiday Games? Ganz ehrlich? Es gibt wirklich keinen Grund, sich diesen Schund anzutun. Zwar sind die Minispiele kurzweilig und machen sogar für ein paar Minuten Spaß, das hab ich von Nintendo in Form von Wii Sports und Wii Play aber schon deutlich besser gesehen. Irgendein Vorteil durch Holiday Games? Fehlanzeige! Darüber hinaus sollte sich jeder darüber im Klaren sein, dass das eben genannte Sportspiel jeder Wii-Konsole ja so oder so gratis beiliegt. Wer also sollte sich Holiday Games kaufen? Die Antwort: keiner. Tut mir leid, Astragon, aber so nicht!

Positiv

  • Urlaubsszenario
  • An sich abwechslungsreiche Disziplinen
  • Nette, bunte Optik

Negativ

  • Wii-Motion-Plus überflüssig
  • Schlechte Umsetzung vieler Minispiele
  • Mehrspielermodus ein Witz
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