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Hidden Mysteries Titanic im Test

Nintendo Wii
Kann ein Spiel spannend sein, wenn der Ausgang der Geschichte schon im Vorfeld bekannt ist? Wir wollen jetzt nicht wirklich spoilern, aber im Spiel Hidden Mysteries Titanic sinkt der Kahn unweigerlich Richtung Grund - und ihr seid mittendrin!
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Während James Cameron in seinem Kinofilm Titanic aus dem Jahr 1997 ein verliebtes Paar in den Vordergrund stellt, packt Astragon die Engländerin Margaret Ashley nach vorne, die sich nach einem besseren Leben in der neuen Welt sehnt. Hierzu hat sich die aus der Unterschicht stammende junge Frau ihren Herzenswunsch erfüllt und einen Gentleman aus der Oberklasse geheiratet.

Gemeinsam begibt sich das Paar am 10. April 1912 an Bord der R.M.S Titanic, doch schon der Einlass in das glamouröse Schiff ist von Problemen überschattet. Die Mutter von Margaret macht Probleme, weil ihr ein ungutes Gefühl sagt, dass etwas auf der Reise passieren wird. Doch selbst nach einigen Aussprachen am Pier hält Magaret an ihrem Plan fest, nach Amerika aufzubrechen. Am Bord endlich angekommen geht alles seinen gewohnten Gang und hier richtet das Spielgeschehen seinen klareren Fokus auf die junge Frau, während sie sich durch die Gänge des Luxusdampfers bewegt. Schnell wird sie auf einen Geheimgang aufmerksam, der ins Innere des Schiffes führt und dem Architekten der Titanic erlaubt, alle Gäste mittels Spiegel zu beobachten. Zudem lernt sie einige bekannte Menschen an Bord kennen, die einen Teil des Titanic-Mythos ausmachen.


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Astragon hat mit Hilfe der einfachen Wii-Steuerung ein Point & Click Adventure gestrickt, dass auf Logikrätsel und der Suche nach Gegenständen setzt. Als Ersatz für die typische PC-Maus dient die Wii-Remote, mittels der ihr euch durch Standbilder mit spärlich animierten Hintergründen klickt und Gespräche in Gang setzt. Wichtige Items werden genretypisch in eurem Inventar gelagert, die ihr kinderleicht im passenden Moment einsetzt. Bewegen könnt ihr Magaret mit Hilfe der Kartenfunktion, die euch immer alle begehbaren Räume aufzeigt.

Und wie sollte es auch anders sein, wird gerätselt, was das Zeug hält. Die Qualität reicht dabei von recht originell bis total unlogisch. Ein nettes Beispiel: Um in der Schiffsambulanz an einige Tabletten zu kommen, müsst ihr den Medikamentenschrank aufbrechen. Hierzu benutzt ihr einen Blutdruckmesser und setzt ihn unter ein Scharnier der Tür und pumpt, was das Zeug hält. Durch den erstellten Schlitz drückt ihr einen gesammelten Hacken in das Innere des Medizinschrankes und öffnet dann diesen von innen – MacGyver in Reinkultur!

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Aber alle die knackigen Rätsel sind eigentlich kein Problem für alle Spieler, die sich mit dem Spiel einlassen. Denn eine übermächtige Hilfsfunktion nimmt euch das Denken und die Arbeit mit der Wii-Remote ab. Hierdurch wird das Spielvergnügen und die Spielzeit sehr begrenzt, weil ihr jederzeit und ohne Konsequenzen diese Hilfe in Anspruch nehmen könnt. Findet ihr in einem Wimmelbild alle nötigen Items nicht, zeigt euch das Programm dank erleuchtetem Rand, wo ihr zu suchen habt. Einfacher geht es nicht mehr!

Die ersten paar Stunden der Spielzeit setzt Astragon das Thema der Klassenteilung in den Vordergrund, wo der Spieler einen kleinen Einblick erfährt, wie groß doch die Kluft zwischen Oberklasse und Unterklasse damals waren. Doch sobald das Schiff den bekannten Eisberg rammt, nimmt die seichte Story ein bisschen Fahrt auf. Denn ihr versucht herauszufinden, was passiert ist und nutzt jede Gelegenheit auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Doch ob ihr am Ende mit der Titanic untergeht lassen wir offen, hierzu solltet ihr schon das Spiel selbst spielen.

Dominic meint:

Dominic Ich war während der ganzen Spielzeit sehr gespalten: Auf der einen Seite fand ich die Hilfsfunktionen für einige teuflisch schweren Rätsel eine echte Bereicherung, aber auf der anderen Seite verleitet das Spiel dazu diese Funktion zu nutzen und hemmt dadurch den Spielspaß enorm. Somit lässt sich eine Kaufempfehlung nur für Adventure-Neulinge aussprechen, während Profis eher andere Titel ins Auge fassen sollten.

Positiv

  • Gute deutsche Sprecher
  • Hilfsfunktion

Negativ

  • Grafisch nicht ganz taufrisch
  • Hilfsfunktion zu übermachtig
  • Qualität der Rätsel schwankt
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