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Alles Gute zum Geburtstag im Test

Nintendo Wii
Wenn man eine Geburtstagsparty machen will, was gehört dazu? Natürlich etwas zu Essen und zu trinken. Und mit was will man die Gäste unterhalten? Natürlich, wenn man ein Videospieler ist, und einen Wii besitzt, dieses Spiel starten. Zumindest, wenn es nach Take 2 geht.
Im Bereich der Konsolenspiele gibt es viele Möglichkeiten, mit einer oder mehreren weiteren Personen zu spielen. Sei es ein Sportspiel, wie Grand Slam Tennis, oder ein Prügelspiel wie Tatsunoko vs. Capcom, mindestens zu zweit ist eigentlich fast immer möglich. Und was ist auf einer Geburtstagsfeier? Wenn nicht nur der beste Freund da ist, sondern auch noch andere? Dann schlägt die Stunde der Party-Spiele. Sie sind besonders dafür geeignet, kurzweilige Unterhaltung für mehrere Spieler gleichzeitig zu liefern, indem sie diverse Minispiele in einem übergeordneten Thema sammeln. Im Nintendo-Bereich sind besonders die Spiele der Mario Party Reihe dafür bekannt. Der aktuellste Vertreter dieses Genre ist „Alles Gute zum Geburtstag“, herausgebracht und entwickelt von dem Take 2 Label 2K Play. Dieses publiziert hauptsächlich Budget- oder Family-Games. Und damit ist eigentlich schon klar, wer von diesem Spiel hauptsächlich angesprochen werden soll.

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Alles Gute zum Geburtstag kann von bis zu 12 Spielern gespielt werden. Jedoch nicht alle auf ein Mal, sondern „nur“ vier zur gleichen Zeit. Haben die ersten vier ein Spiel fertig, wird gewechselt. Insgesamt gibt es drei verschiedene Spiel-Modi. Bei „Eigene Party“ kannst du eine von insgesamt zehn verschiedenen Themen – dazu gleich mehr – auswählen, sowie das Aussehen von dir und deinen Mitspielern bestimmen. „Schnelle Party“ verzichtet auf die genaue Bestimmung des Äußeren der Gäste. Daher kann man sofort loslegen. Bei „Frei Spielen“ gibt es die Möglichkeit, das Du eines der 22 Mini-Spiele auswählen und es sooft spielen kannst, wie es dir und deinen Gästen beliebt. Bei den ersten beiden Spieltypen ist dein Ziel, den Partyraum vollständig zu dekorieren. Hier spielt das eben erwähnte Thema eine Rolle. Denn über kannst das endgültige Aussehen von vorneherein festlegen. So hast du die Auswahl zwischen zehn verschiedenen Dekorationstypen. Die Spanne reicht dabei von „Sport“ über „Prinzessin“ bis hin zu „Piraten“.

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Egal, wofür du dich am Ende entscheidest, in jedem Fall werden der Raum und die Mitmachenden nach jedem absolvierten Mini-Spiel mit neuen Gegenständen ausgerüstet. Dabei sind die einzelnen Herausforderungen jeweils sehr abwechslungsreich gestaltet. Bei jeder Party werden von insgesamt 22 Spielen 15 vom Computer zufällig ausgewählt. Da bleibt es natürlich nicht aus, dass beim zweiten Mal Durchspielen die eine oder andere Herausforderung sich wiederholt. Zur Verfügung stehen zum Beispiel: Kerzen ausblasen, Sackhüpfen, Reise nach Jerusalem oder Ballons zerstechen. Dabei stellt sich die KI, die die fehlenden Mitspieler ersetzt, gar nicht so dumm an. Zwar ist der Schwierigkeitsgrad nicht gerade sehr herausfordernd, aber es gibt genügend Spiele, in denen du dich dennoch anstrengen musst, wie zum Beispiel beim Fangen der Käfer. Und so kann es gut sein, dass plötzlich ein computergesteuerter Mitspieler an dir vorbeizieht, und den ersten Platz belegt. Allerdings hat dies keinerlei Auswirkung auf die Freizuspielende Deko. Egal auf welchen Platz du landest, der Raum wird immer um einen neuen Gegenstand erweitert. Wie sich dies auf die Wiederspielbarkeit auswirkt, wird weiter unten geklärt.

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Das Spiel wird damit beworben, dass der berühmte Kinderfernseh-Moderator Michael Schanze dem Spiel seine Stimme leiht. Dies ist kein PR Gag, sondern entspricht der Wahrheit. Der berühmte Fernsehstar kommentiert und erklärt alles, was im Spiel passiert. Letzteres ist auch das Beste, was er zum Spiel beitragen kann. Ansonsten äußert er nämlich nur zur Situation passende Allgemeinplätze, die man am besten ignoriert.

Die Grafik kann am besten als zweckmäßig beschreiben. Sie ist eigentlich weder gut noch schlecht, sondern halt passend zu der jeweiligen Situation. Selbst wenn vier Spieler gleichzeitig am Bildschirm aktiv sind, verliert man nicht den Überblick. Die jeweiligen Spielfiguren sind ebenfalls einwandfrei identifizierbar. Dafür sorgen schon allein die Möglichkeiten, ihr eine andere Hautfarbe zu geben, das Geschlecht zu wechseln und sogar das Alter. Davon gibt es drei Kategorien: Kind, Erwachsen, Alt. Die dazugehörigen Animationen wirken sehr überzeugend, zum Beispiel wenn ein Kind bei einem Sieg in den Spagat geht.

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Um auch für Einzelspieler motivierend zu sein, muss das Spiel eine gewisse Widerspielbarkeit besitzen. Und damit sieht es nicht so gut aus. Zwar ist es durchaus motivierend, alle Räume vollständig zu möblieren. Aber dadurch, dass selbst bei einem vierten Platz, etwas neues freigeschaltet wird, ist man als Einzelspieler eher weniger interessiert daran, eine halbe Stunde zu investieren, um den nächsten Raum zu machen. Dasselbe gilt auch für die Minispiele, die man ja im Modus “Frei Spielen“ sofort auswählen kann.

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Das Spiel wird übrigens in einer Box mitgeliefert, die zusätzliche Party-Utensilien wie eine Geburtstagskrone und Ausmalbilder beinhaltet.

Götz meint:

Götz  Für wen wäre Alles Gute zum Geburtstag am besten geeignet? Wohl wirklich nur für diejenigen, bei denen demnächst ein Kindergeburtstag ins Haus steht, mit dementsprechend vielen Gästen. Für die ist das Spiel bestens geeignet. Für Einzelspieler ist dem eher nicht so. Es gibt einfach eine zu geringe Widerspielbarkeit, um sich noch mal an die Konsole zu setzen. Immerhin überzeugt es durch eine sehr gute KI, sowie eine interessante Auswahl an Minispielen. Immer ist der Schwierigkeitsgrad einfach. Trotzdem muss man sich anstrengen, um erster zu werden.

Positiv

  • Gute KI
  • Geeignet für Geburstagsparties

Negativ

  • Für Einzelspieler zu niedrige Widerspielbarkeit
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