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Arctic Tale im Test

Nintendo DS
Eigentlich bekommt jeder halbwegs durchschnittliche Kinofilm seine Videospielumsetzung. Neuerdings findet man auf diversen Konsolen, aber auch immer mehr Umsetzungen von Dokumentationen vom History Channel, wie zum Beispiel Great Battles of Rome erreichen die Spieler. Derzeit läuft von National Geographic die Dokumentation Arctic Tal in den heimischen Lichtspielhäusern. Zu genau diesem Film haben wir uns die DS-Umsetzung für euch angeschaut.
Es ist schwierig mit diesem Spiel warm zu werden. Das liegt nicht nur an der eisigen Temperatur in deren Umgebung der Spieler sich befindet, sondern auch an dem unterdurchschnittlichen Spielprinzip. Arctic Tale handelt von der Zerstörung der Umwelt und die Konsequenzen für die arktischen Tiere. Das Spiel ist in Kapitel eingeteilt und nach jedem abgeschlossenen Kapitel wird in einer kleinen Textsequenz erläutert warum wir Ökofaschisten die Welt zu Grunde richten. Die weißen Texte sind dabei meistens nicht einmal richtig lesbar auf dem hellblauen Hintergrund. Soll die Message hinter diesem Spiel uns also überhaupt erreichen?

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Zu Beginn von Arctic Tale stehen wir noch unter der Fuchtel der Eisbärmutter und es wird erklärt, wie man sprintet, Nahrung sucht und Minispiele bestreitet. Sehr kurze Zeit später, nämlich wenn ihr in das nächste Areal trottet, beglückwünscht euch das Spiel. Endlich seid ihr selbstständig geworden und müsst jetzt für euch selbst sorgen! Im Klartext heißt das die Lebensenergieanzeige immer schön voll zu behalten, während man durch schlecht designte Eislandschaften spaziert. Denn durch ausdauerndes Sprinten zerrt man genauso an der Energieleiste, wie wenn man von einem erwachsenen Eisbärmännchen angegriffen wird. Bei Letzterem muss man dann schnell beim Nintendo DS die rechte und linke Schultertaste drücken, um den gefährlichen Eisbär zu entkommen.

Ansonsten laufen in der Eissteppe größtenteils Schneehasen rum, die unser kleiner Eisbär aber nicht fangen kann. Indem man in eine kleine Höhle geht, kann man den Charakter austauschen. So stehen euch neben dem Eisbär auch ein Polarfuchs, ein Walross, sowie später auch ein Orkawal zur Verfügung, wobei ersterer die Schneehasen jagen kann, da er am schnellsten von allen vier Tieren laufen kann, und letzterer schwimmt ausschließlich im kalten Wasser um Futter zu suchen.

Spielerisch unterscheiden die vier arktischen Tiere sich sehr, aber das Spiel gibt einem gar keine Möglichkeiten die Unterschiede auszuspielen. Beim Walross taucht man einfach ein bisschen im Wasser rum um Dinge zu suchen, dafür kann sich das dicke Ding kaum Überland bewegen. Der Eisbär kann einige Minispiele absolvieren, die für die anderen beiden Vertreter nicht ermöglicht wurden. So jagt der Eisbär Robben, die politisch korrekt aus Löchern hervorschauen und man diese dann nur schnell genug packen muss.

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Obwohl das Spielgeschehen auf dem Touchscreen stattfindet, denn immerhin hat man hier (wie man bei der Optik gar nicht vermuten würde) ein Nintendo DS Spiel zur Hand, gibt es dennoch eigentlich keine Touchscreenunterstützung. Auf dem Top-Screen wird lediglich der Himmel der Arktis gezeigt, wo die Frage aufkommen mag, ob Arctic Tale überhaupt für den Nintendo DS geplant war oder nicht doch einfach die Gameboy Advance-Version auf den DS portiert wurde. Der Gedanke liegt auch insofern nah, da die Grafik auf niedrigem GBA-Niveau ist. Nur der Soundtrack ist etwas besser, in Anbetracht der Möglichkeiten des Nintendo DS, aber nicht was die Qualität der Musikstücke an sich anbelangt. So haben der Eisbär, das Walross und der Eisfuchs jeweils ein eigenes Musikthema, dass sich aber ständig wiederholt, wenn man mit dem Getier durch die Eiswüsten streift und alsbald dazu verleitet den Ton komplett auszuschalten.

Spielerisch gibt Arctic Tale einfach keinen Grund sich länger als eine halbe Stunde mit dem Modul zu beschäftigen. Minispiele, die auf den DS nicht optimiert sind, machen keinen Spaß, aber man muss in jedem Kapitel eine bestimmte Anzahl an Minispielen mit einer goldenen Medaille abschließen um überhaupt in das nächste Kapitel vorzudringen. Aber möchte man das nächste Kapitel überhaupt sehen? Die ökologische Message hinter dieser Dokumentarfilm-Umsetzung wäre doch eigentlich so wichtig, wird aber dermaßen unausgegoren auf den DS gebracht, dass man das Spiel eigentlich niemandem richtig ans Herz legen kann.

Julia meint:

Julia Hätte ich nun herausgefunden, dass die Verkaufserlöse von Arctic Tale an eine Stiftung zur Rettung der Arktis gehen, hätte man mit zwei zugekniffenen Augen auch noch einen Gnaden-Pluspunkt geben können. Leider scheint dem nicht so zu sein und von daher kann man diesem nahezu 1:1 von der GBA portierten Minispiel/Adventure-Game gar nichts Positives attestieren, außer man steht auf stumpfe Minispiele. Guckt euch lieber den Kinofilm an!

Positiv

  • ---

Negativ

  • Technisch mau (1:1-Umsetzung vom GBA)
  • viel zu kurz...
  • ..., aber länger hält man das Gameplay eh nicht aus
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