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Escape the Museum im Test

Nintendo DS
Die Wimmelbildspiele bilden inzwischen ein eigenes Genre auf dem Nintendo DS. Mit „Escape the Museum“ ist nun ein weiterer Vertreter dieser Gattung herausgekommen. Kann es sich von der Konkurrenz absetzen?

Ein Museum, irgendwo auf der Welt: Die junge Mutter Susan inspiziert mit ihrer Tochter das Gebäude, als plötzlich die Erde bebt. Schnell bringt sie ihr Kind in einen sicheren Raum und will nachgucken, ob noch weitere Personen im Gebäude sind. Doch kaum ist sie wieder draußen, als der Weg zurück versperrt wird. Und so muss sie sich durch die Ausstellungen durcharbeiten um am Ende wieder mit ihrem Spross vereint zu sein.

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Schon beim ersten Lesen wird klar, dass die Geschichte nicht gerade vor Innovation strotzt. Vielmehr ist ihr einziger Sinn und Zweck, einen logischen Handlungshintergrund zu geben und so die einzelnen Zimmer miteinander zu verknüpfen. Da du in einem Museum unterwegs bist, gibt es eine dementsprechende Themenvielfalt. Mal bist du in einem Raum aktiv, wo Edelsteine ausgestellt werden, mal wird sich in der Ausstellung mit Rom beschäftigt.

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Man muss den Entwicklern zugestehen, dass sie sich bemüht haben, ihr Spiel äußerst abwechslungsreich zu gestalten. Immer wieder gibt es Räume, in denen du dich in klassischer Adventure-Manier zum Ausgang knobeln musst. So befindest du dich auf einmal in einem Flur, wo die Tür zugesperrt ist. Um diese zu öffnen, musst du eine Klinge und einen Griff finden, beides miteinander kombinieren, damit eine Säule zerhauen, die dir im Sturz den Ausgang öffnet. Dies klingt interessant, wird jedoch eher unzufriedenstellend umgesetzt. Bei diesen Aufgaben ist nämlich die Reihenfolge, in der du die Gegenstände finden musst, fest vorgegeben. Das heißt, du musst die Schneide nehmen und erst dann ist der nächste Teil der Waffe auffindbar. Eine andere Abfolge, das du zum Beispiel erst den Griff nimmst, ist nicht möglich.

 

Warum die Entwickler sich dafür entschieden haben, ist unklar. Besonders, wenn man bedenkt, dass die anderen Aufgabentypen nicht so fest in ihrer Findungsreihenfolge sind. So gilt es immer wieder in einem großen Raum eine Liste an Gegenständen zu finden. Dies kommt dem klassischen Wimmelbildspiel sicherlich am nächsten. Diese Aufgabe ist im Prinzip relativ einfach zu erfüllen, wenn nicht gewisse Dinge sehr versteckt oder zu klein sind, um einem sofort aufzufallen. So bleibt dir im Prinzip nichts anderes übrig, als willkürlich alles anzutippen, was nach etwas aussieht, das gelistet ist. Punktabzüge gibt es hierfür nicht. Nur die Genauigkeit nimmt ab, was auch die einzige Konsequenz ist.

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Die simpelste Aufgabe ist das Puzzeln. Hier gilt es ohne Zeitlimit ein zerstörtes Bild wieder zusammenzusetzen. Die Bruchteile sind quer über den Raum zerstreut, jedoch immer noch in der Position, wie sie ins Bild eingesetzt werden müssen. Keine große Herausforderung also. Hast du alles zusammen gesetzt werden zusätzliche Aufgaben in bereits besuchten Räumen freigeschaltet.

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Die meisten Räume hat man in maximal 5 Minuten durch. Das man das Ende des Spiels jedoch nicht bereits nach einer Stunde sieht, liegt daran, das es sehr umfangreich geworden ist. Nach ungefähr drei Stunden hat man nur einen geringen Teil der Aufgaben  gelöst. Vor allem durch die zusätzlichen Rätsel in den bereits durchgespielten Ausstellungen wird man immer wieder motiviert, weiterzumachen oder noch einmal zurück zu gehen. Allerdings muss man auch sagen, dass man die Aufgabentypen nicht sehr variiert. Die Reihenfolge ist meistens, Adventureknobeln, Liste abarbeiten und Puzzle lösen.


Vom Schwierigkeitsgrad her ist das Spiel moderat. Einige Aufgaben sind etwas schwerer, was allerdings daran liegt, dass nicht sofort ersichtlich ist, ob jetzt ein Objekt ein gesuchter Gegenstand ist. Hierfür gibt es die Hilfe, die dir anzeigt, wo du als nächstes mit dem Stylus hintippen musst. Einmal angewendet braucht diese Funktion etwas, um sich wieder aufzuladen. Es gibt jedoch keine Limitierung der Nutzung, was den Schwierigkeitsgrad doch deutlich senkt.

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In Sachen Graphik ist der Titel eher enttäuschend. Alles wirkt statisch, leblos. Selbst die Zwischensequenzen werden in festen Bildern vorgegeben. Ein Funkeln, was eigentlich nur die schnelle Abfolge zweier Graphiken ist, ist da schon das höchste der Gefühle. Beim Ton gibt es hingegen nichts anzumerken.


Götz meint:

Götz Escape the Museum ist ein Spiel mit hohen Ambitionen. Zum einen soll es sich von der Menge an anderen Wimmelbildspielen für den DS abheben. Zum anderen soll es auch Neuspieler ansprechen. Ein ziemlicher Spagat, der allerdings nicht so ganz funktioniert.
Auf der Plusseite stehen die abwechslungsreichen Aufgaben. Mal musst du dich in Adventure-Manie freiknobeln, mal ein Gemälde zusammenbasteln, mal eine Liste mit bestimmten Gegenständen abarbeiten.
Dies ist allerdings auch gleichzeitig ein Minus, den nach einer Weile wiederholen sich die Aufgabentypen. Ebenso meinten es die Macher zu Gut mit den Neuspielern, indem sie eine sehr gut gelungene Hilfsfunktion einbauten, die jedoch den Schwierigkeitsgrad auch gleichzeitig gehörig senkt, so dass er schon fast zu einfach ist. Ebenso ist auch die Graphik eine gehörige Enttäuschung. Sie wirkt steril, lebelos, schon fast statisch. Bewegungen kommen überhaupt nicht vor.
Und so bleibt ein Spiel, das gute Ansätze hat, aber auch gleichzeitig eine ganze Reihe an Fehlern hat. 

Positiv

  • Anfänglich abwechslungsreich...

Negativ

  • ...später jedoch öde
  • Graphisch eher statisch und leblos
  • Durch Hilfsfunktion zu einfach
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