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Der Bauernhof im Test

Nintendo Wii
An all die Fans, denen das Landleben im Fernsehen zu kurz kommt. Mit „Der Bauernhof“ bringt Astragon nun eine landwirtschaftliche Simulation auf den Nintendo Wii.

Ah, die Landluft: Felder, soweit das Auge reicht, das Grunzen der Schweine und das Gackern der Hühner… Herz was begehrst du mehr? Doch abseits der ganzen Romantik steckt in einem Bauernhof einiges an Arbeit. Die Tiere wachsen zwar von alleine heran, doch müssen sie gehegt und gepflegt werden. Das gleiche gilt auch für die Pflanzen. Wenn man Pech hat, zerstört ein einziges Unwetter die Arbeit eines gesamten Jahres.

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Soweit geht man bei Astragon natürlich nicht. Ihr Spiel „Der Bauernhof“ will zwar realitätsnah sein, aber gleichzeitig auch nicht allzu sehr. Ursprünglich erst für den PC und Nintendo DS erschienen, kann man nun auf dem Nintendo Wii sein Glück als Landwirt versuchen.

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Die Start-Voraussetzungen variieren je nach Schwierigkeitsgrad. Auf den leichtesten Einstellungen sind beispielsweise alle technischen Geräte in Ordnung, du hast bereits eine gewisse Anzahl an Tieren und ein gutes Startvermögen als Polster für dringende Einkäufe. Die Möglichkeiten, mit denen du dich beschäftigen kannst, sind mannigfaltig.


So kannst du beispielsweise deine Beete bepflanzen. Dazu musst du erst die Erde umgraben, dann die Samen einstreuen und zu guter Letzt alles begießen. Bis die Pflanzen sprießen und geerntet werden können, vergeht allerdings einiges an Zeit. Diese kannst du damit überbrücken, in dem du beispielsweise das Vieh fütterst oder deren Produkte einsammelst. Die Vorräte, die du bereits auf Lager hast, halten allerdings nicht lange vor und müssen recht bald nachgekauft werden.

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Dazu geht es in die Stadt, wo du an einem Platz alle wichtigen Geschäfte findest. Dort kannst du dann deine Produkte verkaufen bzw. neue erwerben. Ebenso ist es dir auch möglich Hilfskräfte anzuheuern, die dich bei deiner Arbeit unterstützen. Dies ist auch dringend notwendig, denn schon sehr bald merkst du, dass für eine Person alleine alle Aufgaben zu viel sind. Es ist schlichtweg nicht machbar.

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Die besonderen Fähigkeiten des Nintendo Wii sind in diesem Spiel behutsam eingebaut. Die Bewegungssteuerung wird dann in den Vordergrund gestellt, wenn es darum geht Tätigkeiten durchzuführen. Vollführt man dann bestimmte Bewegungen, geschieht dies dann schneller.


Das überraschende an dem Spiel ist, das es zumindest am Anfang jede Menge Spaß macht. Man genießt es, den Bauernhof zu leiten und die einzelnen Aspekte zu hegen und zu pflegen. Doch schon nach einer gewissen Weile macht sich Überdruss breit. Denn weder kann man im Spiel nicht wirklich viel erreichen, noch gibt es wahnsinnig viel Neues zu entdecken. Es gibt sogar ein Limit, was die maximale Anzahl an Tieren einer Art angeht. Vier Schweine darf man beispielsweise höchstens besitzen. So gibt es daher auch keine Möglichkeit, sich irgendwie auf etwas zu spezialisieren. Ebenso ist auch die Idee mit dem Ausbau des Bauernhofes relativ unsinnig, da man als Spieler nicht die Möglichkeit hat, sich das Innere anzusehen. Von außen gesehen belaufen sich die Änderungen beispielsweise auf einen neuen Balkon, was angesichts der zu investierenden Summe ärmlich ist.

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Doch das größte Manko ist die Grafik. Es mag zwar sein, das der Nintendo Wii kein Grafik-Monster ist. Aber was hier geboten wird, ist eine absolute Frechheit! Die Darstellungsweise ist vollkommen veraltet und erinnert an das, was zu Windows 95 Zeiten in Sachen 3D gerade top modern war. Und diese Zeit ist mittlerweile so einige Jahre her! Die Umgebung ist stark verpixelt, eure Figur bewegt sich extrem hölzern und die Kamera ist in engen Räumen gerne mal schlecht positioniert. Selber nachjustieren kann man sie nicht. Die Musik hingegen ist besser, wenn auch nicht viel. Mit guten Willen ist sie als auf die Dauer nerviges Gedudel zu bezeichnen.


Götz meint:

Götz

„Der Bauernhof“ ruft bei mir zwiespältige Gefühle hervor: Auf der einen Seite ist es wirklich eine gute landwirtschaftliche Simulation, die auch anfangs Spaß macht. Das Hegen und Pflegen des Landgutes fesselt an den Fernseher. Doch andererseits ist es damit auch schnell vorbei, weil der Titel Grenzen setzt. Zu schnell hat man alles Mögliche erreicht und erlebt nichts Neues mehr. Der größte Negativfaktor ist aber die Grafik, die vollkommen veraltet und ein echtes Ärgernis ist. Und so ist das Spiel vielleicht nur Gelegenheitsspielern, die sich an den Mankos nicht allzu sehr stören, zu empfehlen. Der Rest sollte einen Bogen um den Titel machen.

 

Positiv

  • Eine gute landwirtschaftliche Simulation...

Negativ

  • ..bei der es aber zu schnell nichts neues mehr gibt
  • Grauenhafte und veraltete Grafik
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