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Infinite Space im Test

Nintendo DS
Nachdem das Entwicklungsstudio Platinum Games bereits den Wii, die Xbox 360 und die PS3 mit Spielen ausgestattet hat, ist nun Nintendos Handheld an der Reihe. Mit Infinite Space bricht der Spieler auf ins Weltall.
Irgendwann in der Zukunft. Auf dem Planeten Ropesk ist die Raumfahrt verboten. Dies hindert jedoch den Jungen Yuri nicht daran, einen Vertrag mit der Abenteuerin Nia Lochlin abzuschließen. Sie soll ihn von der Welt holen, damit er das All kennen lernen kann. Er will ein Zero-G Dog werden, wie die Menschen genannt werden, die ein aufregendes Leben zwischen den Welten führen. Schon bald ist der Bursche Kapitän seines eigenen Schiffes, was sich als Beginn eines unglaublichen Abenteuers herausstellt.
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Infinite Space bedeutet ins Deutsche übersetzt „Unendlicher Raum“. Und diesen Titel kann man durchaus wörtlich nehmen. Was Platinum Games gemeinsam mit dem Entwicklungsstudio Nude Maker programmiert und was SEGA auf den Markt gebracht hat, entpuppt sich als ein Spiel mit einem unglaublichen Umfang, für das man viel Zeit braucht, ehe man den Abspann zu Gesicht bekommt. Genügend Motivation und Sitzfleisch natürlich vorausgesetzt.
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Das Game selbst versucht sein bestes, um dies zu ermöglichen. Es wird nicht nur einiges, sondern jede Menge dargeboten. Das fängt schon beim Plot an, der von der ersten Minute einen in seinen Bann zieht. Was auf dem ersten Blick nach 08/15 SciFi Action aussieht, erhält nach und nach schon fast epische Dimensionen. Man fragt sich, was hinter den geheimnisvollen Epitah, ein Geschenk von Yuris Vater an seinen Sohn, steckt, und was dies für Wesen sind, die Einfluss auf das Geschehen nehmen. Aber auch die restlichen Figuren wirken überzeugend. Jede von diesen hat ihre eigene Persönlichkeit und es ist ein Spaß, das Miteinander zu erleben. So wird Nia für Yuri zu einer Art mütterlichen Freundin, die ihm mit Rat und Tat zur Seite steht.
Im Laufe des Spiels agiert man mit jeder Menge Figuren. Einen Teil davon, 150 um genau zu sein, kannst du auch als Crewmitglied für deine Flotte anheuern. Dies wirkt sich auch auf den Kampf aus, worauf allerdings später eingegangen wird.
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Anfangs hast du nur ein kleines Schiff zur Verfügung, welches noch nicht einmal besonders schnell ist. Frachter, die du überfallen willst, können dir entkommen. Doch schon recht bald erhältst du dein eigenes, erstes richtiges Raumfahrzeug. Und hier zeigt sich ein weiterer Anreiz dieses Spiels. Man kann diese Vehikel nach Belieben ausrüsten. Auf den diversen Raumstationen gibt es immer wieder Geschäfte, in denen du Blaupausen für neue Module kaufen kannst. Mit diesen kannst du dann dein Schiff ausrüsten. Eine zweite Brücke vielleicht? Oder doch lieber eine bessere Feuerleitzentrale? Es liegt an dir, wie du die Gestaltung auswählst. Allerdings gilt es aufzupassen, da nicht unendlich Platz vorhanden ist. Hier heißt es geschickt vorzugehen.

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Im Spiel selber bewegst du dich zwischen verschiedenen Territorien hin und her. Jedes dieser Gebiete ist durch ein Warpgate verbunden. Diese Tore sind jedoch nicht sofort frei verfügbar, sondern man muss zuerst Aufgaben erledigen, Missionen, die immer mehr und mehr zu einem Endkampf führen, durch dessen endgültiges Bestehen man schließlich weiterkommt. Die diversen Aufträge sind dabei recht abwechslungsreich geraten. Mal musst du etwas Bestimmtes von A nach B bringen, mal eine bestimmte Information abholen oder Geld eintreiben. Allerdings musst du dafür lange Wege in Kauf nehmen, denn die Aufträge, die dir selber harte Währung, Ruhm und Erfahrung einbringen sind oft weit voneinander entfernt.

 

Natürlich kommt man um Kämpfe nicht herum. Die meisten dieser Begegnungen finden im Weltall zwischen zwei Flotten statt. Dies wirkt sich auch auf die Feuerkraft aus, denn je nachdem wie viele Schiffe sich zusammenfinden, desto entsprechend ist dann die Anzahl an Schüssen, die du abgeben kannst. Allerdings haben sich die Entwickler hier entschlossen, einen Schwierigkeitsgrad einzubauen, der geradezu mörderisch ist. Dies macht sich besonders im zweiten Territorium bemerkbar. Besonders zu Anfang, wenn du noch nicht über den passenden Schutz hast, fügt dir der Feind extrem hohen Schaden zu.

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Bei einem Gefecht spielen unzählige Faktoren mit rein, die zu durchschauen einiges an Einarbeitungszeit erfordert. Wichtig ist daher nicht nur, wie gut dein Schiff ausgerüstet ist, sondern auch, was für Crewmitglieder du hast. Ein jedes dieser Personen verfügt über Stärken und Schwächen. So ist zum Beispiel Nia perfekt für die Artillerie geeignet, im Maschinenraum jedoch unbrauchbar. Auch wie schnell der Schaden repariert wird oder die Schiffe sich bewegen hängt von der Besetzung der einzelnen Posten ab. Und selbst dann ist nicht garantiert, dass man einen Kampf auch gewinnt. Denn je stärker ein gegnerisches Schiff ist, desto geringer ist deine Trefferwahrscheinlichkeit. Du kannst die entsprechenden Positionen mit so viel guten Leuten auffüllen wie du willst, es ändert nichts daran, das von ungefähr 30 Schüssen nur 2 treffen. Ironischerweise gilt dies nicht für deine Feinde. Bei denen ist es umgekehrt. Bei kleinen Schiffen ist übrigens deine Trefferquote bei grob 90%. Woran dies liegt, ist unklar.

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Während die Kämpfe in 3D präsentiert werden, erlebt man die Handlung in 2D. Der Wechsel zwischen beiden Perspektiven ist erst einmal gewöhnungsbedürftig, stört einen jedoch nach einer Weile nicht mehr. Beim Design der verschiedenen Schiffstypen haben sich die Entwickler wirklich jede erdenkliche Mühe gegeben. Sie sind klar und deutlich zu unterscheiden, wenn auch teilweise etwas klobig wirkend.

Was sich SEGA jedoch dabei gedacht hat, das Spiel hierzulande komplett auf Englisch herauszubringen, ist unklar. Deutsche Untertitel oder Sprachausgabe sucht man hier vergeblich. Wenn man sich also den Titel zulegen will, sollte man diese Fremdsprache halbwegs gut beherrschen.

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Die musikalische Untermalung ist ebenso wie die Grafik gelungen. Auch ein klein wenig Sprachausgabe hat man eingebaut. Während der Kampfsequenzen hört und sieht man, wie Befehle in die Tat umgesetzt werden.

Götz meint:

Götz

Infinite Space ist ein Wechselbad der Gefühle. Auf der einen Seite überzeugt es durch sein imposantes Setting und Ensemble. Auch die Möglichkeit selber seine Schiffe zu gestalten spricht eindeutig für das Spiel. Aber auf der anderen Seite wären da dieser teilweise absurd hohe Schwierigkeitsgrad und die merkwürdige Relation zwischen Gegner und Treffergenauigkeit. Dennoch sollte man ruhig zugreifen, denn trotz aller Macken macht das Spiel jede Menge Spaß.

 

Positiv

  • Epische Story
  • Über 150 potentielle Crewmitglieder
  • Möglichkeit, Schiffe selbst zu gestalten

Negativ

  • Mörderischer Schwierigkeitsgrad
  • Unklarer Zusammenhang zwischen Treffergenauigkeit und gegnerischer Schiffsgröße
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Forum
  • von Riemann80:

    Wenn Du Barrage meinst, den habe ich oft verwendet.

  • von pseudogilgamesh:

    Das ist abere doch trivial und genau das Problem des Spiels Will sagen: zu schwierig isses nicht, es fehlt aber Mark&Bein, die Substanz eines guten Strategie Games, gerade für u-wegs. Und was die "schwierigen Battles" angeht: Gerade da verbietet sich halt sone Randomness wie vom...

  • von Riemann80:

    Wichtig ist, daß man darauf achtet, welches Schiff der gegnerischen Formation man attackiert (links oben im Bildschirm). Man sollte immer erst die vordesten erledigen, weil man die hineren nicht gut trifft und dann meistens zuviele Treffer kassiert. Zumindest bin ich bis Kapitel 3 damit gut...

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